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Software & Infrastruktur

Android: Malware seit Juli um 472 Prozent angestiegen

    Android: Malware seit Juli um 472 Prozent angestiegen

Android hat in den letzten Monaten ein rasantes Wachstum erlebt. Während im Mai 2011 noch 40.000 Android-Geräte täglich aktiviert wurden, liegt die aktuelle Zahl im November 2011 bei 55.000. Insgesamt 200 Millionen Geräte wurden mittlerweile aktiviert. Doch mit dem enormen Erfolg Android ergeht es Googles Betriebssystem so ähnlich wie Windows - die Anzahl der Bedrohungen von außen steigt extrem an. Laut einer Studie von Juniper Research hat Android-Malware seit Juli dieses Jahres um sage und schreibe 472 Prozent zugelegt.

Android-Malware nimmt zu und wird raffinierter

Dass die Angriffsfläche von Android immer größer wird, hat sicherlich zum einen mit der starken Verbreitung des Betriebssystems zu tun, zum anderen kann als weiterer Faktor allerdings auch die geringe Hürde gesehen werden, um einen Entwickler-Account zu erhalten. Gegen einen so geringen Betrag von 25 US-Dollar kann jeder Zugang zum Android Market bekommen. Anders als bei Apples App Store kann jeder Entwickler seine Apps ohne einen Prüfungsprozess in den Market schieben. Die Funktionsbeschreibung der App muss nicht einmal dem entsprechen, was sie tatsächlich macht. Laut Juniper kann die App später zwar wieder entfernt werden, nachdem sie als Malware identifiziert und gemeldet wurde. Bis dahin kann sie aber bereits von zig anderen unbedarften heruntergeladen sein.

Juniper konnte im Rahmen der Studie feststellen, dass Entwickler immer raffiniertere Malware programmierten. Im Frühjahr wurde Schadsoftware entdeckt, die einen kompletten Root-Zugriff erlangen konnte, um weitere Pakete zu installieren und persönliche Daten, Location und weitere sensible Informationen auszulesen. Mittlerweile verfüge jede veröffentlichte Schadsoftware über diese Funktionalität, so Juniper.

Android-Malware - Immer die Augen auf beim App-Kauf

Malware im Android Market - Kuratieren ist die Lösung

Sicherlich gibt es auch bei Apple diverse Sicherheitslücken, wie Charlie Miller kürzlich erst unter Beweis stellen konnte. Doch mittlerweile hat Apple diese Lücke bereits behoben. Android, so beliebt das OS auch ist, bietet eine größere Angriffsfläche. Hier kann allerdings Google nicht allein vorgehen, denn auch wenn eine neue Android-Version veröffentlicht wird, die bestimmte Sicherheitslücken schließt, heißt es noch lange nicht, dass die vielen Smartphone-Hersteller ihr komplettes Portfolio mit einer neuen Firmware bestücken. Dies kann Wochen oder Monate dauern, falls es überhaupt angeboten wird.

Das Problem müsste also zentral angegangen werden. Angeblich hat Google auch so etwas in Planung. Jeder User sollte allerdings auch möglichst selbst darauf acht geben, was er sich auf sein Android-Smartphone lädt. Wenn einem eine App nicht ganz geheuer ist, sollte er besser die Finger davon lassen.

Infografik - Android Malware

Die komplette Infografik mit vielen weiteren interessanten Zahlen, Daten und Fakten kannst du dir nach Klick auf diese Vorschau ansehen:

Infografik - Bildquelle Juniper

Hinweis: Das Juniper Global Threat Center ist ein Unternehmen, das sein Geld mit Sicherheitsprodukten macht. Daher sollte man diese ganze Studie natürlich ebenfalls mit Vorsicht genießen, wobei man dennoch auffpassen, sollte, was man sich auf sein Smartphone installiert.

Weiterführende Links:

 

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6 Reaktionen
jschneider
jschneider

ich denke nicht, dass android das iOS in der nächsten Zeit überholen wird...

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Andreas Floemer

@Anton: Statistiken/Infografiken werden sehr häufig im Auftrag solcher Unternehmen angefertigt. Für sie ist es großartige Werbung. Die Prozentzahlen sind vielleicht dramatisiert, dennoch geben sie eine gewisse Tendenz wieder, denn der Android Market ist nicht sonderlich sicher, das ist nicht von der Hand zu weisen.

Kritik und Anregungen nehmen wir immer gerne an und geben uns Mühe, sie auch in unsere Arbeit einfließen zu lassen.

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Anton
Anton

"...Das Juniper Global Threat Center ist ein Unternehmen, das sein Geld mit Sicherheitsprodukten macht. Daher sollte man diese ganze Studie natürlich ebenfalls mit Vorsicht genießen ..."

@ t3n Team,
Ihr recherchiert und zitiert aus Quellen denen ihr selber nicht traut? ... nur weil sie eine ein hype-features ne Infografik erstellt haben, wo wie üblich jegliche Quellen fehlen?

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ihr vor lauter Weiterentwicklung der Website und des Print-Magazins weniger Wert auf die Qualität eurer News legt.

Vielleicht würde euch ein "Renaissance-Projekt" gut tun, Vielleicht findet ihr die ein oder andere Eigenschaft wieder, die ihr über die Jahre über Bord geworfen habt.

Sorry, musste mal meinen Frust loswerden

Anton

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Torsten
Torsten

Gesundheit "ange stiegen", ich glaube du hast, wie viele andere auch, den Unterschied zwischen Android und iOS nicht verstanden ... Muss aber auch nicht jeder! ;)

Du willst uns also erzählen das es richtiger ist seine Nutzer, die viel Geld in ein Produkt stecken, bevormundet? Klar, wenn ein OS schön bunt ist, ich aber wenig damit machen kann, laufe ich auch weniger der Gefahr, mir Viren einzufangen ... Prost ...

Das erinnert mich er an die Kleinkinder Mentalität ala: Wenn ich mir die Hände vor die Augen halte, sehe ich den Buuh Mann nicht und der mich natürlich auch nicht ...

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satriani
satriani

Leider täuschen sich immer mehr iOS-User, dass iOS sicherer sei als Android.
Beide Systeme sind relativ unsicher, doch mit Android lässt sich eine Malware mit ein wenig Knowhow problemlos unterbinden. Beim iOS ist man dagegen dem Schadcode schutzlos ausgeliefert.
Wir arbeiten ständig mit unseren Kunden und sind auf Tabletts angewiesen, es hat lange gedauert bis wir endlich eine Lösung gefunden haben. Mit iPad über iPad2 zu Samsung Galaxy Tab 10.1
Unsere Sicherheitsexperten haben leider sehr viel Zeit in den beiden iPads investiert ohne Erfolg, das gesamte Sicherheitskonzept hat sich nicht durchgesetzt. Seitdem wir uns für Android entschieden haben, war die Lösung binnen paar Tage da. Unsere Tablets sind nun relativ sicher und wir können unsere Kunden sicher beraten und Aufträge erstellen/bearbeiten.
Der iOS-Kernel sowie das gesamtes System ist sehr undurchschaubar und zum teil hardcoded, das heisst keiner weiß wirklich was sich hinter dem System verbirgt, das System sendete trotz aller unseren Unterbindungsversuch die Daten ins Nirwana. Ich gehe davon aus, dass das ganze iOS eine grosse Malware ist. Ich besitze selbst einen iPad2 privat und ich traue ehrlich gesagt die sensible Daten dem Gerät nicht zu :-/

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ange stiegen
ange stiegen

Klar. Die Oma und Hausfrau sollen halt aufpassen welche Ersatzteile sie in ihr Auto oder Erdgas-Heizung einbauen. Es gibt ja gefälschte Ersatzteile. Und bei Apps soll Eurer Arzt und Steuerberater und Oma usw. auch aufpassen...

iOS hat einen Verbraucherschutz der halbwegs funktioniert. Google eher das Gegenteil und "ist uns doch egal"-Mentalität.
Android ist das was Symbian und Wintel mal war.

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