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E-Commerce

Amazon’s neuer Marktplatz: Alle Infos zum Etsy- und Dawanda-Konkurrenten in der Übersicht

    Amazon's neuer Marktplatz: Alle Infos zum Etsy- und Dawanda-Konkurrenten in der Übersicht

Amazon eröffnet Marktplatz für Handgemachtes. (Screenshot: Amazon Handmade)

Amazon greift Etsy und DaWanda an und eröffnet einen Marktplatz für Handgearbeitetes. Alle Informationen zum Marktplatz und den Händler-Bedingungen und -Konditionen bei Amazon.

Amazon fügt jetzt mit dem Marktplatz „Handmade at Amazon“ einen der letzten Produktzweige zu seinem weltweiten Marktplatz hinzu, der bisher noch nicht aktiv von Amazon in das eigene Angebot integriert wurde: Handgearbeitete Produkte aus Werkstätten, Künstlerateliers oder von Herstellern, die noch mehr oder weniger von Hand fertigen. Damit greift Amazon die Domäne der bisherigen Platzhirsche Etsy und DaWanda an und will auch für kleine, kreative E-Commerce-Unternehmen mit einer einzigartigen Geschichte zum Marktplatz der ersten Wahl werden.

(Screenshot: Amazon Handmade)
(Screenshot: Amazon Handmade)

Handmade at Amazon: Der neue Marktplatz für Handgearbeitetes

Wie wir bereits vor wenigen Tagen in einem Artikel über „Handmade at Amazon“ berichtet haben, geht Amazon jetzt auch das Thema „Handgearbeitetes“ an. Jetzt sind Details zum Angebot bekannt geworden: Der neue Marktplatz soll kleinen, kreativen Künstlern, Handwerkern und Unternehmern Platz für ihre selbst gefertigten Produkte bieten – und für ihre Geschichte. Gerade in Nischen leben einzigartige Händler von einzigartigen Produkten und deren Geschichte. Eine solche Geschichte will unterhaltsam und bildgewaltig erzählt sein, deshalb wird sich das Design bei Handmade at Amazon auch stark vom vereinheitlichten Auftritt im klassischen Marketplace unterscheiden. Der Händler oder Künstler steht mit einem Profil im Vordergrund und soll so seine Einzigartigkeit präsentieren können. Auf der Profilstartseite sind auch direkt Produktangebote zu sehen, zusätzlich können auch Produkte in das Titelbild des Händlerprofils integriert werden.

Eine auch eher stiefmütterlich behandelte Produktkategorie geht Amazon mit „Handmade“ ebenfalls an: Die kundenspezifische Produktanpassung. Direkte Produktpersonalisierungen werden über das Produktangebot von Handmade at Amazon ermöglicht.

Auf Kunden wird etwas Ungewohntes zukommen: Wartezeiten. Denn die Produkte, die bei Handmade angeboten werden, können vom Händler mit einer Produktionszeit von bis zu 30 Tagen angeboten werden.

Handmade at Amazon startet in Kürze in den USA, der Deutschlandstart ist noch nicht angekündigt – dass der Start über kurz oder lang auch hier bei uns erfolgt, ist aber anzunehmen.

(Screenshot: Amazon Handmade)
Der Marktplatz bekommt eine eigene  Gestaltung, die sich von der klassischen Amazon-Marktplatz-Gestaltung unterscheiden wird. (Screenshot: Amazon Handmade)

Händlerbedingungen: Wer auf  „Handmade at Amazon“ verkaufen darf

Händler, die unter der Rubrik „Handmade at Amazon“ verkaufen möchten, müssen einige Voraussetzungen erfüllen. Das Unternehmen darf maximal 20 Mitarbeiter haben, falls es sich um eine Produktionsgemeinschaft handelt, darf diese nicht mehr als 100 Mitglieder umfassen.

Alle Produkte müssen selbst gefertigt sein, Produkte aus fremder Hand dürfen nicht angeboten werden. Die Produkte müssen entweder vollständig von Hand gefertigt, von Hand veredelt oder verändert worden sein – oder von Hand zusammengesetzt worden sein. Bausätze sind von letzterer Kategorie ausgenommen.

Aktuell nimmt Amazon Produkte aus den Kategorien Schmuck und Haushaltswaren auf: Kunst, Dekoration, Küche & Esszimmer, Licht und Lampen, Garten- und Terassen-Artikel, Aufbewahrungs- und Ordnungsartikel, Partyzubehör sowie Schreibwaren. Weitere Kategorien sollen folgen.

Von Hand gefertigt muss es sein, wenn das Produkt bei Handmade at Amazon angeboten werden soll. (Screenshot: Amazon Handmade)
Von Hand gefertigt muss es sein, wenn das Produkt bei Handmade at Amazon angeboten werden soll. (Screenshot: Amazon Handmade)

Händlerkonditionen: Was das Verkaufen bei Handmade at Amazon kostet

Die Gebühren sind identisch mit den Marketplace-Gebühren: Die bei Amazon übliche Grundgebühr von 39,99 US-Dollar für professionelle Anbieter, beziehungsweise 39 Euro monatlich, sobald der Marktplatz in Deutschland startet. Dazu addieren sich die von der Kategorie abhängigen Verkaufsgebühren, in Deutschland sind das 15 Prozent für Haushaltsartikel und 20 Prozent für Schmuck – erstere mit einer Mindestverkaufsgebühr von 0,50 Euro und letztere mit einer Mindestverkaufsgebühr von 1.50 Euro. Die Mindestverkaufsgebühr greift nur bei Artikel unter einem Gesamtverkaufspreis von unter 3,33 Euro bei darüber hinausgehenden Produkten bleibt es bei der prozentualen Verkaufsgebühr.

Für das Listing einzelner Produkte fallen keine weiteren Gebühren an. Produkte können unbegrenzt im Amazon-Produktkatalog angeboten werden.

Neuanmeldungen bei Handmade at Amazon bis zum ersten August 2016 zahlen pauschal eine Verkaufsgebühr von 12 Prozent und müssen die monatliche Grundgebühr dauerhaft nicht bezahlen, die pauschalen Verkaufsgebühren entfallen danach allerdings. Der Rabatt auf die Grundgebühr wird von Amazon nur gewährt, wenn der Händler auf dem allgemeinen Marktplatz zeitgleich nicht mehr als 40 Produkte verkauft.

Die Teilnahme am Prime-Programm steht Händlern offen, wie bei Amazon üblich, müssen die Artikel dazu bei Amazon eingelagert werden.

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