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Anti-Diversity-Manifest: Das sagen Juristen zum Erfolg einer Klage des Ex-Google-Entwicklers

    Anti-Diversity-Manifest: Das sagen Juristen zum Erfolg einer Klage des Ex-Google-Entwicklers
Google hat den Autor des Anti-Diversity-Manifests gefeuert. (Foto: dpa)

Der Autor des sogenannten Anti-Diversity-Manifests hat angekündigt gegen die Kündigung durch Google vorzugehen. Juristen sind sich uneinig über einen möglichen Erfolg.

Der Google-Entwickler, der aufgrund des geleakten Anti-Diversity-Manifests gekündigt wurde, möchte juristische Schritte gegen die Entlassung einlegen. Der Mann namens James Damore hat in einem zehnseitigen Papier, das von vielen Experten als sexistisch eingestuft wird, gegen die Gleichsetzung von Mann und Frau gewettert und versucht anhand biologischer Unterschiede der Geschlechter zu erklären, warum so wenige Frauen in der Tech-Branche arbeiten. Das Dokument ist am Wochenende an die Öffentlichkeit geraten und in sozialen Netzwerken hitzig diskutiert worden.

Der US-Amerikaner schrieb unter anderem, dass Männer auf Status aus seien und sich für „Dinge“ interessierten, während Frauen kooperativer seien und sich für „Menschen“ interessieren würden. Google solle sich lieber auf Talente und weniger auf Gender- oder Bevölkerungsvielfalt konzentrieren. Der IT-Konzern sah diese Haltung kritisch und kündigte ihn aufgrund des Festhaltens an Geschlechterstereotypen, die den hauseigenen Anti-Diskriminierungsrichtlinien des Unternehmens entgegenstehen würden.

Klage des Anti-Diversity-Manifest-Autors: „Ja, er könnte eine Chance haben“

Dass Damore mit einer möglichen Klage gegen Googles Entscheidung jedoch durchkommen könnte, haben inzwischen einige Rechtsexperten durchblicken lassen. „Ja, er könnte eine Chance haben“, erklärt beispielsweise Eve Wagner, eine Partnerin der in Los Angeles ansässigen Anwaltskanzlei Sauer & Wagner gegenüber Wired. Zwar würde er es schwer haben, da Kalifornien ein sogenannter „At-Will“-Bundesstaat ist, in dem Arbeitgeber stärkere Rechte gegenüber den Angestellten haben, jedoch könnte Damore einen wichtigen Aspekt auf seiner Seite haben.

Der ehemalige Google-Entwickler habe nach eigenen Aussagen zuvor eine Beschwerde gegen die Diversitätsprogramme von Google beim National Labor Relations Board eingereicht, das einige Bereiche des Bundesarbeitsgesetzes verwaltet. Wer eine Beschwerde einreicht, steht für die Zeit der Bearbeitung unter besonderem Kündigungsschutz, so die Expertin. Das hier anwendbare Arbeitsschutzgesetz galt ursprünglich zwar nur für Gewerkschaftsmitarbeiter, allerdings sei es zuletzt bereiter ausgelegt worden, um Mitarbeiter zu unterstützen, die ihre Arbeitsbedingungen diskutieren möchten.

Doch nicht jeder Rechtsexperte stimmt ein. Ein Google-Jurist, der mit der Angelegenheit vertraut ist, entgegnet Wired, dass Damors mögliches Argument gegen die Entlassung keinen Bestand haben dürfte, da das Unternehmen erst davon erfahren habe, nachdem der Entwickler gefeuert worden war. Rishi Bhandari, ein Partner der New Yorker Anwaltskanzlei Mandel Bhandari glaubt ebenfalls, dass Google im Vorteil ist. Der Umstand, dass der Mitarbeiter über den Verhaltenskodex aufgeklärt wurde, festigt Googles Position. Das Unternehmen könne sogar die Stellen aus dem veröffentlichten Papier zitieren, die eindeutig dagegen verstoßen.

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