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Analyse

Amazon-Prime-Day: So gut lief der Schnäppchentag wirklich

    Amazon-Prime-Day: So gut lief der Schnäppchentag wirklich

An einem Tag den Wochenumsatz erreichen: Das wünscht sich jeder Händler. (Foto: Jeramey Lende)

Amazon hält sich dezent zurück, wenn es um konkrete Zahlen zu einer Aktion geht. Externe Zahlen legen jetzt nahe, dass am Prime-Day im Juni so viel Ware abgesetzt wurde wie sonst in einer Woche.

Ein Sommerloch gibt’s bei Amazon nicht. Seit drei Jahren veranstaltet der E-Commerce-Marktführer im Sommer den Prime-Day, der alljährlich für neue Verkaufsrekorde sorgt. In diesem Jahr war es am 11. Juli soweit. Das Beratungsunternehmen Metoda hat im Rahmen seines E-Commerce-Index analyisert, wie erfolgreich der Prime-Day vergangenen Monat wirklich war.

Der Prime-Day sorgte laut Metoda dafür, dass der Juli für Amazon der nachfragestärkste Monat im bisherigen Jahr 2017 war. 14 von 15 Kategorien verzeichneten eine steigende Nachfrage, die Garten-Kategorie trotz der passenden Temperaturen ironischerweise nicht. Dass sich der Prime-Day seit 2015 zum stärksten Verkaufstag entwickelt hat – noch vor den „heißen Tagen“ Ende November, die das Advents- und Weihnachtsgeschäft einläuten – hat Amazon zwar schon kommuniziert, Details dazu blieb das Unternehmen allerdings wie so oft schuldig.

Amazon: Jedes Jahr ein neuer Rekord zum Prime-Day

Mehr als sieben Millionen Bestellungen dürften es aber schon gewesen sein – diesen Wert nannte das Unternehmen im vergangenen Jahr. Und das alles dürfte auch mit einem kleinen Marketing-Trick zusammenhängen: Denn anders als in den Vorjahren dauerte der „Tag“ ganze 30 Stunden, sodass die Kunden zwei Abende lang die Gelegenheit hatten, Amazon die Website leerzukaufen. Ein neuerlicher Absatzrekord kann da nicht verwundern.

Sehr gute Geschäfte bestätigt jedenfalls die Nachfrageanalyse für den Metoda-E-Commerce-Index. Hierfür werden allmonatlich die Zahl der Bestellungen der insgesamt 1.500 nachfragestärksten Produkte in 15 Amazon-Hauptkategorien ermittelt und analysiert. Die monatlichen Ergebnisse werden mit den Basiswerten aus dem Januar 2017 verglichen. In jeder einzelnen Kategorie steht der Indexwert 100 dabei für das exakte Nachfrageniveau aus dem Januar 2017. Der Gesamtindex entspricht bei 1.500 Punkten der Januar-Nachfrage.

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Fast überall steigt die Nachfrage

In 14 von 15 Kategorien ist die Nachfrage im Juli angestiegen. Im Schnitt weist der Index dabei einen Sprung um rund 15 Punkte pro gemessener Kategorie nach. In Summe kletterte der Index im vergangenen Monat um 226 auf 1.732 Punkte. Mit dem Prime-Day hat Amazon also ganz offensichtlich ein probates Mittel gegen die mittsommerliche Konsummüdigkeit der Kundschaft gefunden. „Tatsächlich zeigen unsere Berechnungen, dass Amazon.de am Prime-Day 2017 in etwa so viel Ware abgesetzt hat, wie sonst in einer ganzen Woche. Die Verlängerung der Angebotsparade auf 30 Stunden hat sich so auf jeden Fall ausgezahlt“, erklärt Stefan Bures, Co-Gründer und CEO von Metoda.

Kategorien: Auto und Elektronik boomen, Gartenartikel schwächeln

Und auch wenn der Prime-Day die üblichen saisonalen Trends überstrahlt, gibt es Gewinner und Verlierer. Überraschender Wachstumsstar im Juli war die „Auto“-Kategorie. Hier stieg der Wert um satte 22 Punkte auf 133 Punkte. Ebenfalls einen starken Monat absolvierte die Elektronik-Kategorie. Nach eher schwachen Vormonaten legte die Rubrik um 21 Punkte zu und erreichte bei 107 Punkten wieder ein Ergebnis über dem Referenzwert aus dem Januar 2017. Die Kategorie zählt schon traditionell zu den wichtigen Stützen in der Angebotsgestaltung von Amazon. Am Prime-Day traf der Marktführer offenbar mit Handys, Kopfhörern, Tablets und Fernsehern den Nerv der Schnäppchenjäger.

Nur eine Kategorie konnte den Aufwärtstrend bei Amazon nicht fortsetzen. (Bild: Metoda)

Insgesamt schafften es im Juli zehn von 15 Kategorien über die wichtige 100-Punkte-Marke, allen voran die Bereiche Baby, Sport & Freizeit, Lebensmittel und Drogerie. Es gab aber auch einige Kategorien, die trotz Prime-Day-Bonus die 100-Punkte-Hürde nicht überspringen konnten. Dazu gehören die Bereiche Beauty, Küche und Spielzeug sowie das Sommer-Sorgenkind Beleuchtung. Gegen den Trend entwickelte sich erneut die Garten-Kategorie. Sie bleibt mit 261 Punkten zwar der Überflieger im Amazon-Angebot, verlor dabei aber acht Punkte gegenüber dem Vormonat. Dennoch gilt nach wie vor: In keiner andere Amazon-Kategorie ist die Nachfrage seit Jahresstart so stark gewachsen wie im Gartensortiment.

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