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Amazon, Seattle: Ein Rundgang durch das Hauptquartier des Onlinehandels

    Amazon, Seattle: Ein Rundgang durch das Hauptquartier des Onlinehandels

Amazon ist aktuell mit 30 Gebäuden in der Innenstadt von Seattle vertreten – und doch fast unsichtbar. Eines der wenigen sichtbaren Anzeichen für Amazons Präsenz in Seattle: Die Amazon-Straßenbahn. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Das Amazon-Hauptquartier in Seattle birgt einige Überraschungen. t3n-Redakteur Jochen G. Fuchs war vor Ort und nimmt euch mit auf einen spannenden Rundgang.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt von Seattle, durch den Stadtteil Westlake, spaziert der Besucher mehr oder weniger automatisch durch den Amazon-Campus. Einen Campus gibt es nämlich, obwohl immer wieder von diesem Campus die Rede ist, überhaupt nicht. Amazon belegt aktuell rund 30 Gebäude mitten in Seattle. Der neueste Amazon-Tower und die markantesten Gebäude, die kuppelartigen Biosphären namens „The Spheres“, sind aber schon im Bau. Amazon prägt aber nicht offensichtlich das Stadtbild, denn alle Gebäude sind nicht gekennzeichnet, mit einem Logo versehen oder sonst irgendwie als Amazon-Headquarter ausgewiesen. Da ist eine Straßenbahn mit Amazon-Werbeaufdruck noch der offensichtlichste Hinweis auf die Gegenwart des Onlinehandel-Riesen in dieser Gegend.

Amazon, Seattle: So sieht das Headquarter aus

Ein Amazon Tower mitten in der Großstadt Seattle –schwarzes Gebäude, mittig. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Ein Amazon-Tower mitten in der Großstadt Seattle – schwarzes Gebäude, mittig. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Amazons Gebäude tragen als einzige sichtbare Kennzeichnung einen eigenen Namen. Mal Rufus, nach dem ersten Hund bei Amazon, mal Fiona, nach dem Projektnamen für den Kindle E-Book-Reader. Manchmal sind die Gebäude aber auch schlicht und einfach nach dem vorherigen Besitzer benannt, wie beim Gebäude „Van Vorst“, das früher mal eine Matratzenfabrik beherbergte.

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Skurrile, neue Gebäude: Die Biodomes

Amazon baut in Seattle gerade zwei kuppelartige Gebäude, die neben Mitarbeitern eine vielfältige Pflanzenwelt beherbergen sollen. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Amazon baut in Seattle gerade drei kuppelartige Gebäude, die neben Mitarbeitern eine vielfältige Pflanzenwelt beherbergen sollen. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Zwischen dem „Doppler-Building“ genannten ersten Amazon-Tower und dem zweiten, im Bau befindlichen Amazon-Tower befindet sich die Baustelle der spektakulärsten Gebäude Amazons in Seattle: Dort werden die kuppelartigen Biosphären namens „The Spheres“ unter dem Decknamen „Rufus II“ errichtet.

Im Hintergrund der Amazon Tower II. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Im Hintergrund der Amazon Tower II. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Arbeitsplätze wechseln sich in der aufwendigen Glas-Stahl-Konstruktion der drei Kuppeln mit Ruhezonen ab. Die Biosphären sollen auf 6000 Quadratmetern über fünf Stockwerke Natur und Mitarbeiter in Einklang bringen. Dazu werden Pflanzen aus aller Welt im Gebäude angesiedelt, wohl auch ein wenig als symbolische Darstellung von Amazons interner kultureller Diversität.

Ein klein wenig haftet den Kugeln ein Hauch von Irrealität an, wenn sie zwischen den gleichförmig quadratischen Gebäuden rundherum sitzen wie ein grünes Alien zwischen Nordamerikanern.

Das futuristische Äußere der drei Kuppeln passt aber immer noch sehr gut zu der ebenso futuristisch anmutenden Space Needle aus den 60ern, Seattles Wahrzeichen, das schräg hinter den Kuppeln aufragt und das Gebäude-Ensemble passend ergänzt.

Zwischen Startup-Chic und Nüchternheit: Das Amazon Hauptquartier

Der Startup-Chic hält bei Amazon nur in den noch relativ frisch gestalteten Foyers Einzug. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Der Startup-Chic hält bei Amazon nur in den noch relativ frisch gestalteten Foyers Einzug. Hier rechts im Bild: Die „Wall of Fame“ von Amazon. Eine Wand mit Plakaten, die zu Ehren neu gestarteter Projekte von den beteiligten Mitarbeitern dort aufgehängt werden. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Südlich der beiden Amazon-Tower und der Biosphären „The Spheres“, parallel zur Space Needle und dem alten Gelände der Weltausstellung verlaufend, finden sich die weiteren Gebäude des Amazon-Campus. In einer knappen Stunde ist das gesamte Gelände in der Innenstadt Seattles zu Fuß erkundet, vorbei an Food Trucks, Restaurants und Cafés.

(Foto: Jochen G. Fuchs)
„Hall of Fame.“ (Foto: Jochen G. Fuchs)

Auch wenn der erste Blick in die Foyers der Amazon-Gebäude anders wirkt: Amazons Einrichtung ist eher funktionell und zweckdienlich, das Interieur im industriellen Stil gehalten – oft unveränderte Hinterlassenschaften der vorherigen Bewohner der Gebäude.

Rohre und andere Zeugnisse der industriellen Vergangenheit wurden einfach beibehalten und gestalterisch – und auch aus arbeitsschutztechnischen Gründen – eingefasst in Gitter oder ähnliche Bauelemente. Nicht wirklich hässlich, aber schon zweckmäßig, effizient und nüchtern.

(Foto: Jochen G. Fuchs)
(Foto: Jochen G. Fuchs)

Die wenigen optischen Akzente setzen einzelne Exponate und nützliche Features. So sind in den Aufzügen von Amazon immer Whiteboards und Filzstifte zu finden  – vielleicht hat auch auf einer dieser Tafeln die eine oder andere Idee von Jeff Bezos ihren Anfang genommen.

In den Büros sieht es deutlich nüchterner aus: Fast schon klassische Cubicles beherrschen in diesem Stockwerk das Bild. (Foto: Jochen G. Fuchs)
In den Büros sieht es deutlich nüchterner aus: Fast schon klassische Cubicles beherrschen in diesem Stockwerk das Bild im Amazon-Hauptquartier. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Der gesamte Rundgang als Bildergalerie: Das Amazon-Hauptquartier

Der Standort von Jeff Bezos Büro ist leider ein Geheimnis, deshalb finden sich auch keine Bilder aus Bezos Büro in unserer Bildergalerie. Der Amazon-CEO ist aber immer noch regelmäßig in seinem festen Büro anzutreffen – und wohnt auch weiterhin in seinem Haus in der Vorstadt von Seattle. In dem Haus, in dessen Garage Amazons Geschichte begann.

Die Stationen und Highlights des Rundgangs

  1. Day One North.
  2. Van Vorst, mit der Wall of Fame.
  3. Fiona, das Geburtshaus des Kindle.
  4. Rufus, der wahrscheinlichste Standort von Bezos Büro. Dafür spricht unter anderem, dass Bezos ein Hundenarr ist.
  5. Dawson, mit einem Logistics-Roboter-Prototyp, einer Kaffeeküche in Form eines Amazon-Paketes und einem atemberaubenden Dachgarten.
  6. Biodomes und der Amazon-Tower.
Amazon-Headquarter, Day One North. (Foto: Jochen G. Fuchs)

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Lust auf mehr Hintergrund? Zu dieser Bildergalerie findest du im nächsten Jahr im t3n Magazin Nr. 47 ein ausführliches Portrait über Amazon, das Headquarter und Amazons Unternehmensphilosophie. In Kürze findest du auf t3n.de auch eine exklusive Reportage über ein roboterbetriebenes Logistikzentrum von Amazon und über den Amazon Bookstore.

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2 Reaktionen
Steffe

Was für ein Imperium. Ich habe durchweg immer positive Erfahrungen gemacht selbst jetzt kurz vor Weihnachten. Alles super geklappt.

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Phil
Phil

Tolle Galerie. Ich war mehrere Male in Seattle, es ist eine wunderbare Stadt.

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