Android-Handys Wann kommt Android 2.0 für ältere Smartphones? Kommt es überhaupt?

Falk Hedemann, 27.11.2009 - 12:16 | 2 Kommentare |
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Die Besitzer älterer Android-Smartphones werden neidische Blicke auf Motorolas Milestone werfen. Der Grund dafür liegt nicht nur in der neuen Hardware, sondern vor allem auch in dem Betriebssystem. Das Milestone ist nämlich das erste Smartphone mit Android 2.0, der neuen Version des Open-Source-Betriebssystems von Google. Der Neid beruht zu einem Teil auch auf der Ungewissheit, ob das verbesserte System denn auch den Weg auf ältere Handys findet.

Ironischerweise wird die Offenheit von Android zunehmend zum Problem. Die Hardwarehersteller sind dadurch in der Lage, Android genau auf ihre Hardware hin zu optimieren. Daraus resultiert eine Vielfalt, die geschlossene Systeme wie iPhone und BlackBerry nicht besitzen.

Startbildschirm, Sync-Einstellungen, Maps-App. Fotos: Boy Genius Report

Startbildschirm, Sync-Einstellungen, Maps-App. Fotos: Boy Genius Report

Diese Anpassungen können für die Handybesitzer allerdings zur Update-Falle werden, denn die Hersteller haben in der Regel wenig Interesse daran, ältere Smartphones mit aktuellen Versionen auszustatten, da sie diese ja auch wieder anpassen müssten. Viel lieber verkaufen sie ihre neuen Modelle, die dann aktuelle Versionen von Android nutzen.

Der Android-and-Me-Blogger Taylor Wimberly hat sich einmal die Arbeit gemacht, die Hersteller von Android-basierten Handys auf ihre Support-Pläne in Bezug auf Android 2.0 hin abzuklopfen. Das Ergbenis: Bisher hat kein Hersteller offiziell eine Unterstützung für Android 2.0 auf Geräten der ersten Generation zugesagt.

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2 Antworten zu “Android-Handys: Wann kommt Android 2.0 für ältere Smartphones? Kommt es überhaupt?”

  1. #1 gis

    Entweder Google (bzw. das Konsortium) schiebt dem einen Riegel oder - horribile dictu! - Android wird das selbe Schicksal ereilen wie Symbian: Jeder Hersteller bastelt und am Schluss muss man die Apps für jedes Gerät einzeln anpassen. Vom OS ganz zu schweigen.

    Das hat Apple gut gemacht und vermeidet dieses Problem - ist dafür extrem proprietär und sowieso. Offenbar ist das der Preis, den wir für offene Systeme bezahlen müssen.

  2. #2 Jan Tißler

    Ja, die Offenheit bedeutet, dass im Prinzip jeder machen kann, was er will. Dabei kann natürlich auch wieder Gutes entstehen und eventuell gibt es Fortschritte, die ohne Öffnung nie erreicht würden.

    Schlecht finde ich die aktuelle Entwicklung vor allem aus Sicht des durchschnittlichen Handykäufers. Für den ist kaum erkennbar, was er nun wirklich bekommt. Deshalb schwirrt mir seit einiger Zeit die Idee eines "Qualitätssiegels" für Android-Smartphones im Kopf herum. Ob das etwas bringen würde? Also ein Siegel an dem der Käufer erkennt, dass er auch zukünftige Android-Versionen bekommt, dass er Zugriff auf den Android-AppStore hat, dass sein Handy nicht künstlich um Funktionen beschnitten wurde etc.?

    Leider scheinen viele Handyhersteller wieder zu denken, sie müssten unbedingt ihr eigenes Süppchen kochen, um sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen. Das war in der Vergangenheit schon so und wird sich wohl auch in Zukunft nicht ändern. Wer von Android spricht, wird wohl schon bald dazusagen müssen, welches er meint.

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