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Amazon im Usability-Test: User geben Tipps für Verbesserungen

Amazon im Usability-Test: User geben Tipps für Verbesserungen

ist einer der wichtigsten Faktoren für Erfolg oder Misserfolg eines Online-Shops. Eine umständliche Bedienung oder fehlende Orientierung lassen Online-Shopper schnell von einem Kauf zurückschrecken. Selbst Platzhirsch hat in Sachen Nutzerfreundlichkeit noch einigen Nachholbedarf, wie ein aktueller Usability-Test ergeben hat.

Amazon im Usability-Test: User geben Tipps für Verbesserungen

Usability-Test: Sortierfunktion in der Kritik

Demnach fehlten dem Großteil der Test-User auf Amazon.de vor allem umfangreichere Sortier- und Filterfunktionen. Außerdem in der Kritik der 145 Testpersonen: Die Navigation durch die Kategorien, die schwierige Orientierung auf der Seite und ein fehlender Produktvergleich. Insgesamt wurden in dem sogenannten RapidUsertest des Berliner Startups Userlutions 10 Usability-Probleme festgestellt. Was das Sortieren und Filtern der Suchergebnisse angeht, hat Amazon in der Zwischenzeit reagiert und bietet mittlerweile einige Sortier- und Filter-Funktionen an.

Usability-Test findet Stolpersteine für Online-Shopper (Foto: lucamascaro / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

„Unsere RapidUsertests zeigen, mit welchen individuellen Strategien Nutzer die für sie passenden Produkte finden und welche Stolpersteine es auf dem Weg zum Einkauf gibt“, erklärt Benjamin Uebel, Geschäftsführer von Userlutions, gegenüber t3n.de. „Die Tester geben Anregungen, wie ein Online-Shop oder eine beliebige Webseite weiter verbessert werden kann, um noch mehr Besucher zu Kunden zu machen.“

Startseite "überladen, unübersichtlich, unaufgeräumt"

Amazon, der größte Online-Shop der Welt, muss seinen Nutzern ein gigantisches Produktangebot übersichtlich und leicht auffindbar darstellen. Das gelingt offenbar nicht zu 100 Prozent. Einige Tester fühlten sich etwa von der Vielzahl an Produkten auf der Startseite regelrecht erschlagen. Fast die Hälfte konstatierte, dass die Seite auf den ersten Eindruck überladen, unübersichtlich beziehungsweise unaufgeräumt wirkte. Immerhin ein Viertel fand, dass weitere Angebote und Werbung im unteren Bereich stark ablenken und sich wiederholen würden.

Als Positivbeispiel in Sachen Usability nennt Uebel übrigens den ebenfalls von Userlutions unter die Lupe genommenen Online-Shop Zalando. „Diese Shopping-Seite hat es mit ihrer komfortablen Navigation sehr gut geschafft, ein umfangreiches Produktsortiment für den Nutzer schnell auffindbar zu machen.“

Natürlich ist Amazon nicht umsonst Marktführer im Bereich Online-Shops, bietet neben seiner umfangreichen Produktauswahl eine sehr gut integrierte Suchfunktion und einen freundlichen, schnellen Kundenservice. „Die Suchleiste, die perfekt auf der Webseite platziert ist, hat fast nur positiven Anklang gefunden“, sagt Uebel. Insgesamt, so das Test-Fazit, ist der potenzielle Käufer – trotz einiger Usability-Schwächen des Online-Shops – bei Amazon sehr gut aufgehoben.

Schnelle Ladezeit auf der mobilen Shopping-Plattform

Bei der Geschwindigkeit seiner mobilen Shoppingseite – ebenfalls ein wichtiger Erfolgsfaktor für Online-Shops – kann Amazon ebenfalls so schnell niemand etwas vormachen. Die auf die Optimierung von mobilen Webseiten spezialisierte US-Firma Keynote Systems hat der mobilen Plattform von Amazon eine fast perfekte Performance bescheinigt. Demnach lädt die Seite von Amazon.com im Durchschnitt innerhalb von 4,91 Sekunden komplett – und das in über 99 Prozent der gemessenen Versuche.

Weiterführende Links zum Thema Usability-Test für Online-Shops:

Mobile Commerce: Warum Amazons mobile Seite so schnell ist - t3n-News

Großes Redesign bei Amazon: Einkaufen wird ein wenig blasser - t3n-News

Website-Usability: So prüfst du die Nutzbarkeit deiner Website - t3n-Magazin

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5 Antworten
  1. von Hendrik am 14.05.2012 (14:26 Uhr)

    Hallo!

    Danke & Lob für den spannenden Artikel! Erstaunlich, dass Amazon an so vielen Stellen noch nachbessern kann und das alles mit remote-tests aufgedeckt wurde. Ebenfalls klasse, dass Amazon scheinbar schon an dem Problem arbeitet....

    Wir haben mit RapidUsertests ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass man mittels Online-Usability-Tests die eigene Webseite effektiv verbessern kann.
    Remote Testing ist meiner Meinung nach ein gutes Tool für alle, die nicht die Möglichkeit haben, extrem viel Geld in einen Test ihrer Seite zu investieren, und trotzdem schnelle, greifbare Ergebnisse brauchen...aber es scheint ja auch für Amazon zu funktionieren ;) (obwohl die ja wohl ein eigene Usability-Abteilung haben dürften, oder?)

    Der Vollständigkeit halber an dieser Stelle der Link, wo ich den Test beauftragt habe: http://www.rapidusertests.com (der Link im Artikel leitet glaube ich nur auf die Agentur-Seite :)

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  2. von Peter am 14.05.2012 (14:53 Uhr)

    @Hendrik:
    Oh bitte... Fakekommentare als Marketinginstrument sind so 90er...

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  3. von Mathias am 15.05.2012 (11:35 Uhr)

    Nur 10 Probleme bei 145 Testern

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  4. von Thomas Lang am 18.05.2012 (14:01 Uhr)

    Warum macht / publiziert man heute noch so einen Test der alten Website wenn man genau weiss, dass das Redesign noch eine Frage von Wochen ist?

    In den USA ist unter amazon.com nun seit kurzem flächendeckend das neue Layout ausgerollt worden.

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  5. von Geraldine am 22.05.2012 (19:30 Uhr)

    Das wurde auch Zeit. Das Design war bislang nicht gerade die Quelle der Wertschöpfung.

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