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Analyse

Amazon-Prime-Day 2017: Aufreger oder lohnenswertes Einkaufsevent?

    Amazon-Prime-Day 2017: Aufreger oder lohnenswertes Einkaufsevent?

Der Amazon-Prime-Day 2017 wird wieder kontrovers diskutiert. (Foto: Frank Gaertner / Shutterstock.com)

Der Amazon-Prime-Day 2017 ist zu Ende. Wir haben die Angebote für euch ausgewertet und erklären, ob sich die Schnäppchenschlacht lohnt. Die Antwort ist eindeutig.

Der Amazon-Prime-Day ist ein Großereignis. Das Event wird von Amazon mit sehr viel Aufwand angepriesen, die mediale Berichterstattung ist groß – im Ergebnis zieht der Prime Day Unmengen von Käufern an – aber auch Verbraucherschützer und Händlerverbände, die Kritik äußern. Wir haben für euch 33 Angebote ausgewertet, und zusammen mit einer Auswertung des Portals Vergleich.org ergibt sich so eine deutliche Antwort auf die Frage, ob der Prime Day ein Aufreger ist oder ein lohnenswertes Einkaufsevent.

Unverbindliche Preisempfehlungen und Streichpreise irrelevant

„Streichpreise“ und „Unverbindliche Preisempfehlungen“ sind nichts anderes als eine Werbeform. Das lässt sich auch bei Amazon so festhalten. Und Werbung kann man nicht blind vertrauen. Deshalb gilt, was wir seit dem ersten Prime Day schreiben: Vergleicht alle Angebotspreise mit den Marktpreisen. Allerdings ist das nichts Besonderes – Preise vergleichen muss der Verbraucher immer. Wichtiger als utopische, unverbindliche Preisempfehlungen und fantasievolle, prozentuale Ersparnisse ist die Frage, ob unter dem Strich ein echtes Ersparnis vorhanden ist.

Während des Prime-Days haben wir zufällig, aber nicht willkürlich, 33 attraktive Angebote des Prime Days ausgewählt, Preise verglichen und veröffentlicht. Die Auswahl erfolgte anhand der subjektiven Einschätzung des zuständigen Redakteurs, ob das Produkt für Technik-Fans interessant ist oder nicht. Auch die Redaktion von Vergleich.org hat 150 Angebote verglichen.

Preisvergleich am Prime Day: Schnäppchen überwiegen deutlich

Die nicht repräsentative Erhebung von t3n hat ein deutliches Bild ergeben: Fünf von 33 Produkten waren bei Idealo billiger erhältlich, damit war bei 28 Produkten eine Ersparnis von durchschnittlich 17,81 Prozent im Vergleich zum Marktpreis am Prime Day möglich. Die Auswertung von Vergleich.org stützt das Bild: zwei von 150 Produkten waren bei Idealo billiger erhältlich, damit war bei 148 Angeboten eine Ersparnis von durchschnittlich 22,32 Prozent im Vergleich zum Marktpreis am Prime Day möglich.

Der Marktpreis wurde anhand der Preissuchmaschine Idealo ermittelt. Bei Produkten, die ausschließlich über Amazon gehandelt werden, wurde über de.camelcamelcamel.com oder Keepa der letzte Verkaufspreis bei Amazon ermittelt. (Grafik: t3n/Jochen G. Fuchs)

Blick in die Kategorien: Ersparnisse zwischen 17 und rund 26%

(Grafik: Vergleich.org)

Fazit: Amazon-Prime-Day bleibt auch 2017 ein lohnenswertes Einkaufsevent

Der Aufgabe der Verbraucherschützer, den Konsumenten vor irreführender Werbung zu schützen, sind die Verbände nachgekommen. Das ist auch gut so. Auch wenn es kaum noch Verbraucher geben dürfte, welche die überzogenen UVPs und Streichpreise bei Amazon für bare Münze nehmen.

Mit rund 18 Prozent Ersparnis in der t3n-Auswertung beziehungsweise rund 22 Prozent in der Vergleich.org-Auswertung liegt die tatsächliche Ersparnis deutlich unter den angezeigten Rabatten.Laut Vergleich.org betrug die von Amazon auf der jeweiligen Produktdetailseite kommunizierte Ersparnis pro Produkt im Durchschnitt 37,03 Prozent. Aber die Rabatte sind vorhanden und lohnenswert. Der Vergleich mit Marktpreisen ist trotzdem Pflicht.

Den Vorwurf der schnell ausverkauften Lockangebote, der immer wieder  auch in den sozialen Medien auftauchte, ist nicht zu bestätigen. In unserem Test war von 33 Angeboten lediglich eines innerhalb der ersten Stunde ausverkauft. Alle anderen waren für einen angemessenen Zeitraum verfügbar. Die Verfügbarkeit variiert je nach Nachfrage, was für Aktionsangebote ein bekanntes Phänomen darstellt.

Prinzipiell ist aus Verhandlungen von Amazon mit Marketplace-Händlern auch bekannt, dass der US-Konzern Wert auf ausreichende Bevorratung seitens der Partner und eine Kontrolle der historischen Preise legt – eben damit die Angebote nicht zu teuer und zu schnell verkauft werden. Bis zu 40 Prozent der Angebote sollen von Händlern stammen. Für die eigenen Angebote handelt Amazon Einkaufskonditionen mit der Industrie aus. Da ist es wahrscheinlicher, dass Teile der Rabatte zu Lasten der Industrie gehen als zu Lasten der Verbraucher.

Letztes Update: 17. Juli 2017

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Eine Reaktion
Uwe
Uwe

Wieso veröffentlicht man so einen Quatsch? Auch wenn brav erwähnt wird, dass es nicht representativ ist. Amazon hat 237 Mio. Produkte im Sortiment. 150 davon sind analysiert worden. Das sind ~ 0.00006%. Selbst bei den >100.000 Produkten, die am Prime Day im Angebot waren, blickt man nur auf 0,15% der Produkte mit diesem Mini-Warenkorb..

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