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E-Commerce

Kein Mindestbestellwert: Amazon verschickt jetzt auch ohne Prime gratis

    Kein Mindestbestellwert: Amazon verschickt jetzt auch ohne Prime gratis

(Foto: Shutterstock)

Amazon verschickt kleinpreisige Artikel jetzt auch ohne Prime-Mitgliedschaft kostenlos. Vorerst profitieren aber nur US-Kunden.

Amazon buhlt um Schnäppchenjäger

Mal eben eine Handytasche oder einen Lippenstift günstig bei Amazon bestellen, das klingt einfacher als es ist. Oft steht der Mindestbestellwert beim weltgrößten Online-Kaufhaus im Weg. Wer den nicht erreicht, zahlt mit hohen Versandgebühren drauf. Die Konsequenz: Man muss entweder mehr bestellen als ursprünglich geplant oder kauft lieber gleich woanders ein.

Mit der Abschaffung des Mindestbestellwerts gehören Sammelbestellungen bei Amazon jetzt der Vergangenheit an. (Foto: Shutterstock)
Mit der Abschaffung des Mindestbestellwerts gehören Sammelbestellungen bei Amazon jetzt der Vergangenheit an. (Foto: Shutterstock)

Zumindest in den USA gehört dieses Dilemma ab sofort der Vergangenheit an. Amazon hat den Mindestbestellwert vorerst gekippt und bietet einen kostenlosen Versand für Kleingegenstände auch für Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft an. Mit dem Vorstoß will Amazon gezielt kostenbewusste Käufer ansprechen, die aufgrund des Mindestbestellwert bislang vor allem bei eBay einkauften.

Diese Produkte verschickt Amazon jetzt kostenlos

Der neue Service gilt per se aber nicht für das gesamte Sortiment von Amazon. So werden Produkte nur dann kostenlos verschickt, wenn sie bis zu 230 Gramm wiegen. Darunter fallen beispielsweise Kosmetikartikel, Mode-Accessoires oder Elektronikzubehör. Der Warenwert dieser Artikel beträgt oft nicht mehr als zehn US-Dollar. Die Lieferzeit der mehrheitlich von Drittanbietern versendeten Artikel gibt Amazon mit vier bis maximal acht Tagen an. Extra für dieses Programm hat der Konzern ein eigenes Warenlager im US-Bundesstaat Kentucky errichten lassen. Ob und wann Amazon auch in Deutschland einen kostenlosen Versand für Kleingegenstände anbietet, ist nicht bekannt.

via www.bloomberg.com

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4 Reaktionen
Guter Fortschritt
Guter Fortschritt

Nur damit es klar ist: Ich bin nicht für oder gegen Amazon oder Prime. Es geht nur darum das Amazon vieles deutlich besser kommunizieren könnte und seine Probleme oder Optimierungen besser erkennen sollte.

Libri hat hochautomatisierte gigantische Random-Access(Wahlfreie = "chaotische" = COMPUTER-BASIERTE Lagerhaltung). Ein Medikamenten-Dienst der 2 mal täglich die Apotheken beliefert hat 70-80% der Waren vollautomatisch verteilt und verpackt und nur der Rest wird von Menschen erledigt. Zahncreme vollautomatisch in Luftpolsterhüllen stecken ist gängige Roboter-Technik. Siehe die Abfüllungen von Nudeln, Müsli, Cornflakes usw. wo auf das genaue Gewicht geachtet wird. %0 Humans - 100% Robots. Die Klima-Konditionen bei Amazon in USA mitten im Winter (und vielleicht auch im Sommer) sind wohl nicht so toll.

In USA sind die Renditen für Produkte vielleicht höher als hier. Da kann die Zahncreme das Porto locker mitbezahlen. Hier dank Discountern aber vielleicht nicht. Apotheken verdienen an teuren Marken-Medikamenten prozentual und absolut wohl weniger als an günstigen Generika(Nachbau)-Medikamenten. (ob das für USA oder Deutschland gilt habe ich vergessen). Marketing-Pull-Strategie mindert die Händler-Renditen weil jeder es haben muss. Siehe iPhone bei Mobilfunk-Providern wo die wohl angeblich nicht viel dran verdienen.
Es gibt übrigens auch Friseur-Ketten die dazu dienen viele Produkte bestimmer Hersteller zu verwenden. Gutgehende Tochterfirmen die bei der schwächelnden Mutterfirma einkaufen müssen gibts ja auch.
Viele Plus2.0-Produkte könnten auch dazu gehören: Produkte deren Marktanteil (durch Null-Gewinne) aus irgendwelchen Gründen (z.b. Vertriebler-Boni nach Menge) hoch gehalten werden soll und Gewinne weniger relevant sind. Dafür stehen manche Hersteller (oder deren Vertriebs-Abteilungen) vielleicht Schlange.

Nicht jeder hat eine Hausfrau zu Hause oder kann Pakete auf die Arbeit schicken lassen oder zu Hause arbeiten. Dann muss man Paketstationen oder Post-Filiale direkt oder Hermes-Shop nehmen was bei normalen Produkten bei Amazon auch eigentlich immer geht aber dummerweise bei den Abo-Produkten oder Plus-Produkten anscheinend nicht.

Ein Blogger wird vermutlich aufdecken welche vom Qualitäts-Journalismus übersehene zentrale Eigenschaft die Plus2.0-Produkte haben. Darüber werden die Diskussionen nicht gehen. Sondern darum ob sich Prime lohnt oder nicht. Die meisten Sachen die ich bestelle sind von Marketplace. Auch weil Amazon die selber nicht anbietet.
Wenn man kann findet man einen Händler mit "verkauft von ACME GmbH&CoKG.iGr... aber geliefert und verpackt von Amazon".
Wenn man die Kommentare bzgl Amazon sieht lästern gerne viele Internet-Verhinderer über Amazon. Aber auch die anderen blicken in relevanten Details nicht überall durch. Siehe doch Qualitäts-Presse über Themen wo Du Dich auskennst... Gleiches gilt für Technische Themen oder auch Amazon und praktisch alles was mit Internet zu tun hat.

Das Hauptproblem ist jetzt folgendes:
Wenn viele Kunden sich denken "Ich hätte ohne Prime die Sachen ja auch bekommen und hätte die 50 Euro sparen können" fühlen die sich betuppt und so ein Gefühl kriegt man selten wieder weg. In vielen Gegenden kommt man nur ein paar mal im Jahr in die Stadt und lebt den Rest der Zeit auf dem Lande. Da ist man gewohnt auf Vorrat zu kaufen. Es müsste also klarer als bisher kommuniziert werden was Prime bringt und was nicht bzw. welche Alternativen es gibt. Amazons Kommunikation und Erklärungen könnten besser sein. Und das erkennt man vermutlich bald an Diskussionen Prime vs. Mindestbestellwert-Freie Waren.

Das Amazon-Lovefilm wohl immer noch existiert und !BluRays! und DVDs als Monats-Flatrate versendet weiss vermutlich auch kaum jemand. Oder das man (ausser Japan und China) mit seinem Zugangsdaten in allen ausländischen Amazons (Spanien, Italien gibts noch nicht so lange) bestellen kann wissen viele vermutlich auch nicht. Aber warum braucht man Kreditkarte wenn man Lastschrift für .de macht ??? Läuft doch eh alles über Amazon-Luxemburg. Zumindest die App-Käufe glaube ich.

Amazon ist nicht gut darin seine Angebot klar zu erklären.
Auch kümmern sie sich zwar um die Kunden und sind kulant. Aber sie erkennen die Ursache von Problemen und Rücksendungen oft eher nicht und sind z.b. nicht so schlau die Anleitungen von Produkten oder eigene Fotos oder EANs systematisch anzubieten. Zurückgeschickte Produkte muss man eh in die Hand nehmen und kann sie knallhart durchchecken und alle Daten erfassen.
Bluetooth-Profile, USB-IDs, PCI-IDs aber auch Ampere bei USB-Hubs oder USB-Anschlüssen in Bluray-Playern oder Fernsehern sind relevante Dinge.
Das Amazon Kleidung und Schuhe ausmisst sollte normal sein. Vermutlich müssen die für diese triviale (und ur-alte) Idee erst ein Startup für Milliarden aufkaufen. Nicht jeder hat Einheits-Größen wie im Kommunismus oder Mittelalter. Gleich richtig kaufen spart Rücksende-Aufwand. Denn Zeit ist Geld.

Es gibt auch fragwürdige Rezensionen wo genau das kritisiert wird was in der Anleitung steht. Wären die Anleitungen verfügbar wären diese Rezensionen offen als fragwürdig kommentiert. Erinnert an Bezahl-Poster welche die PR-Aussagen der Konkurrenz verbreiten.

Amazon, Uber und viele andere denken das sie zu 100% perfekt und nicht verbesserbar sind oder nur durch Boni-Manager mit Millionen-Bonis. Der kleine Kunde weiss das Gegenteil und was man alles besser machen sollte oder zumindest was alles nicht gut funktioniert.

Die Kunden-Fragen seit ein paar Monaten bei den Produkten stammen vom Amazon-China welches optisch so aussah wie Amazon aber in Details anders war. Schon vor 5-10 Jahren konnten die Kunden in China Fragen stellen. Beliebt z.b. "Ist da englische Sprachspur ? Zwangs-Untertitel ?". Schau mal wie ultragünstig LEGALE Medien bei Amazon-China kosten. 19% Einfuhr-Umsatz-Steuer und Zollbesuch einkalkulieren. 10 Yuan waren damals 1 Euro. Gib dort die Namen von TV-Serien oder Spiel-Filmen ein. Da frage ich mich ob die chinesische Regierung oder die EU-Kommission uns besser leben lässt.
Und warum Amazon Jahre dafür brauchte.
Noch ein Indiz das die Ausmessung und digitale Erfassung von Produkten (Stromaufnahme, Bluetooth-Profile,...) sinnvoll ist.

Aber die empfohlenen Produkte sind seit Jahrzehnten oft nicht wirklich passend.
Amazon kocht mit recht kaltem Wasser. Nur die schnelle Lieferung für die Prime-Mitglieder und die Kulanz gleichen es aus. Und die Rezensions-Texte wo man die Guten aber selber finden muss was bei non-Mainstream-Produkten ohne Rezensionen aber auch nicht hilft.

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Philipp Blum
Philipp Blum

Ach, ich finde das eigentlich schon in Ordnung. Man darf auch den ganzen Hintergrund-Prozess nicht vergessen. Da sucht jemand die Waren heraus, dann packt jemand das Paket, dann wird es verschickt und muss vom Postboten in den Briefkasten gepackt werden. Das ist ein enormer Aufwand fuer einen 2 Euro Lippenstift, der am Ende eine Marge von einem Euro hat. Wie willst du das denn protitabel gestalten? Bei Prime bekommen sie zusaetzlich noch 40 Euro im Jahr. Fuer gewoehnlich holen sich nur Leute Prime, die sowieso oefter und auch mehr bestellen. Da ist es dann in Ordnung, wenn man mal keine Marge hat, bei anderen Produkten aber mal eben 300 Euro verdient. So macht man die Stammkunden zufrieden.

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Guter Fortschritt
Guter Fortschritt

Der Mindermengen-Aufschlag ist hier doch m.W. "nur" 3-4 Euro. $9 für "innerhalb eines halben Tages New York" nicht kritisiert sollte damit ja wohl keine Probleme haben...
Bisher musste man Einzelbestellungen aber wirklich über Ebay o.ä. organisieren.
Man sollte sich auch das Back-End ansehen. Evtl sind das Dinge die hier per Warensendung/Einwurf-Einschreiben also per Briefkasten und ohne persönliche Übergabe durch Postboten geliefert werden können.
Im Prinzip sollte Amazon alle eigenen Produkte mit bestimmten Abmessungen auf diese Weise anbieten. Vielleicht ist das auch ein Trick um "Amazon stress-less" (also kleinere) Verpackungen durchzusetzen weil viele Produkte vielleicht 2mm zu dick sind um in den Briefkasten zu passen.

Auch fehlen vermutlich die Market-Place-Angebote. Wenn man z.b. verschiedene Katzenfutter-Sorten probieren will muss man ziemlich viel bestellen um auf 29 Euro zu kommen.

Abruf-Abo-Modelle für Zahncreme, Deo-Roller usw. weit unter 29 Euro gibts ja auch schon in Deutschland. "Schlauerweise" kann man die oft wohl nur nach Hause und nicht an "Postfiliale Direkt" und auch nicht an Hermes-Stationen schicken lassen wie es mit den meisten anderen Amazon-Bestellungen problemlos geht.

Die Öffnung ist aber zu begrüßen. Man sollte sie aber verständlich kommunizieren also was dazugehört und was nicht und dabei scheitern Qualitäts-Journalisten und Amazon oft wohl leider.
Die Foren werden vermutlich voll mit falschem Halbwissen werden. Dann braucht Amazon sich nicht wundern wenn die Prime-Kunden weniger werden oder tausendfach kündigen weil sie den Unterschied nicht kennen.

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Tom
Tom

Da ist ja viel hätte wäre wenn im Kommentar. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung wie die Post in den USA funktioniert und ob das vergleichbar ist mit Deutschland. Aber klar, mit Halbwissen zu der Dicke eines Briefes werden sich die Kommentarspalten füllen... Oder etwa nicht?
Davon abgesehe bin ich Prime Kunde und der Vorteil dabei ist doch nicht, dass ich für Prime Artikel kein Porto bezahle. Ich bekomme die Artikel morgen. Je nach Artikel kann ich bis abends um ca. 19 Uhr bestellen und (zumindest hier) kommt das am nächsten Morgen um 10 Uhr an. Und gerade wenn man mehrere Artikel zusammen bestellt, ggf. nicht Prime-Artikel, Drittanbieter, Marketplace, etc.. dann kommen so oder so Versandkosten zusammen. Und wenn von denen dann ggf. wieder was wegfällt, ist es ja OK bzw. ein weiterer Vorteil als Prime Kunde.
Dazu kommt ja noch billiges Video on Demand, das immerhin brauchbar ist.
Nicht zuletzt bin ich aber bei Amazon wegen dem Service. Selbst nach einem Jahr kann man problemlos Sachen zurückgeben wenn sie nicht richtig funktionieren. Einfach melden, Versandetikett ausdrucken und wenig später ist die Gutschrift da. Bei jedem anderen Laden wird mir hingegen unterstellt, dass ich selbst Schuld bin oder gesagt, dass ich die Garantie des Herstellers anstatt Gewährleistung in Anspruch nehmen soll, es wird ein Kostenvoranschlag gemacht anstatt Gewährleistung anerkannt, die Firma gibt es nicht mehr da pleite, natürlich Versandkosten selber zahlen, alles kommt unrepariert zurück,...
Die Kosten für Prime sehe ich durch VoD und im Studententarif nicht wirklich kritisch. Artikel sind oft wenige Euro über dem besten Preis, dafür weiß ich, dass ich immer 0,0 Stress habe.
Alle anderen Anbieter können das nicht, leider. Wenn es einer besser kann habe ich kein Problem zu wechseln.

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