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Anti-Facebook Diaspora verspricht: „Wir legen an Tempo zu“

Anti-Facebook Diaspora verspricht: „Wir legen an Tempo zu“

verspricht seinen Usern, das über die Monate erhaltene konstruktive Feedback ebenso konstruktiv wie schnell umzusetzen. Man wolle deutlich an Tempo zulegen, so der Diaspora-Gründer Maxwell Salzberg. Denn das war bisher eine der Hauptforderungen für das Open-Source-Netzwerk. Kann das sogenannte „Anti-Facebook" endlich seine freilich vorhandene Entwickler-Community zum Angriff mobilisieren? Dass dafür eine bessere Öffentlichkeitsarbeit nötig ist, findet auch Gründer Salzberg.

Anti-Facebook Diaspora verspricht: „Wir legen an Tempo zu“

Diaspora ist ein Großprojekt

Vor exakt einem Jahr schickten sich vier New Yorker Geeks an, ein Social Network zu entwickeln, das alles anders machen soll, als das viel kritisierte . Schnell war Diaspora deshalb als „Anti-Facebook" in aller Munde. Per Crowdfunding, via kickstarter.com, konnten auch schnell die ersten Fördergelder gesammelt werden, so dass dem Projekt nichts mehr im Wege stand. schien zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Denn im Mai 2010 verliefen die kritischen Diskussion über Facebook ähnlich der momentanen im Mai 2011, wenn auch freilich ohne den Hintergrund von 600 Millionen Facebook-Usern.

Maxwell Salzberg kann es deshalb auch nicht so recht glauben, dass nunmehr 365 Tage ins Land gezogen sind, seit er zusammen mit Ilya Zhitomirskiy, Dan Grippi und Raphael Sofaer das Grossprojekt Diaspora anging. In einem Blogpost zieht er deshalb eine Jahresbilanz und legt dar, an was die derzeit genau arbeiten. Dabei verspricht er Tempo, denn nicht nur die Diaspora-User würden vor allem eines wollen: „go faster!"

So werde zum Beispiel fleißig am Backend gearbeitet und ein verbessertes Framework entwickelt. Aber auch die Entwickler-Community soll besser in das Projekt eingebunden werden. Denn Salzberg gibt zu, dass sich GitHub zwar als Basis und Entwicklerplattform eigne, aber darüber hinaus zu wenig mit der Außenwelt, mit den Diaspora-Interessierten kommuniziert werde. An dieser Stelle dürfen sich also nicht nur Programmierer aufgerufen fühlen, das Open-Source-Projekt zu unterstützen. Allem Anschein nach haben die vier Jungs auch Hilfe in PR- und Kommunikationsfragen.

Ist Diaspora einfach zu groß für vier Geeks?

Dass ein Google-Query von „github" das Diaspora-Repository als dritthöchstes Ergebnis ranked, wird an dem derzeitigen Status Quo wohl wenig ändern. Diaspora sei eben größer als nur ein bloßes Feature oder ein schneller Trend und benötige deshalb ein lange Entwicklungszeit, so Salzberg abschließend. Und vor allem müsse man der Öffentlichkeit klar kommunizieren, was Diaspora überhaupt ist und was hinter der Idee steckt. Das Attribut des „Facebook-Killers" oder „Anti-Facebook" reicht dabei erstens nicht aus und tut dem Projekt auch nicht immer einen Gefallen.

Diaspora-Gründer Salzberg wendet sich an die Open-Source-Community: Das Projekt brauche vor allem Hilfe in puncto Kommunikation, um das versprochene Tempo zu gewährleisten. (Foto: geekles / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Diaspora brauche deshalb die Hilfe von Profis, die sich in den bisher als mangelhaft erwiesenen Kompetenzen auszeichnen.

Dennoch: nicht nur die bisherigen User, sondern vor allem die potenziellen Nutzer werden das jetzt gemachte Versprechen nicht so schnell vergessen: Tempo, Tempo, Tempo. Dass die aktuell wieder aufkeimende Facebook-Diskussion dem Projekt erneut in die Hände spielt, wissen die vier Köpfe hinter Diaspora aber sicherlich auch.

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Eine Antwort
  1. von Andre am 17.05.2011 (19:17 Uhr)

    Ich warte noch auf ne Einladung. Meine Mail Adresse hab ich da schon eingetragen.

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