t3n News

http://techcrunch.com/2015/11/29/amazon-shows-off-new-prime-air-drone-with-hybrid-design/

Amazon Prime Air: Neue Drohnen-Generation vorgestellt

Amazon hat seinen hauseigenen Drohen-Modellen, mit dem der E-Händler künftig Pakete ausliefern möchte, ein Upgrade verpasst. Die neue Amazon-Prime-Air-Drohne, hebt ab wie ein Hubschrauber und fliegt wie ein Flugzeug. Vorgestellt hat sie kein anderer als Amazon-Neuzugang Jeremy Clarkson, auch bekannt als Ex-Top-Gear-Moderator.

Amazon Prime Air: Neue Drohnen-Generation vorgestellt

Amazon Prime Air. (Bild: Amazon)

Amazon-Prime-Air-Drohne: Das Quadrocopter-Konzept hat ausgedient

So sieht die neue Amazon-Prime Air-Drohne aus. (Bild: Amazon)
So sieht die neue Amazon-Prime Air-Drohne aus. (Bild: Amazon)

Amazons Prime-Air-Drohne der ersten Generation war noch ein Quadrocopter, also ein Flugkörper mit vier Rotorblättern. Beim neuesten Modell hat Amazon Abstand von diesem Design genommen und setzt stattdessen auf eine Art Flugzeug. Die Drohe kann zwar weiterhin senkrecht abheben, befindet sie sich aber in der Luft, wird ein Propeller aktiviert.

Durch kleine Tragflächen kann die Drohne wie ein Flugzeug durch die Luft gleiten, was energiesparender als das bisherige Konzept ist, bei dem die vier Rotorblätter das Fluggerät in der Luft hielten. Die neue Drohne soll laut Amazon eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern und eine Geschwindigkeit von 90 Kilometer pro Stunde erreichen können. An der Flughöhe von circa 120 Metern hat sich indes nichts geändert. Das Flugkonzept ähnelt interessanterweise dem des Schweizer Startups Wingtra, dessen Drohne aber mit 60 Kilometern eine höhere Reichweite erzielen kann.

Amazon Prime Air: Ganze Drohnen-Familie geplant

Die neue Drohnen-Generation ist größer als die bisherigen Prime-Air-Modelle und wiegt mit 52 Kilogramm auch nicht wenig. Damit die Flugkörper nicht versehentlich jemanden verletzen, verfügen sie über eine sogenannte „Sense-and-Avoid“-Technologie, mit der Dinge erkannt und umflogen werden können. Außerdem hat Amazon seinen Fluggeräten einen gewissen Grad an Automatisierung verabreicht, damit sie beispielsweise eigenständig nach einem ausreichend großen Landeplatz suchen können.

In ländlichen Regionen dürfte das Drohnen-Flugzeug durchaus funktionieren, in der Stadt ist wohl eher ein kleineres Fluggerät vonnöten, das weniger Raum zum Landen benötigt. Wie Ex-Top-Gear-Host Clarkson im Video ankündigt, ist Amazon allerdings dabei einen regelrechten Drohnen-Fuhrpark zu entwerfen – womöglich um viele Liefer-Szenarien abdecken zu können.

Auch wenn Amazon eifrig experimentiert und neue Drohnen-Designs entwickelt, ist immer noch nicht klar, wann der E-Händler flächendeckend mit der Auslieferung mithilfe dieser Fluggeräte beginnen kann. Außer einer ausgefeilten Technik fehlen derzeit auch eine entsprechende Erlaubnis, Drohnen autonom, also ohne Sichtkontakt eines Piloten fliegen zu lassen. Die US-Zulassungsbehörde FAA arbeitet derzeit allerdings an einem entsprechenden Regelwerk, von dem auch beispielsweise Google profitieren wird, die ihre eignen Drohnen ab 2017 im US-Luftraum fliegen lassen wollen.

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
3 Antworten
  1. von Schön. Simple Tätigkeiten automatisier… am 30.11.2015 (12:57 Uhr)

    In Flächen-Ländern sind die Häuser auch nicht an der Landstraße.

    Die giga-trucks von Australien hätten also solarzellen und würden die drohnen aufladen und von dort würde man an der hausnummer abheben und die dvd droppen. QR-Codes an der Plattenbausiedlung oder am Drop-Point machens möglich. Ist das Trampolin doch zu was nutze... Die coolsten Drop-Points kriegen Photos auf der Amazon-Site und 1 Jahr Prime kostenlos.
    Wessen QR-Code nicht gefunden wird, kann 20 km zur Post mit kleinen Öffnungszeiten fahren. Har har har. So läuft Konditionierung... Da schert keiner aus um sein Drone-Delivery-Privileg nicht zu verlieren.
    Der Drop-Points inclusive Paket werden natürlich fotografiert und realtime dem Empfänger gemailt. Auch ein Hint an DPD und das Self-Routing von Paketen: Seit mein Handy eine Kamera hat, will ich schon das Pakete fotografiert und dem Empfänger das Bild gemailt wird wo es herumliegt oder wer es in seine Finger bekommen hat. Ist wohl zu kompliziert...

    Afrika, Kanada,... Alles Gegenden wo Drohnen die von Mutter-Flugzeugen automatisiert abgeworfen werden Sinn machen würden.
    Ich als Amazon hätte längst Solar-Parks aufgebaut wo Drohnen Zwischenlanden und aufladen bzw. frische Akkus reingeschoben kriegen können.
    Eine Leere Drohne ist viel leichter und könnte sich an Sammelpunkten einfinden um dort von der Laterne in den Amazon-Truck reinzufallen/reinzugleiten...
    Die Ideen gabs schon vor Jahren. Wie üblich wurde man gemobbed und konnte es in Deutschland nicht auf eigene Kosten ohne Subventionen realisieren. Jetzt machen es US-Firmen...
    Habt Ihr die Regierung mal angefragt wie sie die bald vielleicht Millionen Arbeitslosen Taxifahrer (RoboCars, Mitnahme-Systeme Uber2.0), Autobauer (Tesla-Billig-Modell für nur 35.000$) und Paketboten (durch Drohnen replaced) einsetzen möchte ? 1-Euro-Jobs wie unter rot-grün und dem neuen Markt ?

    Antworten Teilen
  2. von Martin am 30.11.2015 (13:54 Uhr)

    1) Ein Rotorblatt reicht nicht für einen Rotor.
    2) Ein Propeller ist ein Rotor.
    3) »Drohnen-Fuhrpark« ist Unsinn. Wenn dann »Drohnenflotte«.

    Antworten Teilen
  3. von Stephan am 30.11.2015 (14:25 Uhr)

    Hi Redaktion, Amazon nervt langsam... es gibt viel zu viele Hürden in der Praxis für so eine Drohnenflotte. Habt Ihr nicht genügend Vorstellungskraft Euch mal zu überlegen, was wohl passiert, wenn plötzlich jeder Einzelhändler einen Drohnenliederservice anbieten würde? Vom Pizzaservice mal abgesehen? Dann schaut mal aus dem Fenster und stellt Euch hunderte von Drohnen pro Kubikkilometer vor. Kein Mensch will soetwas. Notfalldrohnen oder eilige Arzneimittel lass ich mir noch eingehen, aber wenn Tante Frieda sich demnächst ihre Blümchenblusen via Drohne bestellt, führt das zu einer Einschränkung der Lebensqualität. Es ist also eine Belastung für die Umwelt.
    Wann nehmt Ihr mal zur Kenntnis, das Ihr einer witzigen PR Nummer auf den Leim gegangen seid? Das dient alles nur dazu, dass Amazon fürs Weihnachtsgeschäft nochmal Tageshespräch wird.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?