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„Anhören“-Button bei Facebook – das Ende für MySpace?

    „Anhören“-Button bei Facebook - das Ende für MySpace?

Bei Facebook gibt es jetzt einen „Anhören“-Button, mit dem sich die Musik von Künstlern direkt über deren Fanseite anhören lässt. Facebook kooperiert dazu mit verschiedenen Streaming-Diensten wie Spotify oder Simfy. Für den einstigen Konkurrenten MySpace, dessen Kerngebiet jetzt die Musik ist, wird die Luft nun wohl noch dünner.

„Anhören“-Button bei Facebook für zahlreiche Musik-Dienste

Wer nicht genau hinschaut, könnte den neuen „Anhören“-Button auch übersehen.

Fast schon unscheinbar platziert ist der neue „Anhören“-Button bei Facebook. Zu sehen ist er nur auf den Fanseiten von Musikern und Bands, wie zum Beispiel Linkin Park, Coldplay oder Jan Delay. Wer ihn anklickt wird darüber zum Streaming-Dienst seiner Wahl weitergeleitet. Sollte noch keine Verknüpfung mit einem Musikdienst bestehen, so muss zunächst eine oder mehrere Apps installiert werden. Zur Auswahl stehen wohl Spotify, Simfy, Rdio, Deezer, Mog oder Slacker Radio, eine komplette Liste der Dienste war auch auf Nachfrage nicht von Facebook erhältlich. Je nach ausgewähltem Dienst sind die dann gespielten Musiktitel unterschiedlich – zwischen den beliebtesten Titeln und einer zufälligen Auswahl ist alles möglich. Die Künstler scheinen darauf ebenso wenig Einfluss zu haben, wie die Facebook-Nutzer.

Nach dem Klick auf den neuen Button kann man sich die Musik des Künstlers mit einem Streamingdienst wie Spotify anhören.

Wissen muss man dazu zudem noch, dass die Musik-Dienste nicht nur die gespielten Titel auswählen, sondern die Nutzer-Aktivitäten auch noch über den Open Graph an die Freunde weiterreichen. Wer seinen Musikgeschmack also lieber für sich behalten möchte, sollte den „Anhören“-Button bei Facebook nicht verwenden.

„Anhören“-Button greift MySpace an

Eigentlich liegt der direkte Kampf Plattform gegen Plattform zwischen Facebook und MySpace schon einige Zeit zurück. Erst kürzlich machte MySpace wieder auf sich aufmerksam, weil der einstige Platzhirsch den Niedergang stoppen und sogar wieder neue Mitglieder begrüßen konnte – dank Facebook, denn der Grund war die Nutzung des Open Graphs über den neuen Musikplayer. Und ironischerweise könnte genau diese neue Möglichkeit MySpace jetzt das Rückgrat brechen.

Da die Musik-Dienste, die den „Anhören“-Button bei Facebook nutzen, nun ebenfalls als Open-Graph-App unterwegs sind, dürfte Facebook sehr schnell ein gewichtiges Wörtchen beim Thema Musik-Streaming spielen. Zwar nicht als Anbieter, aber eben doch als die Plattform für die soziale Verbreitung von gestreamter Musik. Allein die enorme Reichweite von Facebook sollte für Musiker und Bands ein Grund sein, um auf Facebook präsent zu sein. Für MySpace spricht dagegen nicht mehr viel. Damit wäre dann wohl auch der Schwenk zurück zu den ursprünglichen Wurzeln kein Erfolgsweg für MySpace.

Was haltet ihr denn vom neuen „Anhören“-Button bei Facebook? Tolle Sache oder habt ihr mit dem Teilen der Aktivitäten eher Bauchschmerzen?

Weiterführende Links um Thema „Anhören“-Button bei Facebook:

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5 Reaktionen
Nils
Nils

Es gibt doch schon seit einer Zeit die "Bandpage" für Facebook, die eine ähnliche Funktion wie Myspace erfüllt. Die halte ich von der Machart her für eine bessere Lösung, da die Künstler eben entscheiden können mit welchen Titeln sie sich "präsentieren" und man sich als Nutzer nicht extra noch registrieren muss. Allerdings stellt sich da die Frage, ob man auf diese Seite aus der neuen Chronik noch draufkommt. Ansonsten: Eine Band bei Spotify finden schafft man auch ohne Facebook...

Antworten
Daniel
Daniel

Ist es wirklich das Ende von MySpace und allen anderen kleinen Musik-Netzwerken? Wohl eher nicht. Was genau macht dieser Button? Er ist in meinen Augen nichts weiter als ein Link, der eine Applikation öffnet. Die Musik ist nicht im Netzwerk integriert. Es lässt nicht mal die Musik direkt im Browser abspielen, und wenn, dann nur zu einem Ausschnitt von 30 Sekunden.

Der Button ist nur eine smarte Verbesserung der Facebook Seite, aber keinefalls eine Revolution oder ein Hype, über den es sich zu diskutieren lohnt.

Viele Grüße
Daniel.

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Schliense
Schliense

@ David
Exakt.

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David Redelberger
David Redelberger

Ist es wirklich so, dass man es allen FreundInnen mitteilen muss, was man so hört über Streamingdienste? Normalerweise kann man doch die Sichtbarkeit jeder App in den Anwendungseinstellungen auf z.B. "nur ich" einstellen und gegessen hat sich der Käse...?!

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gfb
gfb

Schlimmschlimm wie Facebook die Benutzer immer mehr an sich bindet. Und um die Musik anzuhören "muss" ich mich dann ja zwangsweise wiederum bei einem Dienst registrieren, wo ich bezahlen muss UND Facebook wiederum bekommt noch mehr Daten in den Rachen geworfen. Gefällt mir nicht.

Wobei ich denke, dass bei MySpace noch viele kleine Bands unterwegs sind, die bei keinem Musikstreamingdienst auftauchen. Und diese Bands haben auch keine Möglichkeit, den "Anhören"-Button für sich zu nutzen.
Ist es dann nicht eher der Untergang der individuellen Musikkultur, der kleinen Bands, statt der Untergang von MySpace?

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