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App-Diagramm: Twitter sammelt zukünftig Infos über eure installierten Mobile-Apps

App-Diagramm: Twitter sammelt zukünftig Infos über eure installierten Mobile-Apps

Wie am gestrigen Mittwoch angekündigt hat, wird es zukünftig Informationen darüber einsammeln, welche Nutzer auf ihrem Mobilgerät installiert haben. Die Infos sollen einer „stärker personalisierten“ Erfahrung zugute kommen.

App-Diagramm: Twitter sammelt zukünftig Infos über eure installierten Mobile-Apps
(Foto: eldh / flickr.com, Lizenz: CC-BY )
(Foto: eldh / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Twitter: Neue App trackt Informationen über installierte mobile Anwendungen

Twitter will zukünftig darüber Bescheid wissen, welche Apps Nutzer neben der Twitter-App noch auf ihren mobilen Endgeräten nutzen. Dazu sammelt es ein sogenanntes „App-Diagramm“ derjenigen Nutzer ein, die die Twitter-App auf ihrem Smartphone oder Tablet installiert haben. Die neue Maßnahme erklärt das Unternehmen wie folgt:

„Um Dir eine individuellere Twitter-Erfahrung zu ermöglichen, erfassen wir die Liste der auf Deinem Mobilgerät installierten Apps und aktualisieren sie gelegentlich. Auf diese Weise können wir maßgeschneiderte Inhalte bereitstellen, an denen Du interessiert sein könntest.“

Twitter nennt auch einige konkrete Fälle, in denen das App-Diagramm zur Anwendung kommt: Verbesserte „Wem-Folgen“-Empfehlungen, eine bessere Auswahl an Tweets oder Accounts, die von Twitter zur Timeline hinzugefügt werden können sowie die Anzeige von relevanteren gesponserten Inhalten.

Erst kürzlich hat Twitter seinen Einfluss auf die im Netzwerk zirkulierenden Inhalte deutlich ausgedehnt: Im Oktober hat der Nachrichtendienst angekündigt, nun auch fremde Tweets in die Timelines seiner Nutzer einzustreuen – von populären und besonders interessanten Tweets und Accounts bis hin zu gesponserten, werblichen Inhalten. Das App-Diagramm ist nun wohl der nächste Schritt auf dem Weg zur besseren Monetarisierung des Netzwerks.

Wann kommt das App-Diagramm – und wie funktioniert der Opt-Out?

Twitter wird Nutzer proaktiv informieren, sobald die neue Funktion freigeschaltet wird. (Grafik: Re/Code)
Twitter wird Nutzer proaktiv informieren, sobald die neue Funktion freigeschaltet wird. (Grafik: Re/Code)

Die neue Maßnahme greift mit dem nächsten Update der Twitter-App, die in dieser Woche an iOS-Nutzer und etwas später an Android-Nutzer ausgeliefert werden soll. Twitter betont, dass Nutzer per In-App-Notification proaktiv über die Neuerung informiert werden – bevor also eine entsprechende Benachrichtigung erscheint, werden auch keine Daten gesammelt.

Wer nicht möchte, dass Daten über die installierten Apps an Twitter gesendet werden, muss vom Opt-Out Gebrauch machen: Hierzu müssen Nutzer in den Geräteeinstellungen ihres Smartphones die Berechtigungen für die Twitter-App ändern – die genauen Schritte erklärt Twitter auf der Hilfeseite. Wer interessenbasierte Anzeigen auf seinem Mobilgerät ohnehin deaktiviert hat, muss nicht mehr tätig werden, um ein Einsammeln des App-Diagramms zu verhindern.

Infos über installierte Apps – Twitter ist nicht das erste Unternehmen

Twitter ist nicht das erste Unternehmen, das sich für die sonstigen auf den Endgeräten seiner User installierten Apps interessiert, auch Facebook etwa sammelt entsprechende Informationen ein. So können App-Entwickler, die auf Facebooks Software Development Kit (SDK) zurückgreifen, in Erfahrung bringen, wer die App bereits installiert hat und wer nicht, und ihre Werbung entsprechend ausrichten, berichtet das Tech-Magazin Re/Code. Das Vorgehen ist grundsätzlich für iOS- und Android-Geräte möglich und steht auch anderen App-Entwicklern offen.

Wichtig ist allerdings zu betonen, dass Twitter zwar Informationen über die installierten Apps sammeln, nicht aber auf individuelle Daten aus den Apps selbst zugreifen kann. Auch die Frage, wie oft eine App tatsächlich geöffnet und genutzt wird, fließt nicht in das App-Diagramm ein. So betont auch Twitter selbst:

„Wir erfassen nur die Liste der von Dir installierten Anwendungen. Wir erfassen nicht die in den Anwendungen enthaltenen Daten.“

 

via recode.net

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Eine Antwort
  1. von App-Charts wären nett am 27.11.2014 (17:57 Uhr)

    Wenn man im Store Apps für sich selber Notizen verpassen könnte, würde ich CrApps (Crappy-Apps) auch de-installieren.
    Wichtiger ist also nicht welche Apps Karteileichen sind sondern welche überhaupt Aufgerufen und wie intensiv genutzt werden.

    Verweilzeit ist auch eine falsche Metrik weil miese Apps unnötig lange herumladen und umständlich zu nutzen sind.
    Da braucht man also was schlaueres.
    Aber grundsätzlich ist eine neutrale Zählstelle besser als Eigenaussagen von Shops.
    Auch die diversen Android-Backup-Apps könnten sowas erfassen wenn man es in deren Settings aktiviert. Tun sie leider nicht :-(

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