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AMD Kaveri: Die beste Prozessor-Lösung für Zocker und Sparfüchse

AMD Kaveri: Die beste Prozessor-Lösung für Zocker und Sparfüchse

AMD ist als Prozessorhersteller im Consumer-Markt in den letzten Jahren immer mehr ins Hintertreffen geraten. Jetzt meldet sich der Hersteller mit seiner potenten neuen Prozessor-Generation „Kaveri“ zurück, die vor allem für günstige Gaming- und Multimedia-Rechner in Frage kommt.

AMD Kaveri: Die beste Prozessor-Lösung für Zocker und Sparfüchse

Die Kaveri-APU von AMD. (Bild: AMD)

AMD und Intel: Die guten alten Zeiten

Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als man beim Bau eines neuen Computers immer zerrissen war, wenn es um die Wahl des Prozessorherstellers ging? Zu Zeiten, als Prozessoren noch Athlon und Pentium hießen und Taktfrequenzen meist das einzige Kriterium beim Vergleich von zwei Plattformen waren, lagen die Konkurrenten AMD und Intel augenscheinlich gleichauf mit ihren Prozessoren. Aber mit den Veränderungen des Marktes in den vergangenen Jahren hin zu kleineren und mobileren Computern ist AMD nach und nach immer mehr ins Hintertreffen  geraten, und in der jüngsten Vergangenheit hat Intel mit seinen Core-Prozessoren den Consumer-Markt fest im Griff gehabt, wenn es um maximale Leistung geht.

Mit seiner neuen Prozessorgeneration „Kaveri“ meldet sich AMD jetzt zurück und will Intel wieder das Leben schwer machen. Glaubt man den ersten Pressestimmen, könnte dieses Vorhaben in den angestrebten Preisklassen und Nutzungsgebieten erfolgreich sein, denn die neuen Kaveri-Prozessoren bieten ordentliche Leistung für wenig Geld – besonders bei der integrierten Grafikeinheit.

Nichts zu erahnen: Von außen basieren die neuen Kaveri-APUs von Intel auf dem bisherigen Sockel FM2+- (Quelle: AMD)
Nichts zu erahnen: Von außen basieren die neuen Kaveri-APUs auf dem bisherigen Sockel FM2+-. (Bild: AMD)

Kaveri-Generation: Erkennbar an der 7 in der Modellnummer

Nach der Akquisition von Grafik-Spezialist ATI im Jahr 2006 hat AMD damit begonnen, verstärkt Grafikprozessoren in die Prozessoreinheit zu integrieren. Das Produkt bezeichnete AMD folgerichtig nicht mehr als CPU, sondern als APU (Accelerated Processing Unit). Und auch Intel ist wenig später diesem Trend gefolgt und hat große Erfolge mit den integrierten Grafikeinheiten seiner Core-i-Prozessoren gefeiert – vor allem im mobilen Bereich, wo aus Platzgründen endlich auf eine dedizierte Grafikkarte verzichtet werden konnte. Und das, obwohl Intels integrierte Grafikchips stets weniger Performance geboten haben als die jeweiligen AMD-Pendants. Leider haben die CPU-Bestandteile von AMDs Prozessoren so weit hinter Intel zurück gelegen, dass man in vielen Gesamtbewertungen am Ende deutlich schlechter abgeschnitten hat.

Bei den neuen Kaveri-Prozessoren, deren Kennziffer im Produktnamen eine 7 an erster Stelle trägt (zum Beispiel A10-7700K oder A8-7600), hat AMD einerseits weiter am CPU-Part geschraubt, so dass laut eigener Aussage bis zu 20 Prozent mehr Leistung erreicht werden konnten, und andererseits die Grafikeinheit noch weiter ausgebaut.

Kaveri: Große Zukunft dank Steambox?

In den neuen Prozessoren finden sich jetzt Grafikchips, die größtenteils den Retail-Varianten von ATIs Radeon-HD-7000-Reihe entsprechen. AMD betont, dass etwa 35 Prozent aller Steam-Nutzer eine schlechtere Grafiklösung verwenden als die in Kaveri integrierte Grafikeinheit. Das ist ein beeindruckender Wert, immerhin handelt es sich bei Steam ja um eine Gaming-Plattform, deren Nutzer tendenziell schon über leistungsfähigere Grafikkarten verfügen als Office-Nutzer.

Beim Stichwort Steam sollte unbedingt erwähnt werden, für welches Einsatzgebiet die neuen Kaveri-CPUs prädestiniert sind: Gaming. Durch die extrem leistungsfähigen Grafikeinheiten lässt sich mit einer neuen Kaveri-APU nahezu jedes aktuelle Spiel bei akzeptablen Frameraten spielen – und das selbst in extrem kleinen Systemaufbauten und zu einem sehr günstigen Preis. Deswegen empfiehlt sich die Kaveri-Plattform auch für das offene Hardware-Konzept von Steam namens Steam Machine. Kaveri macht aus Computern mit geringer Grundfläche, die schon ab 300 Euro erhältlich sein könnten, potente Gaming-Maschinen mit ordentlich Leistung.

Auch abseits vom Gaming stimmen Preis und Leistung – GPU und CPU werden gleichberechtigt

Aber auch, wer kein Zocker ist, macht mit Kaveri einen guten Kauf, wenn er auf der Suche nach einem günstigen Prozessor mit ordentlich Grafikpower und passabler Rechenleistung ist. Denn AMD hat auch die Aufteilung der Aufgaben zwischen CPU und GPU verbessert. Geht es nach AMD, sollen nämlich zukünftig nicht mehr nur Grafikberechnungen in der GPU stattfinden, sondern auch immer mehr andere Aufgaben – etwa die Berechnung spezieller Audio- oder Physik-Effekte. Dieses Konzept der Gleichberechtigung von CPU und GPU nennt AMD „HSA“, kurz für „Heterogeneous System Architecture“.

Grafikprozessoren sind nämlich herkömmlichen CPUs deutlich überlegen, wenn es um die parallele Verarbeitung großer Datenmengen geht, weswegen bei solchen Aufgaben (ein prominentes Beispiel wäre etwa das Bitcoin-Mining) schon lange GPU-Verbände anstelle von CPUs eingesetzt werden. Die Kaveri-Chips weisen mehr und mehr Aufgaben der GPU zu – zumindest in der Theorie. Praktisch gibt es noch nicht viele Anwendungen, die dieses Konzept ausnutzen.

HSA: AMD träumt von einer heterogenen Architektur, bei der CPU und GPU gleichberechtigt sind. (Quelle: AMD)
HSA: AMD träumt von einer heterogenen Architektur, bei der CPU und GPU gleichberechtigt sind. (Grafik: AMD)

Attraktive Preise um 100 Euro

Die neuen Kaveri-Prozessoren sind ein spannender Schritt für AMD und könnten dem Hersteller endlich wieder zu mehr Erfolg im Consumer-Bereich verhelfen. Nicht zuletzt sind die attraktiven Marktpreise im Bereich um 100 Euro dafür verantwortlich. Die Prozessoren sollten innerhalb der nächsten Wochen bei den ersten Händlern verfügbar sein. Nur wer sowieso vorhat, eine dedizierte Grafikkarte einzusetzen oder an der absoluten Leistungsspitze zu schnuppern, kann die Kaveri-APUs momentan komplett außer Acht lassen.

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6 Antworten
  1. von marius am 17.01.2014 (14:55 Uhr)

    Mir gefällt das system auf den bildern :-) gibts da eine liste waa drinsteckt oder gibts das wo komplett?

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  2. von Thomas am 17.01.2014 (15:09 Uhr)

    @marius: Dabei handelt es sich um das XIGMATEK "Nebula" Case.
    Dieses Ist ursprünglich vom Hersteller für HTPCs ausgelegt bzw. als solches beworben, als Gehäuse für eine selbstzusammengestellte Steammachine fürs Wohnzimmer ist die Optik allerdings auch perfekt ;)
    Im Handel sollte dies wenn ich richtig gelesen habe seit Oktober/November'13 sein :)

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  3. von Thomas am 17.01.2014 (15:22 Uhr)

    Und bei dem Mainboard dürfte es sich um eines der neuen Kaveri-kompatiblen Gigabyte FM2+ Boards handeln die vor kurzem angekündigt wurden. Wenn ich das auf den Screenshots richtig ablese handelt es sich um das F2+-Board "GA-F2A88XN-WIFI (Rev:3.0)", bei dem bereits eine Externe WLAN-Antenne dabei ist :)

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  4. von Rabenknecht am 17.01.2014 (21:20 Uhr)

    Na da bin ich ja mal gespannt ob AMD endlich wieder ein gutes Gamingprodukt auf dem CPU Sektor hervorgebracht hat. Ich würde es AMD wünschen.

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  5. von phil am 19.01.2014 (10:51 Uhr)

    ATI wurde 2006 und nicht erst 2011 von AMD übernommen. Eine 30 sekündige Wikipedia suche hätte das verraten. Von daher sieht die Entwicklung von integrierten CPUs und GPUs nicht so "sofortig" aus, wie ihr es beschreibt.

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  6. von Moritz Stückler am 20.01.2014 (20:08 Uhr)

    @phil: Du hast natürlich Recht. Sorry, da habe ich einfach schlampig recherchiert. Habe den Fehler korrigiert.

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