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Amazon übergibt Echo-Daten im Mordfall

    Amazon übergibt Echo-Daten im Mordfall
(Foto: Amazon)

Amazon hat bestätigt, dass Daten von Amazon Echo jetzt bei Ermittlungen in einem Mordfall behilflich sein sollen. Die Daten wurden inzwischen der US-Polizei übergeben und werden ausgewertet.

Die Daten von Alexa, Amazons Sprachassistentin, werden jetzt im Rahmen von polizeilichen Ermittlungen untersucht. Das bestätigt das Unternehmen. Amazon selbst weigerte sich erst, die Daten zu veröffentlichen, gab aber nach, nachdem der Verdächtige selbst der Weitergabe zustimmte.

Amazon hatte der US-Justiz hierbei deutlich gemacht, dass die Daten nicht ohne weiteres herausgegeben werden können. Zuerst müsse bewiesen werden, dass die Alexa-Daten für den Mordfall notwendig seien und die Informationen nicht auf einem anderen Weg beschafft werden könnten. Das entfacht die Diskussion über Datenschutz und Privatsphäre erneut: Amazon hatte sich in der ersten Zeit darauf berufen, dass private Gespräche besonders geschützt seien.

Amazon und der angeblich vertuschte Mord

Dabei geht es um einen 47-jährigen Mann, der im November 2015 tot in einem Whirlpool aufgefunden wurde. Ermittler vermuten einen vertuschten Mordfall, der Angeklagte weist die Vorwürfe jedoch von sich. Keine Probleme mit der Herausgabe von Daten hat hingegen der Whirpool-Hersteller: Er legte offen, dass in der entsprechenden Nacht 530 Liter Wasser verbraucht worden sind.

Die Polizei erhofft sich von den Aufzeichnungen Informationen darüber, ob jemand zum Zeitpunkt der Tat im Haus wach gewesen ist – und ob jemand der Anwesenden die Sprachassistentin Alexa aktiviert haben könnte. Eine Anwesende sagte, dass in der gesamten Nacht Musik über Amazon Echo gestreamt worden ist. Der Echo-Lautsprecher verfügt über sieben Mikrofone, die immer lauschen. Wenn die Schlüsselworte „Amazon“ oder „Alexa“ fallen, schickt Alexa die Sprachbefehle zur Verarbeitung in die Cloud weiter.

„Amazon wird niemals Kundendaten freigeben, ohne dass eine gültige, rechtlich verbindliche Anforderung erlassen und uns übermittelt wurde. Es ist selbstverständlich, dass wir übermäßig vage oder rechtlich nicht haltbare Forderungen ablehnen.“, sagt das Unternehmen auf Nachfrage von t3n zu den Vorfällen.

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