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Darum sind Angular 2 und React.js wertvoll für die Zukunft von Javascript

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Jakob Westhoff – Autor und Trainer mit PHP- und Javascript-Leidenschaft – spricht im Interview über die Entwicklung von Javascript, Angular 2 und React.js.

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Die Javascript Days, AngularJS Days und HTML5 Days starten zusammen im März in München. Auch Jakob Westhoff wird als Sprecher und Programmverantwortlicher vor Ort sein. Im Interview mit dem Journalisten Thomas Wießeckel spricht er unter anderem über React.js und Flux sowie ECMAScript 6.

Thomas Wießeckel: Jakob, im Bereich ECMAScript hat sich vor allem letztes Jahr einiges getan – alleine schon die Umbenennung von ECMAScript 6 in ECMAScript 2015 zeigt, dass man den Standard beschleunigen will. Wie schätzt du die Situation ein?

Jakob Westhoff: Die von dir angesprochene Entwicklung existiert nicht erst seit einem Jahr. Seit dem Auftauchen der ersten Transpiler in der Javascript-Welt haben wir erkannt, dass es möglich ist, neue Technologien in breiter Masse einzusetzen, noch bevor diese in die einschlägigen Javascript Engines vollständig Einzug gehalten haben. Dies eröffnet vollends neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Sprache selbst, da die Intervalle der nächsten Sprachgeneration nicht mehr an die Adaptionszyklen der Browserhersteller gebunden sind. Neue Sprachfeatures werden bereits praxisrelevant getestet, noch während die Spezifikationsphase läuft. Der Wunsch, nun jedes Jahr ein Sprachupdate zu veröffentlichen – woraus sich auch die Umbenennung ES2015, ES2016 … ergibt – ist demnach absolut realisierbar.

Wießeckel: Features wie asynchrones Javascript könnten sich so wesentlich schneller im Markt etablieren. Ist der Markt – besonders die Browserhersteller – dafür bereit?

Westhoff: Dank der angesprochenen Transpiler können wir bereits heute Features von morgen verwenden. Sobald Browserhersteller nachgezogen sind und diese Features nativ implementiert haben, ist ein fließender Wechsel auf diese Technologie möglich. Die nötigen Migrationspfade existieren und sind sehr leicht umsetzbar.

Wießeckel: Was sind die nächsten Features, auf die man sich freuen darf?

Westhoff: Viele neue Konstrukte sind im Gespräch, die unsere Entwicklungswelt mächtiger und einfacher gestalten werden. Hierzu zählen zum Beispiel Observer, die es erlauben werden, sowohl Javascript- als auch DOM-Elemente asynchron zu überwachen und bei deren Änderungen informiert zu werden. Auch Decorator werden ein sehr interessantes Feature werden. Diese erlauben die Annotation von Datenstrukturen (Klassen, Funktionen, Objekten …), um diesen benutzerdefinierte Fähigkeiten hinzuzufügen. Auch im Bereich Performance wird es unter anderem mit SIMD-Instruktionen weitere Vorstöße geben. Eine meiner meisterwarteten Erweiterungen ist allerdings async/await.

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Wießeckel: Bleiben wir beim Thema asynchrones Javascript: Microsoft hat eine erste Implementierung mit Promises umgesetzt. Ist das der richtige Weg?

Westhoff: Promises sind bereits heute eines der mächtigsten Werkzeuge zur Beherrschung komplexer asynchroner Operationen. Mit der Aufnahme von Promises/A+ in die ES2015-Spezifikation existiert nun auch ein definierter Weg, diese einzusetzen. Auf der Basis von Promises in Kombination mit ES2015-Generatorfunktionen gibt es bereits async/await-ähnliche Implementierungen. Promises auch für die nächste Stufe der asynchronen Behandlung zu verwenden, ist demnach nur konsequent.

Wießeckel: Wie viel Anteil an den aktuellen Entwicklungen haben Frameworks wie beispielsweise Angular 2?

Westhoff: Die aktuellen großen Frameworks sind sehr gut darin, neue Sprachfeatures im großen Stil zum Einsatz zu bringen. Angular 2 setzt unter anderem auf Dekoratoren. React setzt viele ES2015-Features, wie zum Beispiel Rest-/Spread-Operatoren, ein. Praktische Einsatzbereiche für diese Neuentwicklungen in freier Wildbahn zu testen ist sehr wertvoll für die Planung und Umsetzung des weiteren Vorgehens.

Wießeckel: Aktuell hat man das Gefühl, dass Google und Facebook viel frischen Wind in das Javascript-Universum bringen. Wie tief sollte man sich als Entwickler in React oder Angular einarbeiten? Gerade mit Flux bietet Facebook ja durchaus einen interessanten Architekturansatz …

Westhoff: Es schadet niemals, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich mit neuen Technologien zu beschäftigen. Besonders Flux ist ein sehr interessanter Ansatz einer Applikationsarchitektur, der sich auch außerhalb von React einsetzen lässt. Besonders die unterschiedlichen Implementierungen dieses Musters können einiges an Hintergrundinformationen und Denkanstößen liefern. Letztendlich ist allerdings das zu lösende Problem ausschlaggebend für eine Technologieentscheidung. Jedes existierende Framework und jede Technologie haben Vor- und Nachteile. Der Einzelfall entscheidet also am Ende.

Hast du auch Fragen an Jakob Westhoff?

Dann sei beim großen Trainingsevent für Entwickler und Softwarearchitekten dabei. Eine Auswahl besonders hochkarätiger Javascript- und HTML5-Experten vermitteln tiefgehend, wie du Javascript-basierte Anwendungen optimal planst und erfolgreich realisierst, welche Stärken und Schwächen die verschiedenen Technologien haben oder wie du bei der Wahl einer geeigneten Architektur vorgehen solltest.

Zusammen mit den parallel laufenden AngularJS Days  und den HTML5 Days kannst du aus insgesamt 30 Power-Workshops wählen.

Infos zu den Javascript Days in München

In den sozialen Netzwerken findet ihr alle Neuigkeiten zu den Javascript Days auf Facebook, bei Twitter und bei Google+.

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