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Anti-Adblocker-Kampagne: „Dschungelcamp“-Inhalte werden in schlechter Qualität angezeigt

Anti-Adblocker-Kampagne: „Dschungelcamp“-Inhalte werden in schlechter Qualität angezeigt

Mit einer neuen Anti-Werbeblocker-Kampagne will RTL.de die Fans der Reality-Sendung „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ dazu zwingen, ihren zu deaktivieren. Tun sie es nicht, bekommen sie Video-Clips aus der Sendung nur noch im Briefmarken-Format angezeigt.

Anti-Adblocker-Kampagne: „Dschungelcamp“-Inhalte werden in schlechter Qualität angezeigt

„Ich bin ein Star – holt mich hier raus“. (Foto: RTL / Stefan Menne)

„Dschungelcamp“-Videos im Mini-Format: RTL.de will, dass ihr euren AdBlocker ausschaltet

Steigende AdBlock-Nutzung bleibt nach wie vor ein Problem für die Medienbranche. Während einige Unternehmen versuchen, die Nutzung und Verbreitung von Werbeblockern auf juristischem Weg einzudämmen, schränken einige Websites den Zugriff auf Inhalte ein, sofern der Besucher einen AdBlocker installiert hat. Genau das scheint jetzt auch RTL.de zu versuchen.

„Dschungelcamp“-Videos gibt es bei aktiviertem AdBlocker nur noch im Mini-Format. (Screenshot: RTL.de)
„Dschungelcamp“-Videos gibt es bei aktiviertem AdBlocker nur noch im Mini-Format. (Screenshot: RTL.de)

Wer sich über die Website des Privatsenders einen Video-Clip aus der beliebten Reality-Sendung „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ ansehen möchte, soll dazu den AdBlocker deaktivieren. Tut der Besucher das nicht, wird das Video nur noch in der Größe einer Briefmarke angezeigt. Außerdem wird ein Text eingeblendet, der Besuchern erklärt, warum RTL auf Werbung angewiesen ist. Über einen Link kommen Besucher dann auf diese Webseite, auf der unter anderem erläutert wird, wie sich der AdBlocker deaktivieren lässt.

„Dschungelcamp“: RTL.de geht nicht so weit wie Bild.de

RTL ist nicht der erste Anbieter der versucht, die Nutzung von Werbeblockern auf ihren Seiten einzugrenzen. Seit Oktober 2015 sperrt Bild.de beispielsweise Besucher vollständig aus, die einen Werbeblocker nutzen. Bei RTL will man derzeit jedoch nicht so weit gehen, und hofft, Nutzer auf diese Art und Weise für die Problematik sensibilisieren zu können. Sollte das funktionieren, dürfte die Kampagne vermutlich auf weitere Inhalte der Mediengruppe RTL ausgeweitet werden.

Ebenfalls spannend in diesem Kontext ist unser Artikel „Erst AdBlocker, jetzt AdBlock-Defender: Die neue Eskalationsstufe im Kampf um die Online-Werbung“.

via www.internetworld.de

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6 Antworten
  1. von Mirko am 18.01.2016 (17:54 Uhr)

    Ich bezweifle ja stark das Dschungelcamp Zuschauer überhaupt wissen was ein AdBlocker ist.

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  2. von grep am 19.01.2016 (02:04 Uhr)

    Hallo ...,


    wann werden Werbetreibende endlich verstehen dass eine erfolgreiche Werbung darin besteht NICHT zu nerven - die Verbraucher möchten NICHT von langweiligen, verlogenen und nervigen Verbraucherinformationen gestresst werden.

    Bild(.de) und RTL(.de) erpressen und nötigen ihre Webseitenbesucher regelrecht.

    Viele Besucher werden sich dies wohl nicht gefallen lassen - die Industrie wird immer dreister.

    Nein; wir kaufen nix - danke, tschüss !


    Ciao, Sascha.

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  3. von hans am 19.01.2016 (06:39 Uhr)

    boah eh - Video nur in Briefmarkengroesse ??
    das zwingt mich ja in die Knie, ich werde sofort meinen Adblocker ...
    ... genau so lassen wie er ist.

    aber gut, ich bin nicht Teil der Zielgruppe.
    Wer sich so eine Sendung freiwillig ansieht, der hat sowieso andere Probleme, da ist aufdringliche Werbung noch das Geringste.

    sonst geht ich d'accord mit obigem Posting ... wann werden Werbetreibende endlich einsehen dass ...

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  4. von DerTester am 19.01.2016 (08:30 Uhr)

    Ich habe mich für eine Folge mal geopfert und den AdBlocker deaktiviert. Unabhängig von der Show waren die Erlebnisse mit den Werbeeinblendungen nicht gerade prickelnd.

    Zunächst bekommt man etwa alle 10 Minuten einen Werbeblock vorgesetzt. Zusätzlich noch zu Beginn und kurz vor Ende des jeweiligen Videos (Dschungelcamp ist in 5 Videos zerhackt).

    Gefühlt wird nur aus maximal 5 Werbeclips gewählt und somit bekommt man einige Clips immer und immer wieder zu sehen.

    Des Weiteren ist die Ladezeit der Werbeclips unverhältnismäßig und es ruckelt häufig - YouTube ist da wahrlich noch harmlos (nein, meine Hardware/Internetleitung ist nicht daran schuld).

    Was mich aber am meisten stört, und das generell bei fast allen Websites mit Werbeeinbindung und Anti-Adblocker-Parolen, ist, das man meistens gar nicht nachvollziehen kann, woher diese Werbung überhaupt kommt und was an Daten von den Quellen empfangen bzw. gesendet wird.

    Aber danke RTL, für einen weiteren Grund, das intellektuell nahrhafte Programm für perspektivlose Resignierte zu meiden.

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  5. von Andi am 19.01.2016 (11:17 Uhr)

    Ist das Dschungelcamp nicht sowieso schon von schlechter Qualität?

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  6. von Regularien am 21.01.2016 (14:19 Uhr)

    Die Dialoge zu hören reicht oft ja auch.
    Oder muss man die Teilnehmer oder auch Politiker bei Talkshows in 32-Megapixeln/8k in UHD-2 sehen oder nicht lieber die Bandbreite für die Natur-Dokus oder Spielfilme übrig lassen ?

    Auch gebildete Leute gucken Dschungelcamp wegen der vorgetragenen Texte die übrigens wohl teilweise vom Ehemann geschrieben werden. Diese decken mehr Bildung-Stufen ab als die meisten anderen Formate.

    Und obwohl manche andere Formate das Potential hätten (Promi-Big-Brother, Big-Brother, Big-Brother-Aftershow oder wie das heisst) schaffen sie es nicht, die Vorlage zu erreichen. Das sind ja keine geheimen und jahrzehntelang erlernten und trainierten Shaolin-Sprungtechniken um als Stunt-Schildkröte den Grand Canyon zu überspringen sondern einfach nur hörenswerte Kommentare über die Teilnehmer und ihr Verhalten aber auch über aktuelle Themen wie beispielsweise die neuen Löwen.
    Evtl. so ähnlich wie diese zwei Opas oben bei Muppet Show. Oder das Rentner-Ehe-Paar ich glaube bei Stefan Raab. Oder natürlich die Kommentar-Zwischen-Pausen bei SchleFaZ-Filmen bei Tele5 wenn dort auch eher die Blödelei im Vordergrund steht.
    Dschungelcamp ist diesbezüglich also vielleicht das aktuell wohl Beste. Der Rest ist aber oft zu ähnlich und wie bei Fußballspielen kann man auf Verdacht laufen lassen und immer mal wieder ist was hörens-wertes (bei Fußball "was sehenswertes") dabei. Anhand Twitter oder direct-feedback-Systemen könnte man in der Wiederholung oder halt online in der Mediathek erkennen wo die guten Stellen kommen.

    Die Regularien für Werbung verdanken wir den Regierungen und nicht den Sendern.
    Autofahrer fahren meist wohl so schnell wie erlaubt. Also ist es Aufgabe des Staates, die passende Kombination zwischen Sicherheit/Unfall-Minimierung und Verkehrsfluss-Durchsatz per passend gewählter Höchst-Geschwindigkeits-Schilder zu erreichen. So wie auch Ersparnisse aller Holding-Ketten und DAX-Konzerne und Banken für die Rezession, für Absatz-Einbrüche (Diesel-PKW, PKW allgemein, Windows8-PCs bevor Windows10 kam, Golf5 bevor Golf6 kam, iphone6 bevor iphone6s kam...) und auch für schlechte Zeiten (Ski-Orte im Sommer, Mallorca im Winter,...) zu erzwingen und natürlich Schweinezyklen allgemein durch Schlauheit vorher (und nicht durch viele Steuergelder hinterher) im Vorhinein auszugleichen... So wie gute Fußballteams. Deutschland hat Italien bei Länderspielen wohl noch nie besiegt... So schlau sind Italiener organisiert bevor die Deutschen schiessen...

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