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Griff ins Klo? Anti-Adblock-Aktion der BILD spült frisches Geld in die Kasse von Adblock Plus

Griff ins Klo? Anti-Adblock-Aktion der BILD spült frisches Geld in die Kasse von Adblock Plus

Der Schuss könnte nach hinten losgegangen sein – zumindest bis jetzt. Die Anti-Adblock-Aktion der BILD spült frisches Geld in den Werbeblocker-Anbieter .

Griff ins Klo? Anti-Adblock-Aktion der BILD spült frisches Geld in die Kasse von Adblock Plus
Warum sehe Bild.de nicht? Anti-Adblocker-Kampagne der BILD. (Screenshot: Bild.de)
Warum sehe Bild.de nicht? Anti-Adblocker-Kampagne der BILD. (Screenshot: Bild.de)

Anfang der Woche hat der Axel-Springer-Verlag mit einem ganz besonderen Stunt auf sich aufmerksam gemacht. Besucher der BILD-Webseite, die einen Adblocker im Browser installiert haben, wurden von dem Medium ausgesperrt. Die Strategie dahinter: Adblock-Nutzer sind gezwungen ihre Werbeblocker auszuschalten, um weiterhin Artikel auf Bild.de lesen zu können. BILD geht damit einen konsequenten Schritt: Wer nicht zahlt, muss Werbung erdulden. Wer weder zahlt, noch Werbung duldet, hat auf Bild.de nichts mehr verloren.

BILD hofft damit, einige Adblock-Nutzer zu läutern. Die BILD-Aktion hat zweifelsohne für ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit, nicht nur in der Medienwelt, sondern auch in der Community gesorgt. Es folgte jedoch – anders als vermutlich erwartet – eine Solidaritätswelle unter den Adblock-Nutzern.

BILD hat eine Solidaritätswelle unter Adblock-Nutzern ausgelöst

Anti-Adblocker-Kampagne der BILD führt zu einer erhöhten Spendenbereitschaft bei Adblock-Befürworter. (Grafik: Adblock Plus)
Anti-Adblocker-Kampagne der BILD führt zu einer erhöhten Spendenbereitschaft bei Adblock-Befürworter. (Grafik: Adblock Plus)

Das Unternehmen Eyeo, das den Werbeblocker „AdBlock Plus“ betreibt, gab jetzt beispielsweise bekannt, dass über die vergangenen Tage überdurchschnittlich viele Spenden bei ihnen eingegangen sein sollen. Eine konkrete Summe wurde jedoch nicht mitgeteilt. Neben dem Whitelisting für Unternehmen, finanziert sich das Unternehmen auch von freiwilligen Zuwendungen. Für das Whitelisting, also der Möglichkeit von Unternehmen sich aus dem Werbeblocker freizukaufen, steht Eyeo seit langem stark in der Kritik.

Erfolg oder Misserfolg für Springer? AGOF- und IVW-Reichweitenzahlen werden es zeigen

Welche Ergebnisse der Axel-Springer-Verlag mit seiner Aktion erzielt hat, ist bis dato noch nicht klar. Es ist gut möglich, dass einige Nutzer für Bild.de eine Ausnahme eingerichtet haben und Werbung sie fortan erreicht. Sollte sich jedoch kein Umdenken eingestellt haben, dürfte der Schritt eher nachteilige Wirkung erzielen. In dem Fall kann von einem Traffic-Abfall ausgegangen werden. Entsprechende Hinweise werden sich spätestens in den kommenden AGOF- und IVW-Reichweitenzahlen ablesen lassen.

via meedia.de

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36 Antworten
  1. von Peter P am 15.10.2015 (17:17 Uhr)

    Egal ob man Adblock mag oder nicht: erstaunlich, dass es noch Leute gibt, die an den Laden spenden. Die scheffeln doch mittlerweile einen Haufen Kohle.
    Ob diese Leute auch an Facebook und Google spenden?

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  2. von Eric am 15.10.2015 (17:35 Uhr)

    Wo geht das nach hinten los? Nur weil AdBlock Plus nur mehr Geld verdient, können die Schmarotzer immer noch nicht kostenlos Bild.de lesen. (Außer man weiss, wie es geht.) Es gibt für die Zukunft ohnehin nur zwei Alternativen. Werbung oder Micropayment. Ansonsten könnt ihr nur noch auf ein paar handverlesenen Seiten, wie Wikipedia surfen oder Omas Häkelseite oder Jochens Aquairumseite besuchen.

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    • von Eric am 15.10.2015 (17:40 Uhr)

      P.S. Klar, es gibt viele Trash-Seiten im Netz, auf die man verzichten könnte. Aber auch sehr viele gute Seiten, wo Menschen hinter stehen, die nicht von Luft und Liebe leben.

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    • von Yufka am 15.10.2015 (17:41 Uhr)

      Und selbst da gibts sinnvollere und besser recherchierte Artikel als bei Bild.
      Und bevor das "Schmarotzer"-Geschrei losgeht:
      Von mir als gut eingestufte und regelmäßig besuchte Seiten sind in der AdBlock Ausnahmeliste. So wie t3n.

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    • von Eric am 15.10.2015 (17:46 Uhr)

      Wie Peter P. schon schrieb: Die Firma hinter Adblock Plus ist eine GmbH. Die freuen sich, dass die Trottel für eine kommerzielle Firma auch noch spenden. Spenden diese Leute sonst auch für Facebook, Mc Donald und Google?

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  3. von Sebastian am 15.10.2015 (17:45 Uhr)

    > Der Schuss ging nach hinten los

    Das folgert ihr aus einer Anbieter-"Statistik" ohne Achsenbeschriftung? Sorry, aber t3n geht echt nicht mehr!

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    • von Stefan am 15.10.2015 (22:35 Uhr)

      absolut. was für eine kurzsichtige Schlussfolgerung.
      bestimmt gekaufter Artikel von ABP. die Grafik ist ein Witz. garantiert gefaked durch EyeO.

      die bekommen doch kaum Spenden. die bekommen das Geld direkt von Google und Microsoft in Millionenhöhe.

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  4. von Georg Sauer am 15.10.2015 (18:07 Uhr)

    Wie doof muss man sein an dies "Mafia" Organisation die doch mit "Schutzgelderpressung" schon genug Geld verdient auch noch zu spenden? Wenn man für einen Adblocker spendet dann doch lieber für einen ohne solche Mafia Methoden wie z.B. uBlock Origin.

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  5. von Christian am 15.10.2015 (19:35 Uhr)

    So ein Diagramm hätte ich euch auch schnell in fünf Minuten erstellt. Aber Hauptsache einen Artikel darüber erstellt :)

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  6. von heiko seifert am 15.10.2015 (20:07 Uhr)

    Sinnvoll wäre dieser Artikel gewesen hätte er beispielsweise auch Skalenzahlen beinhaltet. Egal ob die Spenden von einem Euro auf 5,50 gestiegen sind oder eher von 10 € auf 55 €, das wird kaum etwas ändern. Da die Nutzer ja eher dafür sind eben nicht zu zahlen erwarte ich keine viel höheren Spenden - und selbst bei 550 € mal für einen Tag dürfte es eher peanuts gegenüber den erpressten Beträgen sein, die Eyeo für das whitelisting erhält.

    Springer hat auch die Paywalls hinter den lokalen Nachrichten durchgehalten, daher nehme ich an, sie werden auch diese Wall länger durchhalten - ich hoffe es zumindest

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  7. von Ich habe eine andere Theorie. am 15.10.2015 (20:23 Uhr)

    Was mir gut gefällt ist die Variante von welt.de. Dort hat man 20 Artikel pro Monat frei. Ab dem 21. Artikel müsste man zahlen. Das Problem dabei: Genau dann ist meist der Monat schon zu Ende und schließlich lese ich ja nicht jeden Tag. Ein weiteres und wichtigeres Problem: Die Bezahlmöglichkeiten sind eindeutig zu eingeschränkt und unübersichtlich. Von UX ganz weit weg. Ein Spendenbutton fehlt.

    Das Problem bei Bild.de ist aber vermutlich paradoxer! Meiner Meinung nach dachten die BILD-Leser, also die Kunden, sie könnten sich von der Blokade frei spenden. Das würde zumindest dem IQ von BILD Texten entsprechen. D.h. aber auch - was mich wundert, dass es immer noch Menschen gibt, die bereit sind, für die Lektüre der BILD zu zahlen. Aber, man sieht das ja auch täglich am Kiosk.

    Vielleicht habe ich es aber auch falsch verstanden, deshalb nochmal: AdBlocker lassen Ads derjenigen Werbungtreibende durch, die sich haben erpressen lassen, oder? (Eigentlich ein Fall für den Staatsanwalt.)

    Wie man es auch dreht. Qualität hat ihren Preis. Und das ausgerechnet die qualitativ schlechteste und unseriöseste Zeitung Deutschlands vergangenen Montag diesen richtigen Weg eingeschlagen hat, ist jetzt ein Dilemma.

    Ich glaube mit kostenlos.de fing das Problem irgendwann mal an: "alles im Internet ist kostenlos". Wäre schön wenn BILD sich damit doch noch durchsetzt, obwohl ich es der BILD nicht gönne. Und unsere Gesellschaft zu einer anderen Grundhaltung zurückkehrt.

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  8. von AntiBild am 15.10.2015 (22:46 Uhr)

    Mit Ruby AdBlocker könnt ihr die Seite von Bild dennoch besuchen und deren Werbung ausblenden :D Da hat die Bild wohl nicht die richtigen Programmierer eingestellt ;-) Für die, die es interessiert, hier der link zu ruby: http://www.rubyadblocker.com

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  9. von Sebastian am 16.10.2015 (00:18 Uhr)

    Ich verstehe nicht, was die Spende an die Entwickler den Spendern bringt, bzw was der Zusatznutzen von Adblock Plus ist? Bin ich doof oder sollte das in einem solchen Artikel erklärt werden?

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  10. von Marcus am 16.10.2015 (00:26 Uhr)

    Getreu dem Motto: Lieber etwas weniger Leser, dafür Leser die nun zahlen - oder eben Werbung dulden.
    Ich selbst finde das Piraterie und einen groben Eingriff in Unternehmen. Leser, die Werbung nicht möchten, sollen doch bitte anderswo das kostenlose ersuchen.

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  11. von Tom am 16.10.2015 (08:24 Uhr)

    Journalistisch ist dieser Artikel eine 6-.
    Diese Grafik sagt aufgrund der fehlenden Achsbeschriftung nichts aus. Dennoch werden hieraus populistisch bedeutende Aussagen für die Headline gezogen. Das Thema Adblocking ist wichtig und verdient bessere Redakteure.

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  12. von Blogzon am 16.10.2015 (08:36 Uhr)

    Das einzige was gegen die Adblocker hilft ist ein Gesetz. Die Verlage und Unternehmen sollen weiter vor Gericht ziehen und klar und deutlich machen:
    ein Adblocker ist ein Angriff von außen auf die Website, wie ein Hack oder Virus.
    Wenn jemand eine Anzeigentafel oder Plakat eines Ladens überklebt, dann ist das eine Straftat, denn das ist Sachbeschädigung.
    Und ein Adblocker ist Sachbeschädigung.

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    • von Marcus am 16.10.2015 (08:51 Uhr)

      Da stimme ich dir zu. Mal schauen, wie lange das Katz und Maus Spiel noch funktioniert.

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    • von Donngal am 16.10.2015 (09:00 Uhr)

      Spannend. Und wenn ich per Hand den CSS Code einer Website in den Developer Tools ändere ist das dann auch Sachbeschädigung? Oder wenn ich die Schriftart ändere? Oder die Seite in einem Textbrowser wie lynx lese? Dann verändere ich ja auch die Website... Aber nur für mich. Und das gleiche macht ein Adblocker. Verändert die Website für mich. Dämliche Argumentation.

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      • von Blogzon am 17.10.2015 (00:48 Uhr)

        Eigentlich schon. Wenn es der Website Besitzer es "nicht" will oder per Regeln nicht erlaubt, dann ist es nicht legal.
        Auch wenn es nur für einen selbst ist.
        Man kann ja nicht selbst seinen Personalausweis ändern oder irgendetwas ändern, was nicht erlaubt ist.

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    • von Marie am 16.10.2015 (09:51 Uhr)

      Das war Quatsch. Merkste selber?
      Ich kann doch wohl bestimmen, was mir MEIN Browser anzeigt. Ob das jetzt JS und CSS Filter sind, oder ein Adblocker. Wer außer den Werbetreibenden will denn das Tracking? Das ist ist immer noch MEIN PC. Ich bestimme, was ich sehen will.

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      • von Blogzon am 17.10.2015 (00:58 Uhr)

        Du kannst nur bestimmen was erlaubt ist. Wenn Firefox, Google Chrome etc. dir verbieten würde die Farbe Blau in ihrem Browser zu benutzen (indem du etwas am Browser ohne Erlaubnis änderst was in den AGBs deutlich verboten ist), dann wäre es nicht erlaubt.

        Und nein, du bestimmst nicht was du sehen willst, sondern die, die den Content herstellen und es dir anbieten. Du hast immer eine beschränkte Auswahl.
        Es gibt eine Menge Content, Websites etc. die nicht legal sind und du NICHT sehen darfst. Also kannst du nie wirklich 100% bestimmen was du sehen willst, egal ob du selbst deinen Internetanschluss bezahlst, tausende Euros für deinen PC bezahlt hast, oder dich in deinem Zimmer versteckst.
        Es ist nur erlaubt, was die Regierungen per Gesetz erlauben.
        Kein Mensch steht über den Gesetz.

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    • von Magnets am 16.10.2015 (12:05 Uhr)

      Dann ist das Tragen einer Sonnenbrille ebenso Sachbeschädigung im Sinne deiner Argumentation. Weil ich ja die Farbwerte der Plakatwerbung verändere und sie nicht mehr so leuchtend hervorstechen.
      Oh.. eine Brille ändert ja nur mein Sichtfeld. So wie der Adblocker die Anzeige auf meinem PC ändert, aber nicht in die Webseite eingreift. Hm.. dass deine Argumentation hinkt, ist dir so langsam schon klar geworden, ja?

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      • von Blogzon am 17.10.2015 (00:52 Uhr)

        Wenn das Tragen von Sonnenbrille per Gesetz verboten wäre, dann wäre es nicht erlaubt.
        Würde ich eine Brille anziehen, mit der ich z.B. durch die Klamotten sehen könnte oder durch Wände, dann wäre das auch nicht erlaubt.
        Argumentation hinkt nicht, da ja ein großer Schaden entsteht und Websites bedroht werden. Wenn eine Verletzung stattfindet, dann würde man sogar eine Sonnenbrille verbieten.

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    • von werner am 18.10.2015 (07:57 Uhr)

      Deine Argumentation ist mehr als Schwachsinnig wenn dein Vermieter dir im Mietvertrag verbietet aufs klo zu gehen dann gehst du natürlich nicht auf das Klo oder ?Und wenn du 10 Spam Anrufe von Gewinnspielen erhälst findest du das auch bestimmt toll..Dann willst du auch bestimmt das kontrollieren wer so böse ist und einen adblocker nutzt. Ich bin auch böse weil ich an meinen Hausbriefkasten ein Schild habe " Keine Werbung" und mein E-Mail Programm ist voll illegal weil es Werbung aussortiert , sind wir nicht beide Nachbarn in der Robinsonliste ? Werbung ist ok und muss auch sein keine Frage , aber was einige Webseiten so an Werbung geschaltet haben und verfolgende Cookies ist mehr als unangenehm für den Betrachter, dezente Werbung gibt es doch kaum noch im Internet , deswegen Adblocker und auf .... kann ich verzichten ...

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    • von elementHide am 22.10.2015 (17:46 Uhr)

      So ein totaler Quatsch... wenn jemand Daten an meinen Rechner sendet, ist es mir überlassen was ich mit diesen Daten mache ... Wenn ich will schaue ich mir nur 2 Minuten von einem 3 Minuten Film an ... und wenn ich Lust habe mir die DIVs in der Werbung stehen nicht anzusehen dann darf ich das exakt genauso ... Mal davon abgesehen das Bild lesen Hirnzellen schädigt. Wenn im TV Werbung kommt schaltet der denkende Mensch ja auch um oder geht auf die Toilette ...

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  13. von Landingpage erstellen am 16.10.2015 (09:27 Uhr)

    Auch für mich ist es unverständlich, wie jemand dieser Firma auch noch Geld spenden kann.
    Inhalte und Programm kosten nun einmal Geld und das muss irgendwo herkommen. Das funktionierte bei jedem Medium schon immer durch Abo-Gebühren und/oder Anzeigenwerbung.
    Diesen Kreislauf zu zerstören wird dann noch weitreichende Folgen haben und alle die jetzt auch noch dafür spenden sind dann später die ersten die sich über das neu geschaffene Monster beschweren und sich gar nicht erklären können, wie es so weit kommen konnte.

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    • von Marie am 16.10.2015 (10:00 Uhr)

      Dann sollen sie halt nicht so nervige Werbung anzeigen. Alle sind genervt von pop-ups, pre-rolls, overlays und was weiss ich noch für aufdringliche Werbung. Zusätzlich noch das Tracking.
      Das ist reine Notwehr einen Adblocker einzusetzen.

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    • von Donngal am 16.10.2015 (10:12 Uhr)

      Werbung im Netz ist nunmal kaputt. Ist einfach zu penetrant geworden. Wenn Werbung am Lesen hindert, wird eben geblockt. Wenn Inhalt gut genug ist würde ich auch dafür zahlen. Aber der meiste Inhalt ist nunmal nicht gut genug. Und so besuche ich eben keine Seiten mit penetranter Werbung (denn alles wegblocken will ich auch nicht, es gibt schliesslich auch interessante Werbung). Die Leser bleiben dann so oder so weg. Inzwischen überlege ich trotzdem nen Adblock zu installieren -> dann kann ich nicht mehr ausversehen auf der Seite der Bild Zeitung landen.

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  14. von Daniel am 16.10.2015 (10:07 Uhr)

    Ich sage dazu gut gemacht Bild ! Bild ist ein Vorbild für andere Seiten ich werde das denke ich mal auch so handhaben. Umsonst ist der tot und es ist auch nicht schlimm wenn man Werbung sieht. Wenn alle großen Seiten Bild nachmachen kann das wieder zu einer normalen Nutzung führen. Weiter so Bild !

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  15. von Stiller Kritiker am 16.10.2015 (10:11 Uhr)

    Hallo Andreas Weck,

    dies ist jetzt mal ein Weck-Ruf an die gesamte t3n Redaktion!

    Mir fällt auf, dass ich nich der einzige bin, der scheints an Euren Themen interessiert ist, dann aber häufig sehr enttäuscht von der Schreibqualität. Als Leser bekommt man hier das Gefühl, dass man eigentlich nur ein Nebenprodukt SEO optimierter Texte ist. Einen Text dieser Art, wie hier über das Thema der BILD Barriere, würde ich Euch in fünf Minuten runter tippen. Ich schaffe nunmal 500 Anschläge pro Minute.

    Die Kunst eines Redakteurs ist es jedoch, sich als Journalist an gewisse Qualitäts-Kriterien zu halten, damit ein Beitrag auch als "journalistisch" gilt. Ihr verbreitet hier "Meinungen", seid aber nicht in der Lage diese fundiert zu untermauern. Immer wieder fehlen Interviews und Quellenangaben.

    Interviews kosten Zeit und somit Geld. Und nur das kann der Grund dafür sein. Ansonsten kann es nur am IQ der Redaktion liegen. Ich hoffe es liegt am Geld.

    Infofern betrifft Euch genau dieses Thema ebenso. Wir lesen hier alle kostenfrei mit und kritisieren. Andersrum würde es mir im Traum nicht einfallen, für solch miserable Leistung Geld zu zahlen. Anders als auf anderen Seiten/Blog, wo ich mich manchmal frage: "Toller Artikel, wo darf ich bitte zahlen?" und dann gibts nicht mal einen Spendenbutton.

    Wie ich (mal wieder) sehe, bin ich hier auch nicht der einzige, der Eure Qualität kritisiert. Besonders schade daran ist also, dass Ihr nicht in der Lage seid, Kritik anzunehmen. Wenn Ihr es nicht schafft binnen eines Arbeitstages zumindest mal einen der über 10 Beiträge zu kommentieren. Stellt Euch nur einmal vor, dass eigentlich nur jeder 100. überhaupt etwas schreibt, wenn ihm was nicht passt.

    Wie dem auch sei, ich bin kein Unmensch. Also habe ich mir etwas überlegt. Etwas möglichst neutrales... - also bin ich auf den Pressekodex gekommen. Und mir gefällt die Idee, wenn sich Eure gesamte Redaktion den nochmal durchliest. Insbesondere geht es hier um Ziffer 2 "die Sorgfalt". Nehmt Euch mal einen Workshop Tag und geht zur Auffrischung einfach mal alle Punkte durch und überlegt Euch, ob Ihr dem (nach eigenem Anspruch) eigentlich noch gerecht werdet.

    Hier der Link zu Presserat:

    http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/#panel-ziffer_2____sorgfalt


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    Ziffer 2 – Sorgfalt

    Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.

    Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.

    Richtlinie 2.1 – Umfrageergebnisse
    Bei der Veröffentlichung von Umfrageergebnissen teilt die Presse die Zahl der Befragten, den Zeitpunkt der Befragung, den Auftraggeber sowie die Fragestellung mit. Zugleich muss mitgeteilt werden, ob die Ergebnisse repräsentativ sind.

    Sofern es keinen Auftraggeber gibt, soll vermerkt werden, dass die Umfragedaten auf die eigene Initiative des Meinungsbefragungsinstituts zurückgehen.

    Richtlinie 2.2 – Symbolfoto
    Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten. So sind

    - Ersatz- oder Behelfsillustrationen (gleiches Motiv bei anderer Gelegenheit, anderes Motiv bei gleicher Gelegenheit etc.)
    - symbolische Illustrationen (nachgestellte Szene, künstlich visualisierter Vorgang zum Text etc.)
    - Fotomontagen oder sonstige Veränderungen

    deutlich wahrnehmbar in Bildlegende bzw. Bezugstext als solche erkennbar zu machen.

    Richtlinie 2.3 – Vorausberichte
    Die Presse trägt für von ihr herausgegebene Vorausberichte, die in gedrängter Fassung den Inhalt einer angekündigten Veröffentlichung wiedergeben, die publizistische Verantwortung. Wer Vorausberichte von Presseorganen unter Angabe der Quelle weiterverbreitet, darf sich grundsätzlich auf ihren Wahrheitsgehalt verlassen. Kürzungen oder Zusätze dürfen nicht dazu führen, dass wesentliche Teile der Veröffentlichung eine andere Tendenz erhalten oder unrichtige Rückschlüsse zulassen, durch die berechtigte Interessen Dritter verletzt werden.

    Richtlinie 2.4 – Interview
    Ein Wortlautinterview ist auf jeden Fall journalistisch korrekt, wenn es das Gesagte richtig wiedergibt.

    Wird ein Interview ganz oder in wesentlichen Teilen im Wortlaut zitiert, so muss die Quelle angegeben werden. Wird der wesentliche Inhalt der geäußerten Gedanken mit eigenen Worten wiedergegeben, entspricht eine Quellenangabe journalistischem Anstand.

    Richtlinie 2.5 – Grafische Darstellungen
    Die Sorgfaltspflicht verlangt, bei grafischen Darstellungen irreführende Verzerrungen auszuschließen.

    Richtlinie 2.6 – Leserbriefe
    (1) Bei der Veröffentlichung von Leserbriefen sind die Publizistischen Grundsätze zu beachten. Es dient der wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit, im Leserbriefteil auch Meinungen zu Wort kommen zu lassen, die die Redaktion nicht teilt.

    (2) Zuschriften an Verlage oder Redaktionen können als Leserbriefe veröffentlicht werden, wenn aus Form und Inhalt erkenn¬bar auf einen solchen Willen des Einsenders geschlossen werden kann. Eine Einwilligung kann unterstellt werden, wenn sich die Zuschrift zu Veröffentlichungen des Blattes oder zu allgemein interessierenden Themen äußert. Der Verfasser hat keinen Rechtsanspruch auf Abdruck seiner Zuschrift.

    (3) Es entspricht einer allgemeinen Übung, dass der Abdruck mit dem Namen des Verfassers erfolgt. Nur in Ausnahmefällen kann auf Wunsch des Verfassers eine andere Zeichnung erfolgen. Die Presse verzichtet beim Abdruck auf die Veröffentlichung von Adressangaben, es sei denn, die Veröffentlichung der Adresse dient der Wahrung berechtigter Interessen. Bestehen Zweifel an der Identität des Absenders, soll auf den Abdruck verzichtet werden. Bei der Übernahme von Nutzerbeiträgen (RL 2.7) als Leserbriefe können Pseudonyme beibehalten werden. Es muss jedoch auf die Quelle hingewiesen werden. Die Veröffentlichung fingierter Leserbriefe ist mit der Aufgabe der Presse unvereinbar.

    (4) Änderungen oder Kürzungen von Zuschriften ohne Einverständnis des Verfassers sind grundsätzlich unzulässig. Kürzungen sind jedoch möglich, wenn die Rubrik Leserzuschriften einen regelmäßigen Hinweis enthält, dass sich die Redaktion bei Zuschriften, die für diese Rubrik bestimmt sind, das Recht der sinnwahrenden Kürzung vorbehält. Verbietet der Einsender ausdrücklich Änderungen oder Kürzungen, so hat sich die Redaktion, auch wenn sie sich das Recht der Kürzung vorbehalten hat, daran zu halten oder auf den Abdruck zu verzichten.

    (5) Alle einer Redaktion zugehenden Leserbriefe unterliegen dem Redaktionsgeheimnis. Sie dürfen in keinem Fall an Dritte weitergegeben werden.

    Richtlinie 2.7 – Nutzerbeiträge (User-Generated Content)
    Die Presse trägt Verantwortung für ihre Angebote, auch für die von Nutzern beigesteuerten Inhalte (User-Generated Content). Von Nutzern zugelieferte Beiträge müssen als solche klar erkennbar sein.

    Die Redaktion stellt die Einhaltung der publizistischen Grundsätze sicher, wenn sie Verstöße durch Nutzerbeiträge selbst erkennt oder darauf hingewiesen wird. Sofern die Redaktion einzelne Nutzerbeiträge auswählt oder sie bearbeitet, ist die Einhaltung der publizistischen Grundsätze von vornherein sicherzustellen.



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  16. von Claudi am 16.10.2015 (14:23 Uhr)

    Kein Griff ins Klo wenn Ihr mich fragt. Sicherlich gab es einen Hype auf die AdBlocker Seite mit Ihren Spenden aber das ist eben nur ein Hype. Langfristig gesehen und vorallem wenn andere Seiten das gleiche machen ist diese Art eine ganz feine und ich persönlich finde das gut was Bild.de dort macht !

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    • von elementHide am 22.10.2015 (17:49 Uhr)

      Ein Klick und es geht ohne Werbung weiter ... wären die Maßnahmen technisch anspruchsvoll würde es evtl Sinn haben aber so ... =P

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  17. von Gerd am 16.10.2015 (15:12 Uhr)

    Man müsste schon extrem bescheuert sein für solch manipulierte und voreingenommene Meinungsmacher-Artikel wie bei BILD auch noch Werbung zuzulassen. Bild ist der Grund weshalb ich mich fast nur noch auf ausländischen Nachrichtenportalen informiere.

    Dass Leute deshalb aber den dubiosen Adblockern spenden halte ich auch für ein Gerücht.

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  18. von Klaus am 18.10.2015 (11:04 Uhr)

    Warum bekommt die Bild hier eigentlich kostenlose Werbung bei t3n?

    Im Prinzip ist die Aktion doch eine Win/Win-Situation für die Gesellschaft:
    Ein Teil der verblendeten Bild-Leser stellt fest, dass man Nachrichten problemlos auch auf alternativen Seiten niveauvoller und weniger reißerisch lesen kann.
    Der hoffnungsvollere Teil der lesenden Bevölkerung, der sowieso kein Interesse an diesem Medium hat, läuft mit aktiviertem Ad-Blocker nicht Gefahr, belästigt zu werden, sollte er mal durch unbeabsichtigt auf diese Seite geleitet zu werden.

    Eigentlich könnte man auch sagen, Bild hat AdBlock um einen Bullshit-Filter erweitert - top Aktion!

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  19. von Dirk83 am 02.03.2016 (22:44 Uhr)

    Letztendlich wird Bild Ihre Adblock sperre positiv sehen. Die Leute, die sowieso den Adblock genutzt hatten, haben ja keinen Mehrwert beim Onlineumsatz durch Werbung gebracht. Nich-Adblock Nutzer blieben ja umberührt.

    Im Endeffekt werden sich große Portale, wie z.B. neuerdings Sport1 mit kompletten Aussperren der Nutzer auseinandersetzen. Mich wundert, wieso Youtube noch nichts dagegen unternommen hat, da damit bestimmt Millionenbeträge verloren gehen.

    Allerdings wird die Zunehmende Gegenwehr gegen Adblock Plus negatives für die eigentlichen Betreiber bringen. Man hätte lieber ein paar Artikel nur für Nutzer ohne Werbeblocker integrieren müssen, dann wäre die Chance, dass diese Ihren Blocker ausschalten höher.

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