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Amazons Rekordverluste: Alles läuft wie geplant [Analyse]

Amazons Rekordverluste: Alles läuft wie geplant [Analyse]

strauchelt, heißt es an vielen Stellen. Ist das so? Unser Gastautor Stefan Hoffmeister betrachtet die akuellen Daten, Zahlen und Fakten zu Amazons Rekordverlust.

Amazons Rekordverluste: Alles läuft wie geplant  [Analyse]

Amazon. (Foto: Robert Scoble / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Ende der letzten Woche hat Amazon die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2014 veröffentlicht. In diesem Beitrag möchte ich einen ausführlichen Blick auf das Zahlenwerk legen.

(Foto: blu-news.org / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)
Die Amazon Gewinnzahlen sind eingebrochen: Investitionen in Logistikzentren, wie hier in Deutschland, scheinen sicherer als Investitionen in neue Hardware – wie beispielsweise das Fire Phone.  (Foto: blu-news.org / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Die nackten Zahlen zum dritten Quartal 2014

Cash Flow und Liquidität

Amazon ist in der Lage einen sehr hohen Cash Flow zu generieren, der sich in den letzten 12 Monaten, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, weiter erhöht hat.

„Operating cash flow increased 15% to $5.71 billion for the trailing twelve months, compared with $4.98 billion for the trailing twelve months ended September 30, 2013. Free cash flow increased to $1.08 billion for the trailing twelve months, compared with $388 million for the trailing twelve months ended September 30, 2013.“ Amazon.com, Inc. | Pressemeldung 23. Oktober 2014

Umsatzentwicklung

„Net sales increased 20% to $20.58 billion in the third quarter, compared with $17.09 billion in third quarter 2013. The favorable impact from year-over-year changes in foreign exchange rates throughout the quarter on net sales was $13 million.“ Amazon.com, Inc. | Pressemeldung 23. Oktober 2014

Die Umsätze sind also um 20 Prozent auf 20,58 Milliarden Dollar im dritten Quartal angestiegen. Dabei gab es nur relativ geringe Währungseffekte, die berücksichtigt wurden.

Verlustentwicklung

„Operating loss was $544 million in the third quarter, compared with operating loss of $25 million in third quarter 2013. Net loss was $437 million in the third quarter, or $0.95 per diluted share, compared with net loss of $41 million, or $0.09 per diluted share, in third quarter 2013.“ Amazon.com, Inc. | Pressemeldung 23. Oktober 2014

An dieser Stelle sollte man einen Blick auf die Ankündigungen werfen, die zu den Quartalszahlen Ende Juli gemacht wurden. Es wurden Umsätze für das dritte Quartal zwischen 19,7 und 21,5 Milliarden Dollar erwartet. Sowie operative Verluste zwischen 810 und 410 Millionen Dollar.

Somit wurde die Umsatzentwicklung im oberen, selbst ausgegeben Rahmen erreicht. Die operativen Verluste halten sich im unteren Drittel der gesteckten Ziele. Somit ist für mich wenig nachvollziehbar, wenn mancherorts von “überraschend schlechten Geschäftszahlen” oder gar von einem “Straucheln des Internetriesen” zu lesen ist.

Infografik zur Umsatzentwicklung seit 2010

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(Grafik: Statista)

Wer sich noch tiefgehender mit den Zahlen zu Amazon und des dahinter liegenden Geschäftsmodells beschäftigen möchte, dem sei eine sehr ausführliche Analyse von Ben Evans empfohlen, die dieser Anfang September veröffentlicht hat: Why Amazon Has No Profits (And Why It Works).

Amazon Aktien Rückkaufprogramm

„Neben starkem Cash-Flow und imposantem Wachstum gibt es noch einen anderen Faktor, der gegen eine negative Börsenbewertung und für einen schnellen Rückkauf der Aktie spricht.“ schreibt Nils Seebach in seiner Einschätzung von Samstag. Weiter heißt es:

„Spannend ist das verbleibende 'Guthaben' im Aktien Rückkaufprogramm von Amazon. Sollte es das Unternehmen wirklich stören, dass der Aktienpreis unterhalb eines bestimmten Niveaus fällt, dann ist die 'Kriegskasse' für Rückkäufe noch gut gefüllt.

'In January 2010, our Board of Directors authorized the Company to repurchase up to 2.0 billion US-Dollar of our common stock with no fixed expiration. We have $763 million remaining under the $2.0 billion repurchase program.'“ Nils Seebach (eTribes Geschäftsführer) | Digitalkaufmann.de 25. Oktober 2014

Zur Aktienentwicklung von Amazon

Am Freitag, den 10. Oktober, musste Amazon teilweise zweistellig prozentuale Verluste einstecken. Die Papiere erzielten am Tagesende in einem freundlichen Marktumfeld als abgeschlagenes Schlusslicht im Nasdaq 100 ein Minus von 8,34 Prozent auf 287,06 US-Dollar.

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Aktienentwicklung von Amazon in den letzten 5 Jahren. (Screenshot: Maxblue)

Zur charttechnischen Einordnung:

„Der Kursverlauf nach den drei größeren Abwärtsgaps im bisherigen Jahresverlauf mahnt allerdings zur Vorsicht: Hier gab es jeweils direkt stärkere Anschlussverkäufe in den folgenden Tagen nach den Abwärtskurslücken. Unterhalb von 277,50 US-Dollar muss man daher spätestens die Reißleine ziehen, wenn man auf eine Aufwärtsreaktion heute spekulieren möchte.

Das übergeordnete mittelfristige technische Bild ist aktuell klar negativ. Die Aktie notiert sowohl unterhalb des EMA50 als auch des EMA200 innerhalb eines Abwärtstrends. Die kommenden Handelstage werden daher im Hinblick auf die wichtige Horizontalunterstützung im Bereich 280,00 US-Dollar auch aus mittelfristiger Sicht sehr interessant. Erst Kurse über der Marke von 320,00 US-Dollar hellen das charttechnische Bild auf. Bis dahin ist die Aktie lediglich für kurzfristig orientierte Trader interessant.“ Henry Philipsson, Technischer Analyst | GodmodeTrader 24. Oktober 2014

Schwierigkeiten und Fehler am Kapitalmarkt

Auch wenn meines Erachtens nach Amazon nie einen Hehl aus seiner Investitionspolitik und der damit bewusst in Kauf genommenen Verluste gemacht hat, stellt sich dennoch die Frage, ob man nicht mehr Zeit und Kapazität investieren sollte, um den Shareholdern und Aktionären die Zukunftserwartungen und Ausgaben besser zu erklären. Hier gelingt es sichtlich immer weniger, die Erwartungen und die damit verbundenen Fragen der Analysten zufriedenzustellen.

Analyst Ben Schachter von der australischen Investmentbank Macquarie fordert denn auch eine umsichtigere Investitionsstrategie: Es sollte mehr Rücksicht auf die Aktionäre genommen werden, schrieb der Experte in einer Studie. „Die Investoren müssten in die Lage versetzt werden, den Grund für die Priorität der Investitionen zu verstehen. Sollte der Aktienkurs weiter deutlich fallen, könnte das aktive Großinvestoren auf den Plan rufen, die sich dann für deutliche Veränderungen bei Amazon einsetzen könnten.“

Noch besser auf den Punkt bringt es Finanzmarktanalyst Stephan Heibel:

Bleiben die enttäuschenden Quartalszahlen von Amazon, die CEO Jeff Bezos gestern präsentierte und die für einen Kurssturz der Aktie von 10Prozent am heutigen Freitag sorgen. In der anschließenden Telefonkonferenz brachte es ein Analyst auf den Punkt: Freie Übersetzung: “Wenn wir Analysten das Management von Amazon nicht nach Kundenanzahl, nicht nach Umsatzentwicklung und auch nicht nach dem Gewinn beurteilen dürfen, wenn wir nicht beurteilen sollen, ob neue Produkte wie das FirePhone oder das Kindle Fire erfolgreich sind oder nicht und wenn wir auch die Entwicklung der Gewinnmarge außer acht lassen sollen, sagen Sie uns doch bitte, woran wir Sie messen sollen, denn jede erdenkliche Kennziffer dieser Quartalszahlen hat mich enttäuscht…”

Vier Quartale hintereinander hat Amazon nun überraschend viel Verlust gemacht. Zudem wurde gestern die Prognose für das alles entscheidende Weihnachtsquartal gesenkt. Könnte es sein, dass Amazon Probleme bekommt? Könnte es sein, dass Jeff Bezos mit dem Rücken zur Wand steht, dass Kindle Fire und FirePhone gigantische Verluste reißen und nicht annähernd die Verbreitung finden, die Amazon sich wünschen würde? Genaue Zahlen werden den Anlegern vorenthalten, wir müssen also spekulieren. Stephan Heibel, Finanzmarktanalyst | Heibel-Ticker 24. Oktober 2014

Die Amazon Investitionen

Ein Überblick zu den Amazon Geschäftszahlen wäre an dieser Stelle unvollständig, würde man die getätigten Investitionen außer acht lassen:

Ausgaben für Technologie und Inhalte

Laut Amazon stiegen die Ausgaben für „Technologie und Inhalte“ – dazu gehört die Entwicklung neuer Produkte, die Lizenzen für Musik und Videos sowie die Datenzentren – im vergangenen Quartal um 40 Prozent. Diese Kosten wuchsen also doppelt so schnell wie der Umsatz. Ausgaben für Technologie und Inhalte zehrten insgesamt 12 Prozent der Einnahmen auf.

Der Wedbush-Analyst Pachter schätzt, dass Amazon in diesem Jahr 1,5 Milliarden Dollar für Inhalte im Video-Streaming-Geschäft ausgeben wird. 2015 sollen diese Ausgaben auf 2 Milliarden Dollar steigen.

Amazon Web Services nimmt sein erstes deutsches Rechenzentrum in Betrieb

Amazon Web Services (AWS) hat in der letzte Woche sein erstes Rechenzentrum auf deutschem Boden in Betrieb genommen. „AWS EU (Frankfurt)“ bildet die elfte technologische Infrastruktur-Region weltweit und die zweite Region innerhalb der Europäischen Union, zusätzlich zu „AWS EU (Ireland)“.

AWS habe sich für eine weitere Region in der EU entschieden, „weil wir in Europa stark wachsen und sich die Nachfrage nach unseren Services stetig erhöht“, erläutert Martin Geier, Geschäftsführer der deutschen Landesgesellschaft, im Gespräch mit IT-Business. Vor allem Mittelständler und Großunternehmen setzten zunehmend auf Cloud-Angebote.

Als „kühne Attacke auf den europäischen Infrastruktur-Markt“ sieht der Forrester-Analyst Stefan Ried den jüngsten Schritt von AWS. Allerdings sei dieser auch dringend erforderlich gewesen, um zu einem regional ausgerichteten Angebot zu kommen. „Mit dieser Ankündigung adressiert AWS nicht nur die typischerweise höheren Bedenken europäischer Anwender bei rechtlichen Anforderungen und Sicherheit, sondern das Unternehmen kann damit auch mehr Glaubwürdigkeit mit den eher konservativ ausgerichteten CIOs in Europa erreichen“, so Ried.

Die Twitch Akquisition

Am 25. August wurde die Übernahme des Streaming-Portals Twitch, für 970 Millionen Dollar bekannt gegeben. Noch vor drei Jahren nutzen erst 3,2 Millionen Spieler diesen Dienst. Inzwischen hat das Portal pro Monat rund 50 Millionen aktive Nutzer, von denen 1,1 Millionen jeden Monat auch eigene Videos streamen.

Zuletzt war Google als Käufer von Twitch gehandelt worden. Doch Google hatte während den Verhandlungen große Bedenken, dass die Kartellbehörden wegen der dominanten Marktstellung von YouTube gegen die Übernahme von Twitch vorgehen könnten. Es hätte zwar die Möglichkeit gegeben, diesen Fall bei einer Vereinbarung zwischen Google und Twitch zu berücksichtigen und Twitch mit einer entsprechenden Summe zu entschädigen, doch sei man sich über die Höhe nicht einig geworden. Schlussendlich erhielt Amazon den Zuschlag: „Broadcasting und Spiele anschauen sind ein globales Phänomen, und Twitch hat eine Plattform entwickelt, die Millionen von Menschen zusammenbringt, die Milliarden Minuten pro Monat Spiele angucken“, sagte Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Mit Angaben von Gamestar und Golem.

Zur finanziellen Einordnung und der Berücksichtigung der Akquisition im Geschäftsbericht verweise ich nochmals auf Nils Seebach:

Wie wird der stolze Kaufpreis von USD842 verbucht? Hauptsächlich als Goodwill und die wirklich gekauften Bilanzwerte wie Technologie oder andere Werte sind mit USD231 relativ gering im Vergleich zum Cash-Wert des dafür gezahlten Kaufpreises. Wie sinnvoll die Akquisition im Zusammenhang mit der Amazon Gesamtstrategie sind, wird sich erst später zeigen. Die hohen „Goodwill“ Buchungen zeigen aber das hier ebenfalls ein erhebliches Risiko steckt, wenn sich die geplanten Synergien nicht ergeben sollte. Nils Seebach (eTribes Geschäftsführer) | Digitalkaufmann.de 25. Oktober 2014

Personalentwicklung

Ein Kostentreiber ist Amazons wachsende Belegschaft. Für neue Lagerhäuser in den US-Bundesstaaten Florida, Kalifornien und Texas musste der Konzern viel Personal einstellen. Im dritten Quartal stieg die Zahl der Mitarbeiter bei Amazon um 36 Prozent auf rund 149.500.

Das Amazon Fire Phone

Für Inventar- und Zuliefererverbindlichkeiten musste der US-Internethändler 170 Millionen US-Dollar aufwenden. Finanzchef Thomas Szkutak sagte darüberhinaus bei einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass Amazon zum Ende des dritten Quartals auf Inventar in Höhe von 83 Millionen Dollar sitze. (WSJ)

Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf

Amazon gibt hierzu an:

Fourth Quarter 2014 Guidance

  • Net sales are expected to be between $27.3 billion and $30.3 billion, or to grow between 7% and 18% compared with fourth quarter 2013.
  • Operating income (loss) is expected to be between $(570) million and $430 million, compared to $510 million in fourth quarter 2013.
  • This guidance includes approximately $470 million for stock-based compensation and amortization of intangible assets, and it assumes, among other things, that no additional business acquisitions, investments, restructurings, or legal settlements are concluded and that there are no further revisions to stock-based compensation estimates.

Amazon.com, Inc. | Pressemeldung 23. Oktober 2014

Die Analystenerwartungen an Amazon für das vierte Quartal wurden übrigens auch hier bereits enttäuscht. So hatten diese vielfach mit einer Zielvorgabe am oberen Ende, bei 31 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet – was einem weiteren YOY Zuwachs von 20 Prozent entsprechend würde.

Wirft man unabhängig von Börsenerwartungen einen Blick auf die Zuwachsraten im deutschen E-Commerce, so verweise ich auf die EHI und Statista Studie, von der ich am Samstag berichtet habe. Dort heißt es: „Der Gesamtumsatz der Top-1.000-Onlineshops betrug in 2013 glatte 30 Mrd. Euro, woraus sich eine Umsatzsteigerung von 4,1 Prozent ergibt – das ist nur rund ein Viertel der Wachstumsrate vom Vergleichsjahr 2012 (16,1 Prozent)“.

Das Manager Magazin zitiert Tob Plaza, Analyst bei der Key Private Bank: „Damit ist die Wachstumsstory fast vom Tisch“. Warum sollte also eine Amazon Umsatzsteigerung, von ursprünglich 20 Prozent im dritten Quartal auf möglicherweise 7 bis 18 Prozent im vierten Quartal, ein Ende der Wachstumsstory bedeuten?

Viele Unternehmen, selbst StartUps, würden sich über eine solche Entwicklung mehr als freuen.

Fazit

  • Cash Flow Argumentation und Entwicklung intakt.
  • Umsatzentwicklung überdurchschnittlich und Wachstumsstory intakt.
  • Verlustentwicklung in absoluten Werten vergrößert, aber im Rahmen der selbst ausgegebenen Range. Somit einkalkuliert und bewusst in Kauf genommen.
  • Aktienkurs kurz- und mittelfristig unter Druck – bietet aber womöglich Gelegenheit zum Wiedereinstieg.
  • Viele Investitionen im Anfangsstadium und deren weitere Entwicklung und Beitrag zum Geschäftsbeitrag aktuell noch nicht abzusehen.

Zu dieser Analyse gehört noch ein Hintergrundartikel von unserem Gastautor Stefan Hoffmeister: Amazons Geschäftsmodell und was der Handel daraus lernen könnte.

Dieser Artikel erschien zuerst auf geistreich78.info.

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Eine Antwort
  1. von Umsätze und Gewinne am 28.10.2014 (00:53 Uhr)

    Zu Google meinte ein Börsen-Berichterstatter auch, das die ihre Gewinne verstecken indem sie Firmen aufkaufen um nicht so monopolistisch zu wirken.
    Manche Firmen packen schlechte Zahlen oft in ein bestimmtes Quartal um in den anderen Quartalen dann glänzen zu können. Bei Endkunden-Verkaufs-Firmen sollte meist das Weihnachts-Quartal wohl ganz gut aussehen.
    Andere Firmen wollen vielleicht negativ dastehen damit die Zinsen nicht erhöht werden oder bestimmte Parteien die Wahl (im November glaube ich) gewinnen.

    Als damals Amazon schlechte Zahlen verkündete, wurde kurz darauf der Kindle endlich nach Jahren auch in Deutschland erhältlich.
    Und welch ein Zufall gibts bei Amazon jetzt (seit heute wohl) den Fire-Stick für $39 als Chromecast-Alternative und für Prime-Kunden für $20 oder so.
    Google Italien und Spanien gibt auch erst seit kurzem wohingegen Amazon Deutschland, England, Frankreich wohl schon "ewig" existieren. Die können also relativ einfach Umsatz vergrößern wie auch schon im Artikel stand. Mit Gewinnen geht das vielleicht nicht so einfach. Apples Appstore macht evtl auch keinen Gewinn. Manche Firmen beklagen sich auch das Amazon sehen würde was gut auf dem Marketplace verkauft wird und Amazon dann diese Waren selber anbieten würde. Noch ein Weg um Umsätze zu steigern.

    Eine andere Analystin wies darauf hin, das die meisten Startups mit denen sie zu tun hätte, die Amazon-Clouds benutzen würden. Amazons Cloud-Zahlen wären nicht besonders separat in der Bilanz sichtbar aber sie wären im Hintergrund wohl eine riesige B2B-Firma auch wenn die meisten Leute nur den B2C-Konsumenten-Webshop kennen.

    Im Prinzip ist Amazon also eine gute Aktie. Allerdings gibt es jetzt mit Alibaba einen weiteren Player als Aktie in ähnlichem Markt und die machen vielleicht mehr Gewinn pro Umsatz bzw. eher kaum Verluste. Daneben gibts noch Ebay und vielleicht noch Rakuten oder auch Rocket oder Kinevik. Börsen-Analysten und Investoren müssen halt entscheiden welche Firma welchen Aktienkurs und welche Investment-Größe verdient. Wie bei Fußball oder Autorennen muss man entscheiden (bzw. schätzen) wer wohl schneller mehr Gewinn, Umsatz, Tore, Punkte, Aktienkurssteigerungen... macht.

    Davon abgesehen ist Q3 vielleicht nicht immer so relevant. Letztes Jahr waren viele sehr erstaunt wie sehr sich (vielleicht auch wegen Prime) das Weihnachtsgeschäft nach online verschoben hätte. Vieles wird auch online ausgesucht und im Shop abgeholt. Die Verweilzeiten in den Malls gehen vielleicht zurück weil man sich online informiert hat.

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