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Gadgets & Lifestyle

Android-Zeitungen: Google plant Konkurrenz für iPad-Zeitungen

Google plant scheinbar einen digitalen Zeitungskiosk für sein mobiles Betriebssystem Android. Die darüber vertriebenen Android-Zeitungen sollen den iPad-Zeitungen wie Rupert Murdochs „The Daily“ Konkurrenz machen, die noch im Januar an den Start gehen soll. Und Google hat sich für seine Newsplattform mit Time Warner, Condé Nast und Hearst bereits einige gewichtige Partner an Bord geholt. Als Anreiz für der Verleger werden im Vergleich zu Apple niedrigere Beteiligungen von Google erwartet.

Android-Zeitungen vs. iPad-Zeitungen

Das noch frische Jahr 2011 wird ganz sicher auch zum Jahr der Tablets. In den nächsten Tagen planen viele Hersteller die Vorstellung ihrer neuen Tablets auf der CES in Las Vegas und viele der neuen Geräte werden wohl mit Android ausgestattet sein. Bei aller Euphorie sollte man aber nicht vergessen, dass Apple schon ein bis zwei Schritte voraus ist. Während sich das iPad bereits etabliert hat, stehen viele Android Tablets noch vor ihrer Einführung. Einzig das Galaxy Tab von Samsung ist bereits eine Größe auf dem Tablet-Markt.

Google plant mit den Android-Zeitungen neue Inhalte für Android-Tablets, wie dem Galaxy Tab von Samsung (Bild: Samsung).

Und auch bei den Inhalten ist das iPad von Apple derzeit wohl noch einen Schritt voraus. Noch in diesem Monat soll die iPad-Zeitung „The Daily“ auf den Markt kommen, mit der sich Rupert Murdochs News Corp. ihren Anteil an der von den Verlagshäusern als Heilsbringer angesehenen Plattform sichern will. Google begibt sich mit den geplanten Android-Zeitungen also abermals in die direkte Konkurrenz zu Apple und versucht scheinbar mit einem breiten Angebot zu punkten.

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Drei der größten Verlage setzen auf die Android-Zeitungen

Trotz des Vorsprungs von Apple ist es Google scheinbar gelungen, schon in dieser frühen Phase der neuen Newsplattform drei der größten US-Verlagshäuser für seine Pläne zu begeistern. Mit den Inhalten von Time Warner (u.a. Time Magazin), Condé Nast (u.a. Wired Magazine) und Hearst (u.a. Esquire) könnte der digitale Kiosk von Android nach einem Bericht im Wall Street Journal schon zum Start eine breite Auswahl an Android-Zeitungen im Angebot haben und Apple sogar überflügeln.

Gelungen ist dies Google wohl auch über eine geringere Beteiligung an den Verkaufserlösen. Während Apple bei den iPad-Zeitungen 30 Prozent der Verkaufspreise für die Vermittlung einbehält, will Google preislich darunterliegen. Konkrete Angaben über die Höhe der Beteiligung gibt es jedoch nicht. Fraglich ist auch die Preisgestaltung bei den einzelnen Android-Zeitungen. „The Daily“ soll für iPad-User nur 99 US-Cent kosten.

Android-Zeitungen vs. iPad-Zeitungen ist auch ein Kampf der Plattformen

Mit „Honeycomb“, der nächsten Version von Android, soll das Google-Betriebssystem endlich die für die Tablet-Hersteller so wichtigen Anpassungen bekommen. Erst dann werden die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Android-Tablets erst so richtig sichtbar. Im Vergleich zum iPad wirkten die meisten Android-Tablets auf dem Markt bislang eher unfertig. Einzig das Galaxy Tab von Samsung konnte die Erwartungen erfüllen.

Neben der Hard- und Software geht es bei dem Kampf der Plattformen iOS gegen Android aber auch um die Inhalte. Eine noch so gute Plattform kann nur scheitern, wenn die richtigen Inhalte fehlen. Das haben sowohl Apple als auch Google erkannt und versuchen nun die Inhalteanbieter auf ihre Plattform zu bekommen. Für die Nutzer, egal welcher Plattform, kann dies eigentlich nur vorteilhaft sein. Momentan kann Apple noch die Rahmenbedingungen diktieren, da das iPad als Plattform noch nicht die große Konkurrenz hat. Doch mit den kommenden Android-Zeitungen kommt Apple in eine Konkurrenzsituation, die den Verlagen ein Entgegenkommen bescheren könnte. In der Folge könnten für die Nutzer daraus vernünftige Preise und qualitativ hochwertige Inhalte entstehen.

Digitale Zeitungen auf den Tablets müssen sich allerdings auch erstmal auf dem Markt und bei den Lesern etablieren. Wie schon bei den iPad-Magazinen zu sehen ist, dürften weder die iPad- noch die Android-Zeitungen zu Selbstläufern werden.

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