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Europa ist Android-Land – Apple spielt zweite Geige

ist in Europa auf dem Vormarsch. Nach aktuellen Zahlen des Marktforschungsinstituts Kantar Worldpanel Comtech liegt die Marktdurchdringung von Googles mobilem Betriebssystem in den fünf größten Ländern Europas bei beachtlichen 70,4 Prozent – iOS schafft es mit 17,8 Prozent nicht einmal über die 20 Prozent-Hürde.

Europa ist Android-Land – Apple spielt zweite Geige

Android-Dominanz in Europa dank Samsung

Die Europäer scheinen Android-Fans zu sein, zumindest die Briten, Spanier, Franzosen, Italiener und Deutschen – anders lassen sich der Marktanteil von 70,4 Prozent und der Zuwachs von ganzen 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nicht erklären. iOS und Microsofts Windows Phone liegen abgeschlagen auf den Rängen zwei und drei mit 17,8, respektive 6,8 Prozent. Dieser enorme Marktvorteil gegenüber den beiden anderen großen mobilen Betriebssystemen ist nach Angaben des Marktforschungsinstituts Samsung zu verdanken, die allein 50 Prozent des Android-Marktes für sich beanspruchen können.

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Android wächst weiter. (Foto: t3n)

Samsung hat sich in den vergangenen Jahren dank der hauseigenen Galaxy-Reihe und mit Sicherheit dank der Flaggschiffe der Galaxy-S-Serie einen guten Namen aufbauen können. Aktuellen Zahlen zufolge sollen die Koreaner das neue Galaxy S4 (zu unserem Test) weltweit bereits 20 Millionen Mal verkauft haben. Auch das Vorjahresmodell Galaxy S3 kann als Bestseller bezeichnet werden, denn im März 2013 gab Samsung an, 50 Millionen Einheiten seit dem Verkaufsstart im Juni 2012 verkauft zu haben.

Samsung hat in Europa also einen sehr guten Stand, doch auf den Lorbeeren ausruhen sollten sich die Koreaner nicht, denn Sony ist dem Konzern auf den Fersen – zumindest in Großbritannien. Denn dort ist der japanische Konzern dank seines Sony Xperia Z (zu unserem Test) mit seinem staubdichten und wasserresistenten Gehäuse zum viergrößten Smartphone-Hersteller avanciert. Und Sony jagt im Samsung-Revier – laut Kantar seien 38 Prozent der Sony-Kunden ehemalige Besitzer eines Samsung-Smartphones.

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Sonys Xperia Z macht dem Galaxy S4 in Großbritannien Konkurrenz. (Foto: t3n)

Samsung sei nach zwei Jahren unaufhaltsamen Wachstums nun in einer Position, in der es darum gehe, sich auf die Bestandskunden zu konzentrieren, um die aufgebaute Marktmacht nicht wieder zu verlieren, so Dominic Sunnebo, Global Consumer Insight Director von Kantar Worldpanel ComTech. Die Kunden bei Laune zu halten, könne sich unter Umständen nicht so einfach gestalten, denn die Loyalität von Samsung-Kunden liege in Großbritannien bei 59 Prozent, während Apple-Kunden zu 79 Prozent zu ihrer Marke hielten. Um die Kunden bei der Stange zu halten, sollte Samsung sich in Bezug auf Innovationskraft und Verarbeitungsqualität der Hardware nicht ausruhen, denn die Mitbewerber seien eifrig dabei, ihre Produkte steig zu verbessern. Als ein gutes Beispiel zeigt sich HTC mit dem One (zu unseremTest), das mit einem großartigen Display und hochwertigem Gehäuse punkten kann.

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Samsungs Android-Topmodell Galaxy S4 hat sich binnen zwei Monaten bereits 20 Millionen Male verkauft. (Foto: t3n)

Android in den USA stark, Wachstum konstant

Während Android in Europa einen sehr guten Stand besitzt, sieht es auf der anderen Seite des Atlantiks zwar auch gut aus, jedoch hat iOS dort ein besseres Standing als auf dem alten Kontinent. In den USA besitzt Android nach Kantar-Angaben einen Marktanteil von 52 Prozent, von einem Wachstumsschub mit ähnlichen Verhältnissen wie in Europa ist aber nicht die Rede. So konnte Android im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,1 Prozent zulegen, was beinahe einer Stagnation gleichkommt. iOS hingegen besitzt in den USA einen Marktanteil von 41,9 Prozent und wächst deutlich schneller als der Mitbewerber von . Der Zuwachs von Apples mobilem OS soll mit der engen Partnerschaft mit T-Mobile in Verbindung stehen. T-Mobile ist in den USA zwar nur der viergrößte Netzbetreiber, das Unternehmen besitze laut Kantar aber den Einfluss iOS einen Schub zu verpassen. So sollen 28 Prozent der T-Mobile-Kunden planen, sich ein iPhone der nächsten Generation zuzulegen. 

Dass Android Apples OS über kurz oder lang überflügelt, dürfte kein Wunder sein, schließlich ist die Auswahl an Geräten mit Googles mobilem OS weit größer als das Angebot an iPhones und iPads – außerdem ist für jeden Geschmack und in nahezu jeder Preislage etwas dabei. Darüber hinaus muss man Google zugute halten, dass sie ihr OS in den letzten Jahren weit vorangebracht haben.

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13 Antworten
  1. von ottonormal am 03.07.2013 (12:30 Uhr)

    Mir läuft es echt kalt den Rücken runter, wenn ich nur daran denke, wo Google inzwischen überall seine Finger drin hat.

    Die Totalüberwachung eines Menschen, der nun auch noch ein "Google-Phone" mit sich rumträgt, wird immer kompletter. Summiert man dieses Daten mit der Websuche, Gmail, Kalender, usw. kann Google inzwischen unglaublich genaue Profile inkl. Standort und Bewegungsmustern erstellen.

    Die Zusammenarbeit mit der NASA (uns sicher vielen weiteren Geheimdiensten weltweit) lässt langsam Googles wahre Absicht hinter dieser Datensammelei erkennen.

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  2. von SKokner am 03.07.2013 (12:31 Uhr)

    ich finde Android viel besser als iphone

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  3. von lutz am 03.07.2013 (13:13 Uhr)

    WebIODroid!

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  4. von Jonathan am 03.07.2013 (13:27 Uhr)

    Besser: WebIODroidian

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  5. von Miingno am 03.07.2013 (13:38 Uhr)

    Es ist einzig zu hoffen, dass Google bald endlich seine Angebote für Musik, Bücher und Filme auf weitere Länder erweitert. Bei uns in der Schweiz beispielsweise gibt es noch immer überhaupt keines dieser Angebote!
    Solange Google nicht überall alles anbieten, bleiben in diesen Ländern sicherlich die iPhone und iPads im Vordergrund.

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  6. von Markt-Anteile im profitablen Premium-Seg… am 03.07.2013 (14:00 Uhr)

    Auf wessen Kosten geht das denn ? J2ME ? Symbian ? Na also. Europa und USA waren (vor dem Iphone) Symbian-Land oder J2ME-Land.

    Dumb-Phones werden scharenweise verkauft. Da es aber auch bei 5Euro/Monat*12Monate=60Euro Restbestände von Android-Phones gibt, sind auch Billig-Phones inzwischen Android.
    Schaut Doch in Eure Statistiken. Heise online macht das gelegentlich und stellt Analysen vor aber auch die eigenen Zahlen daneben. Die Bildschirm-Auflösungen sind vielleicht interessant um den Preis eines Displays abzuschätzen und die Kaufkraft eines Site-Besucher-Stroms zu bewerten. Wo Mercedesse parken ist meist wohl auch mehr zu verkaufen als wo 10 jahre alte Kleinst-Wagen auf dem Parkplatz stehen.

    Und wo sind die Umsätze ? Wo kann man mit Apps Geld verdienen ? Wo finden wie viele (seriöse) In-App-Käufe statt und wo lauert die MMS-Kosten-Falle oder SMS-Abo-Falle ?

    Wichtig wäre also die Frage was Apple dagegen machen wird und welcher Marktanteil (Pads, Phones, TVs, Brillen, Watches, Autos, ...) benötigt wird. Das Apple2TV war ja jailbreakable aber leider nur 720p. Apps liefen aber wohl passabel darauf. D.h. ein 100-Euro-TV-Stick mit USB-Anschluss, Ethernet,... als Apple-TV mit Apps wäre ein Knaller und würde iOS wieder vorwärts bringen.

    Mercedes reichen vielleicht 10%-100% im Premium-Markt. Apple reichen 20%-100% bei den Phones die Geld einbringen. Weil Android-Phones für 60 Euro zu haben sind, und Facebook und die ganzen Apps die Mainstream-Kunden ansprechen, darf iOS nicht zu tief absinken weil man sonst eine Nische wie Blackberry wird und ausserdem die Fixkosten pro Kunde (Lizenzen für Karten, Deals mit Musik-Bands, Deals mit Film-Firmen,...) zu hoch werden weil man nur noch eine reiche Nische bedient. Auch für die Firmen wird es dann zu aufwendig, neue Zeitschriften in den Apple-Newsstand oder Apps zu programmieren die mehr sind als nur ein netteres Frontend für die Webseite wo man dasselbe machen kann usw.

    Oder wie viele Apps gibts für Win8Phone oder Win8RT ? Nach WinPhone6.5 und 7.0 usw. mögen die Entwickler WinPhone evtl nicht. Wieso gibts keinen Android-Emulator dafür ? Auch embeddable damit man die Android-App als WinPhone-App im Dalvik-Emulator laufen lässt oder transcoded.

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  7. von Joker am 03.07.2013 (14:49 Uhr)

    ist in der Bildunterschrift eine "9" zuviel?
    -> 290 Millionen Male
    ist doch etwas viel....oder?

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  8. von Christian am 03.07.2013 (14:49 Uhr)

    Commodore Basic V2!!! ;)

    @ ottonormal
    Daten sammelt nicht nur Google. Auch wenn jede Firma behauptet das sie sowas nicht macht. Apple und Microsoft werden da kein bisschen besser sein.

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  9. von Dominic am 03.07.2013 (16:01 Uhr)

    Ich kann diese Zahlen aus meinem Mikrokosmos heraus nicht nachvollziehen.

    Weder in der Arbeit noch im gesamten Freundeskreis ist auch nur ein einziges Android Gerät im Umlauf.

    In U-Bahn und S-Bahn auch fast das gleiche Bild, wenn man was sieht dann iOS Geräte.

    Wenn ich mir die Nutzungszahlen der von mir betreuten Websites so anschaue frage ich mich ebenfalls wo sich da die ganzen Android User verstecken.

    Wenn es um Kaufkraft im eCommerce Bereich geht spielt Android dann letztlich so gut wie übrhaupt gar keine Rolle mehr.

    Greetings

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  10. von Premium-Segment am 03.07.2013 (18:59 Uhr)

    @Dominic: Ich glaube, viele User nutzen nur die voreingestellten Apps und ich glaube auch, das hätten Studien auch gezeigt. Von daher war z.B. der Samsung-Deal mit einem dieser Lieferdienste (pizza.de, Lieferheld,...) wohl ganz schlau.
    Apps installieren ist ja auch umständlich mit zwei Bestätigungen. Angesichts vieler zu neugieriger Apps ist das vielleicht auch gar nicht mal so schlecht.

    Vielleicht surfen Android-User aus Angst vor Kostenfallen nicht am Phone oder nur am Tablett und sind "passiver" als der iOS-User. Viele AOL-user haben AOL damals auch nicht verlassen und ins "richtige Internet gesurft" sondern nur in deren AOL-Chats, AOL-Foren, ... gewesen.
    Evtl. regelt sich das mit mehr Win8 und mehr Touch-PCs.

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  11. von jojo am 03.07.2013 (20:38 Uhr)

    Symbian ist am besten !!!!

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  12. von Sam am 04.07.2013 (00:58 Uhr)

    Android und iOS, wieso vergleicht man das überhaupt miteinander!
    Man sagt auch nicht z.B. In Deutschland gibt es 10millionen Autos davon sind 8 Millionen Volkswagen und 2 Millionen Porsche.

    Äpfel sind Äpfel und Birnen bleiben Birnen....
    ;-)

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  13. von Hannes am 05.07.2013 (10:16 Uhr)

    Ein iPhone kann nichts sinnvolles, was nicht auch ein Android kann. Und unsicher sind beide.... Daher gibt es auch einige Firmen, die ihre Mitarbeiter mit Androids ausstatten. Diese sind einfach günstiger und damit wirtschaftlicher. Ob ich einem Kunden eine Anwendung auf einem Android Tablet oder einem Apple Tablet zeige macht keinen Unterschied. Was zählt ist die Qualität der Anwendung und der Nutzen für den Kunden. iPhone / iPad ist halt ein privates Lifestyle Produkt. Es gibt halt auch wenige Außendienstler, die mit einem Porsche vorfahren. Ein Passat, Audi, etc. fährt eben auch und zwar deutlich wirtschaftlicher.

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