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AOL zahlt 315 Mio Dollar für die Huffington Post

AOL zahlt 315 Mio Dollar für die Huffington Post

Nach Engadget und TechCrunch nun also die - AOL schraubt weiter an seinem Content-Netzwerk und übernimmt das News-Startup für 315 Millionen US-Dollar. Mit der Huffington Post bekommt AOL aber nicht nur einen weiteren Content-Lieferanten dazu, sondern mit der Mitbegründerin Arianna Huffington auch gleich noch eine starke Medienfrau, die zur Chefin des gesamten Content-Netzwerks von AOL aufsteigen soll.

AOL zahlt 315 Mio Dollar für die Huffington Post

AOL kauft sich eigenes Medien-Imperium

Bei AOL zeichnet sich immer klarer der Wandel von einem reinen Internet Service Provider zu einem breit angelegten Medienunternehmen ab. Nach Beendigung der achtjährigen Zusammenarbeit mit dem Time Warner Konzern Ende 2009 folgte zunächst ein Rebranding und eine Umstrukturierung, der unter anderem auch die AOL-Büros in Deutschland zum Opfer fielen. 140 Mitarbeiter verloren in Deutschland ihre Anstellung, weltweit sollten 2.500 Stellen gestrichen werden.

CEO Tim Armstrong will AOL zu einem Medienunternehmen machen. (Foto: TCDisrupt / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Als AOL Ende September 2010 die Tech-News-Seite TechCrunch für 25 Millionen übernahm, fragte man sich noch, was der AOL-CEO Tim Armstrong mit dem populären Tech-Blog vorhabe. Mit Engadget war bereits eine ähnliche News-Seite im Besitz von AOL, die in direkter Konkurrenz zu TechCrunch stand. Spätestens jetzt mit der Übernahme der Huffington Post scheint der Weg zu einem neuen Medien-Imperium vorgezeichnet.

AOL Chef Tim Armstrong glaubt an Qualitätsjournalismus

Man habe sich mit der Huffington Post auf einen Deal geeinigt, weil das News-Startup hohe Wachstumszahlen vorzuweisen habe und man an den Qualitätsjournalismus glaube. Die vor sechs Jahren von Arianna Huffington und Ken Lerer gegründete Huffington Post ist ein reines Online-News-Portal und soll künftig die führende Rolle im Content-Netzwerk von AOL übernehmen. Das könnte dann durchaus für einige Reibungspunkte sorgen, denn mit dem TechCrunch-Chef Michael Arrington dürfte Arianna Huffington ein unbequemer Widersacher in den eigenen Reihen entgegentreten.

Trotz der guten Wachstumszahlen der Huffington Post, die mit 22 Prozent im letzten Jahr sogar stärker gewachsen ist als Twitter, gab es auch immer wieder Kritik an einigen Strategien. So sorgte unter anderem die Aggregation der ersten Absätze von Artikel anderer Seiten nicht nur für positives Feedback. Ob dieses Verfahren mit Qualitätsjournalismus vereinbar ist, darf bezweifelt werden. Tim Armstrong ist sich dagegen sicher, dass die neue „Huffington Post Media Group“, unter der künftig alle Inhalte von AOL organisiert werden sollen, ein reichweitenstarkes Medienunternehmen der neuen Generation werden wird.

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Eine Antwort
  1. von Andreas Lenz am 07.02.2011 (10:19 Uhr)

    frau huffington als chef von herrn arrington ;)

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