Angriff auf Google
Microsoft will Publishern Geld zahlen, wenn sie sich aus dem Google-Index entfernen lassen

Falk Hedemann, 23.11.2009 - 11:01 | 2 Kommentare |
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Microsoft verbündet sich mit Rupert Murdoch und will Publishern Geld zahlen, wenn sie sich aus dem Google-Index streichen lassen - darauf deuten immer mehr Anzeichen hin. Mit eben dieser Ankündigung, der Entfernung aller Webseiten seiner News Corp aus dem Suchindex von Google, sorgte Medienmogul Murdoch in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen. Nachdem er dafür vielfach belächelt wurde, könnte sich das Blatt nun möglicherweise wenden, denn eine Allianz mit Microsoft und deren Suchmaschine Bing könnte sich für beide Beteiligten auszahlen.

Für die Zeitungsverlage könnte sich so ganz unverhofft eine weitere Einnahmequelle für ihre Online-Inhalte ergeben. Bisher gilt das Online-Geschäft der Zeitungen eher als zusätzliches Problem zum ohnehin schon schwierigen Print-Markt. Immer wieder gibt es daher in den letzten Wochen Bestrebungen, Paid-Content-Modelle zur Finanzierung der Online-Sparten einzuführen. Zugleich gibt es immer lauter die Forderung an Google, einen Teil seiner Erlöse an die Content-Lieferanten abzuführen. Eine Forderung, die Microsoft jetzt anscheinend gewillt ist zu erfüllen. Noch ist diese Allianz allerdings nicht offiziell, doch die starke Konkurrenz zwischen Microsoft und Google lässt sie zumindest plausibel erscheinen.

Rupert Murdoch, Foto: World Economic Forum, Flickr.com

Rupert Murdoch, Foto: World Economic Forum, Flickr.com

Bei Google macht man sich deswegen allerdings keine großen Sorgen. Der Direktor von Google UK sagte beispielsweise, man bräuchte die Inhalte der Zeitungen nicht, da man mit ihnen sowieso kein Geld verdiene.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Replik auf die „Hamburger Erklärung“, in der gezeigt wird, dass die 148 deutschen Verlage, die sich zum Schutz des geistigen Eigentums zusammengeschlossen haben, lediglich auf einen Anteil von fünf Prozent der Top-10-Ergebnisse bei Google kommen. Sollten sie sich aus den Suchergebnissen entfernen (lassen), dürfte das dem Nutzer also kaum auffallen.

Die Frage, die sich somit auch stellt: Wie will Microsoft die Zahlungen an die Publisher refinanzieren? Aus den dann exklusiven Inhalten der Zeitungen allein dürfte sich das nicht realisieren lassen.

Bildnachweis: Rupert Murdoch von World Economic Forum. Lizenz: CC BY.

Bildnachweis für die Newsübersicht: Bing vs Google von michperu. Lizenz: CC BY.

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2 Antworten zu “Angriff auf Google: Microsoft will Publishern Geld zahlen, wenn sie sich aus dem Google-Index entfernen lassen”

  1. #1 Angriff auf Google: Microsoft will Publishern Geld zahlen, wenn sie sich aus dem Google-Index entfernen lassen | schwarzdesign blog

    [...] (Zum Originalbeitrag von t3n.yeebase.com – Open Source, Web & TYPO3.) By Oliver Schwarz Posted in Marketing You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed No Comments You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed. « Marken, die wahren Stars im Netz [...]

  2. #2 Andre

    Das ist ja wirklich ein sehr interessantes Thema! Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Benutzerzahlen der Suchmaschine BING durch diese Aktion extrem steigen könnten. Immerhin möchten Menschen häufig ja auch bestimmt Literatur aus den Lieblingszeitschriften oder einfach von renommierten Autoren. Ich denke es wäre mehr ein psychologischer Aspekt, der die Leute fortan dazu bewegen würde Bing! zu benutzen!

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