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Anti-Diversity-Manifest: Gefeuerter Google-Ingenieur bekommt Zuspruch von Julian Assange

    Anti-Diversity-Manifest: Gefeuerter Google-Ingenieur bekommt Zuspruch von Julian Assange

Mit Julian Assange bekommt der Ex-Google-Mitarbeiter prominenten Beistand. (Foto: dpa)

Der von Google gefeuerte Ingenieur, der ein Anti-Diversity-Manifest veröffentlicht hat, bekommt nun Zuspruch und ein Angebot von Julian Assange. Dessen Verhältnis zu Google ist traditionell eher angespannt.

Mit seinem Anti-Diversity-Manifest (hier im Volltext), das James Damore veröffentlicht hat, wirbelte der (inzwischen Ex-) Google-Mitarbeiter einigen Staub auf. Neben der Kritik, vor allem an den Passagen, in denen Damore mit biologischen Unterschieden von Mann und Frau argumentiert hatte, weht ihm in den sozialen Medien allerdings nicht nur Ablehnung entgegen. Zuspruch und ein Angebot bekam Damore jetzt von niemand Geringerem als dem Wikileaks-Gründer Julian Assange.

Der twitterte: „Zensur ist was für Verlierer. Wikileaks bietet dem gefeuerten Google-Ingenieur James Damore eine Anstellung“ und verlinkte einen längeren von ihm verfassten Artikel aus dem Jahr 2014 mit dem Titel „Google ist nicht, was es scheint“. Assange ist offenbar der Meinung, dass der Mitarbeiter das Recht hat, eine Meinung auch zu verbreiten, wenn sie unpopulär ist. Frauen und Männer verdienten Respekt, dazu gehöre auch, dass man sie nicht entlasse, wenn sie höflich eine unpopuläre Meinung vertreten würden.

Julian Assange und Google: Eine alte offene Rechnung

Doch Assange geht noch weiter. Er twitterte im Laufe des gestrigen Tages weitere Belege für die Thesen, die Damore vertritt, die offenbar von Autoren und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen stammen. Doch das dürfte nicht der einzige Grund sein, warum sich Assange so engagiert: Seine Kritik an Google hatte er bereits in seinem Buch „When Google met Wikileaks“ von 2014  deutlich gemacht, auf das er ja auch in dem Tweet noch einmal verweist.

Ob Damore mit den rechtlichen Schritten, die er gegen seinen Rauswurf angekündigt hat, durchkommt, ist fraglich. Selbst wenn, dürfte es für ihn aber schwer werden, weiterhin erfolgreich und harmonisch bei Google zu arbeiten. So gesehen sollte sich Damore vielleicht tatsächlich einmal über eine Tätigkeit für Assange Gedanken machen.

Für Google ist die Aktion inzwischen jedenfalls wenig erfreulich. Denn entweder bleibt der Konzern in Erinnerung als Anti-Diversity-Unternehmen, oder aber als eine Firma, die die Meinung ihrer Mitarbeiter zensiert und sie für unpopuläres Verhalten feuert – beides dürfte Google-CEO Sundar Pichai, der wegen der Affäre Damore seinen Familienurlaub unterbrochen hat, um seine Mitarbeiter zu beruhigen, wenig recht sein.

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11 Reaktionen
Julia Nikolaeva
Julia Nikolaeva

Es interessiert mich nicht, was Wissenschaftler rausgefunden haben, die den Namen nicht verdienen. Meine Uroma hat in Sankt-Petersburg in den 1920-ern Mathe und Physik studiert. Meine Oma und meine Mutter sind Ingenieure (genau wie Opa und Vater). Sämtliche Männer, die ich kenne, arbeiten gerne mit Menschen (genau wie sämtliche Frauen, die ich kenne).
Nimm deine Vorurteile mit nach Hause und steck sie dir unter's Kopfkissen.
Ende de Diskussion.

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Julia Nikolaeva
Julia Nikolaeva

Sry, Comment falsch verortet. Sollte eine Antwort sein. Kann gelöscht werden :)
(Funktion zum selber Löschen wär übrigens auch nicht schlecht.)

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Julia Nikolaeva
Julia Nikolaeva

Google hat vorbildlich reagiert. Darauf schalt ich eine Ladung AdWords... :)

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Benjamin
Benjamin

Die Problematik existiert ja nun schon viele Jahre, radikal - feministische Positionen werden immer populärer, manche der Gender*forscher* gehen sogar so weit, zu behaupten, dass die durchschnittlichen Unterschiede in sportlichen Leistungen zwischen Männern und Frauen rein auf gesellschaftlicher Prägung beruhen.
Einen Beweis für diese - wirklich absurde - These konnte noch keiner erbringen.
Ebensowenig dafür, dass biologische Interessenstendenzen nicht existieren. Der Autor des Manifests hat dagegen einige Belege angeführt. Anstatt darüber aber zu diskutieren, wird in den Medien (FAZ, Süddeutsche usw.) hauptsächlich "sexistisches Manifest" getitelt.
Dann darf man sich nicht wundern, wenn die AfD und NPD wieder reichlich Zustimmung erhält durch reaktionäre Verhaltensweisen (die "bösen Linken Feministen" zensieren uns!).
Ein gefundenes Fressen für deren Propaganda.
Die Debatte sollte m.E. sich mehr auf die empirischen Fakten konzentrieren und nicht auf ideologische Ansichten.
Noch zu empfehlen: Harald Eia - Das Gleichstellungs-Paradoxon : https://www.youtube.com/watch?v=3OfoZR8aZt4

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Ein Mann
Ein Mann

"biologische Interessenstendenzen" welche Belege soll es denn bitte dafür geben? Unabhängig davon ob es das gibt oder nicht, wie kann das als Argumentation genutzt werden gegen ein Programm für mehr Diversität? Der Mann hat einfach ein Problem mit der Sonderbehandlung von Frauen und anderen Ethnien und wieso? Weil das die Sonderstellung des weißen, heterosexuellen Mannes angreift.

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Eine Frau
Eine Frau

Niemand hat gesagt, dass jemand ein Problem mit Diversität hat. Der Verfasser der Memo hat nur höflich den Stand der Wissenschaft dargelegt. Ausserdem hat er sich gegen eine Auswahl von Mitarbeitern aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts ausgesprochen. Ist das wirklich ein Grund ihn anzugreifen?

Niemandem steht eine Sonderbehandlung zu. Wer eine Sonderbehandlung braucht, ist offensichtlich nicht fit genug um die Anforderungen zu erfüllen.

Ich identifiziere mich als trans, lesbische, autistische Latina, wer mir widerspricht ist also automatisch im Unrecht.

Peace out

Jens König
Jens König

Wenn du mehr Belege haben möchtest, als die, die der Autor hier anführt, kannst du dich gerne mit der Evolutionspsychologie auseinander setzen. Gibt beispielswese Hormonelle Unterschiede zwischen Mann/Frau, die zu unterschiedlichen Verteilungen psychologischer Tendenzen resultieren können.
Er beschreibt übrigens auch Möglichkeiten für Diversitätsprogramme, die nach Seiner Meinung besser funktionieren würden.

Julia Nikolaeva
Julia Nikolaeva

Dieses "höfliche Darlegen des Standes der Wissenschaft" ist tausendmal gefährlicher als direkte, offene Diskriminierung. Genauso wie sämtliche "wissenschaftlichen" Aussagen zu biologisch begründeten psychologischen Unterschieden zwischen Männern und Frauen kompletter Stuss sind. Vor etwa 100 Jahren wurde "wissenschaftlich untersucht", ob Dunkelhäutige Menschen sind oder doch eher nicht. Genausooo ein Niveau in etwa hat die Wissenschaft, die biologisch begründete psychologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen belegt.

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Jens König
Jens König

"Genauso wie sämtliche "wissenschaftlichen" Aussagen zu biologisch begründeten psychologischen Unterschieden zwischen Männern und Frauen kompletter Stuss sind. "
gibt's zu dieser Aussage, die die Forschung von vielen anerkannten Forschern diskreditiert, auch quellen, die diese unterstützen?
übrigens gibt es auch unterschiede zwischen Kulturen und menschlichen "Rassen". aber komischer weise redet niemand von Rassismus wenn man über die 5 Kulturdimensionen von Hofstede redet?!

Es gibt nunmal Unterschiede. und niemand will eine Welt in der alles gleich gemacht wurde. Also was ist das Problem? ist es, dass Frauen lieber mit menschen arbeiten als Männer, oder dass solche Jobs im schnitt deutlich weniger ansehen haben?!

Julia Nikolaeva
Julia Nikolaeva

@Jens
Es interessiert mich nicht, was Wissenschaftler rausgefunden haben, die den Namen nicht verdienen. Meine Uroma hat in Sankt-Petersburg in den 1920-ern Mathe und Physik studiert. Meine Oma und meine Mutter sind Ingenieure (genau wie Opa und Vater). Sämtliche Männer, die ich kenne, arbeiten gerne mit Menschen (genau wie sämtliche Frauen, die ich kenne).
Nimm deine Vorurteile mit nach Hause und steck sie dir unter's Kopfkissen.
Ende de Diskussion.

Jens König
Jens König

Eigene Erfahrung nutzen, um Wissenschaftlern ihre Fähigkeit abzusprechen. Das ist natürlich ganz großer stil und sehr fundiert.
Und natürlich hab ich Vorurteile. jeder mensch hat Vorurteile. Wir menschen funktionieren ohne stereotypisiertes denken leider nicht. Ich bin aber durchaus dazu bereit mich mit meinen Vorurteilen und anderen Meinungen auseinander zu setzen. Sie beenden die Diskussion aber lieber.

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