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Amazon Pages: Social Commerce vor dem Neustart

Mit den Amazon Pages startet der digitale Marktplatz einen neuen Marketing-Service für Unternehmen und Marken. Diese können pünktlich zum Weihnachtsgeschäft individuelle Unternehmensseiten unter dem Dach von Amazon erstellen und darüber ihre Produkte bewerben.

Amazon Pages: Social Commerce vor dem Neustart

Amazon Pages: Cleveres Marketingtool für Hersteller

Ohne groß Tamtam zu machen, hat Amazon die Pages an den Start gebracht. Was sich zunächst auch gar nicht so spektakulär anhört, könnte allerdings nicht nur für Auswirkungen haben, sondern weite Kreise bis hin zu Facebook ziehen und einen Neustart für den bedeuten. Doch zunächst ein Blick auf die Amazon Pages selbst.

Amazon verortet die Unternehmensseiten unter den Amazon Services. Der eigentliche Service besteht dabei aber aus den bereitgestellten Tools, mit denen die Amazon Pages schnell und einfach aufgebaut werden sollen. Über einen Page-Editor werden den Unternehmen eine Reihe von vorgefertigten Templates angeboten. Diese haben unterschiedliche Schwerpunkte und können später immer wieder an gerade aktuelle Kampagnen angepasst werden. Es gibt beispielsweise Templates, die ein Produkt in den Mittelpunkt stellen oder auch solche, die eine Markenbotschaft transportieren. Die Templates bestehen dabei aus verschiedenen Widgets, die jeweils separat mit Inhalten gefüttert werden können.

Eins der drei momentan zur Auswahl stehenden Templates für die Amazon Pages.

Welche Möglichkeiten es genau gibt und wie man sie am besten einsetzt, erklärt ein Amazon Pages-Guide (PDF).

Der erste Eindruck zählt, auch bei Amazon

Als zentrales Design-Element platziert Amazon auf den neuen Pages das sogenannte Hero-Element. Dabei handelt es sich um nichts anderes als um einen Header, der die Besucher der Page begrüsst. Dazu können die Unternehmen eine hochauflösende Grafik einbinden, die zentral im oberen Bereich der Page platziert wird. Darunter folgen dann je nach Template weitere Elemente für Produkte und Links. Zu guter Letzt bekommen die Marken dann auch noch eine sprechende URL nach dem Muster www.amazon.com/markenname. Derzeit werden die Vanity-URLs aber noch beim Aufruf in eine ID umgewandelt. Ein erstes Beispiel ist die Amazon Page von Lipton.

Die Amazon Page von Lipton gehört zu den ersten individuellen Markenseiten bei Amazon.com.

Amazon Pages bekommen Facebook-Anbindung

Zum neuen Markenservice von Amazon gehört auch die Anbindung an Facebook. Damit werden die Pages so etwas wie eine Social-Commerce-Lösung für Facebook, die von E-Commerce getriebenen Unternehmen schon lange ersehnt wird. Über den Like-Button können Marken zusätzlich neue Fans für ihre Fanpage bei Facebook generieren. Doch der umgekehrte Weg dürfte noch interessanter sein.

Mit den Posts bekommen die Amazon Pages ein interessantes Marketinginstrument zur Verknüpfung mit der Facebook-Fanpage.

Über sogenannte Amazon Posts können Marken über ihre Amazon Page Beiträge veröffentlichen, die auch direkt zur Facebook-Seite weitergeleitet werden. Wird also ein neues Produkt beworben, kann ein Unternehmen per Crossposting auch Kunden via Facebook adressieren. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, können die auf 140 Zeichen begrenzten Posts auch im Vorfeld geplant und zur gewünschten Zeit automatisch veröffentlicht werden. Auch Bilder können natürlich zu einem Amazon Post hinzugefügt werden.

Die Begrenzung auf 140 Zeichen dürfte nicht zufällig gesetzt worden sein, sondern deutet vielmehr auf eine künftige Integration einer Twitter-Anbindung hin. Aktuell ist davon aber noch nichts zu sehen.

Dafür liefert Amazon aber schon mit dem Start einer Page Statistiken über den Erfolg der Seite. Über Amazon Analytics sollen die Seitenbetreiber erkennen können, wie gut die Performance der Page ist. Weitere Statistiken werden sicherlich im Laufe der Zeit noch hinzukommen.

Die Analytics für die Pages scheinen sich noch im Aufbau zu befinden.

Jede Marke kann derzeit nur eine Amazon Page anlegen, dafür ist deren Erstellung und der Betrieb samt der Amazon Posts kostenlos. Ob es zukünftig möglich sein wird verschiedene Pages für eine Marke anzulegen, vielleicht als Bezahloption, oder ob noch weitere Social Networks integriert werden, ist noch nicht klar.

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5 Antworten
  1. von Sonja Greye via facebook am 21.11.2012 (12:31Uhr)

    Hört sich interessant an!

  2. von Julian am 21.11.2012 (12:35Uhr)

    Gibt es die Funktion nur für Marken oder ist das auch irgendwann für Shops im Marketplace gedacht?

  3. von Falk Hedemann am 21.11.2012 (12:38Uhr)

    Gute Frage Julian, kann ich Dir leider noch nicht sagen. In den von Amazon bereitgestellten Informationen steht davon momentan noch nichts. Logisch wäre der Schritt aber auf jeden Fall.

  4. von Daniel Web via facebook am 21.11.2012 (14:21Uhr)

    Vielleicht schaffen die es ja auch vor Facebook, dass ein Impressum ohne Infofeld- und app-Geraffel eingebunden werden kann. Ich frage mich, warum es da keinen Shitstorm gegen Facebook selbst gibt angesichts dieser Ignoranz. Und ich wette, Facebook könnte ein entsprechendes Feature binnen weniger Tage im gesamten System deployen...

  5. von Die Woche in Links (47/12) | gumpelmedia am 26.11.2012 (10:33Uhr)

    [...] Amazon Pages: Social Commerce vor dem Neustart [...]

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