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Android soll schöner werden – Google veröffentlicht Design-Richtlinien

Googles Android-Design-Chef Matias Duarte hat gestern im Laufe der eine für sehr wichtige Ankündigung gemacht. Mit der Einführung von Version 4 Ice Cream Sandwich wurde ein neues UI Framework vorgestellt, das Entwicklern die Gestaltung einfacherer und zugleich schönerer Apps ermöglicht. Auf diese Weise will man auf dem mobilen Betriebssystem ein Design durchsetzen, das sich für User einheitlicher und „runder“ anfühlt.

Android soll schöner werden – Google veröffentlicht Design-Richtlinien

Android Design - Mehr Konsistenz bei Apps

Auf einer Unterseite im Android-Developer-Kanal wird Entwicklern umfangreiches Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem sie die Möglichkeit haben, ihre Apps in Anlehnung an Ice Cream Sandwich zu gestalten. Dieser Schritt erfolgt eine Woche nach der Ankündigung Googles, dass Hersteller dazu verpflichtet sind neben ihren optisch angepassten Android-Versionen wie Touchwiz, Motoblur und Sense zusätzlich die Standard-Nutzeroberfläche von Android 4.0 Ice Cream Sandwich „Holo-UI“ mitzuliefern.

Die Android Design-Website erklärt Entwicklern haarkleinst bis aufs einzelne Pixel, was sie unternehmen können, damit ihre Apps genauso ansprechend gestaltet sind wie die Holo UI von Android 4.0, die sich um Welten von älteren Android-Versionen unterscheidet und positiv abhebt. Entwickler sind zwar nicht dazu verpflichtet, sich an die Guidelines zu halten, sieht man allerdings in den Android Market, wäre es oftmals sehr wünschenswert. Eine Vielzahl an Apps sind leider wahre Usability- und Designkatastrophen.

android 4.0 design guidelines
Android Design wird seit Ice Cream Sandwich großgeschrieben (Bild: Google)

Android Design-Richtlinien für Entwickler optional

Martias Duarte betonte im Interview mit The Verge auf der CES, dass Entwickler, die Design ernst nehmen, sich an diesen neuen Richtlinien orientieren sollten. Bei Android 4.0 Ice Cream Sandwich habe bewusst aufs Design geachtet, um es eine Stufe näher an die Konkurrenz - namentlich Apple - zu bringen. Im Unterschied zu Apple lässt Google alle Apps zu, die Entwickler bereitstellen - es wird lediglich Schadsoftware entfernt. Apps, die „Designgaus“ ähneln, dürfen zum Leidwesen der Nutzer angeboten werden, was ein trübes Licht auf Android im Allgemeinen wirft.

Google hatte Entwickler in Bezug aufs App-Design bislang allein gelassen, es existierten bislang keine Richtlinien, wie eine App idealerweise aussehen sollte. Mithilfe der Android Design Website werden Entwickler erstmals an die Hand genommen. Im Grunde kommt diese Anleitung etwa zwei Jahre zu spät. Dennoch ist es sehr zu begrüßen, dass Google endlich reagiert und an den richtigen Schrauben dreht, um Android noch erfolgreicher zu machen.

Wie seht ihr die Entwicklung? Ist sie längst überfällig oder spielt das Design einer App für euch keine Rolle?

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6 Antworten
  1. von Mirko am 13.01.2012 (12:40 Uhr)

    Gut, dass Google was tut. Als Entwickler für beide Welten muss ich feststellen, das es bisher immer so war, dass Apple seine Entwickler bestens mit Infos, Tools und Tutorials versorgt hat. Während es bei Android immer ein Riesenk(r)ampf ist/war, an die Sachen zu kommen. Aber es geht voran.

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  2. von Patrick am 13.01.2012 (12:43 Uhr)

    Der letzte Absatz trifft das Thema auf den Punkt: "Im Grunde kommt diese Anleitung etwa zwei Jahre zu spät." Das hätte mir viele De-Installationen erspart...
    Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Richtlinien von den Entwicklern auch angenommen werden.

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  3. von Pooly am 13.01.2012 (12:48 Uhr)

    Mal sehen was daraus wird, sollte sich da wirklich was verbessern, könnte ich mich evtl zu einem Wechsel von iOS zu Android hinreißen lassen.

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  4. von Mike Schwede am 13.01.2012 (13:46 Uhr)

    Ich habe ein iPad und ein Samsung S2 Android Phone und finde, dass die etablierten Apps auf dem Google OS bereits jetzt schon ein sehr gute Usability haben. Schon nur, weil Android z.B. die Back-Button-Funktionalität vorgibt. Bei iPad-Apps finde ich mich häufig zunächst nicht wirklich zurecht (manche Standardicons wie das Teilen sind nicht logisch etc.). Man entdeckt dort eher mal Funktionen per Zufall. Das heisst: Vorgaben alleine machen gute Apps nicht aus.

    Ich würde es aber begrüssen, wenn das wundervolle Design von Android 4 (straight und clean) die auch in diversen Apps schon aufgenommen wurden, weitergezogen werden. Mich stört es, wenn gewisse Apps einfach Kopie vom iOS sind (mit Bevels, Verläufen, Verzierungen, unnötige Rahmen und Kästchen - alles was vom Wesentlichen ablenkt). Die neue Twitter-App ist z.B. so ein Übeltäter. Hier wären Stil-Vorgaben wichtig.

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  5. von Clemens am 13.01.2012 (14:44 Uhr)

    Für mich ehrlicherweise bisher der einzige Grund wieso ich kein Androidgerät besitze: Es ist nicht elegant.

    Villeicht dann mal in Zukunft :D

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  6. von Mängel sind überall , Qualität wird n… am 13.01.2012 (20:00 Uhr)

    Wichtig ist der letzte Absatz, das es zu spät kommt.

    Apple ist auch nicht King. Listen sollten grundsätzlich nach diversen Keys sortierbar sein und oben immer ein Suchfeld als als und Filter haben. Das hat die MacOS-Twitter-Anwendung beispielsweise nicht und unter iOS gibts das leider auch nicht immer.

    Man müsste Punishments vergeben und Apps niedriger in Suchergebnissen scoren wenn sie Negativpunkte ansammeln. Z.B. für Design-Mängel. Aber der Google-Appstore hatte eine Weile wohl sogar nicht mal eine brauchbar funktionierende Suchfunktion.
    Die ständigen offensichtlichen Mängel sind einfach nur peinlich. Egal ob M$, $on¥, Nokia, Apple oder Google.

    Noch besser wäre enforctes MVC so das Google-Test-Suites die kostenlos von Freiwilligen erzeugt werden, die Apps steuern und auch nett am Quad-HD-TV anzeigen können.
    Jeder User sollte seine Apps Gui-Mäßig einrichten wie sein Wohnzimmer und auch übersetzen können.
    Aber Apple und Google helfen Apps-Entwicklern nicht einmal, gegen Raubkopien vorzugehen. Apple weiss genau, wer für die App bezahlt hat. Alle anderen gehören ins Gamecenter gar nicht rein und die App sollte App-brechen. Stattdessen jammern Entwickler - völlig zu Recht - das im Gamecenter viel viel mehr HiScores und User eingetragen sind als jemals die App gekauft haben. Wenn dort Bewerber-Leistungs-Test-Ergebnisse und Schulnoten abgelegt wären, wäre das schon armselig für Apple.
    Apple macht auch nur das nötigste :-(

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