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App-Economy? Ich prangere das an! [Glosse]

App-Economy? Ich prangere das an! [Glosse]

Immer mehr wollen Geld für ihre oder versuchen, Geld mit In-App-Käufen zu verdienen. Manche versuchen sich gar über zu finanzieren. Ich prangere das an.

App-Economy? Ich prangere das an! [Glosse]

Die App-Economy. (Foto: PhotoAtelier / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

In was für einer Welt leben wir eigentlich, in der Entwickler anfangen, Geld für eine App zu verlangen oder kostenpflichtige Features anbieten, um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen? Wo ist eigentlich Amnesty International, wenn man sie mal braucht? Wann nimmt dieser Wahnsinn endlich ein Ende?

Bezahlen mit dem guten Namen

Doo ist tot, es lebe Scanbot: Mit einer intelligenten und vollautomatischen Scanner-App will das Startup Doo wieder angreifen. (Bild: Doo)
Doo ist tot, es lebe Scanbot: Mit einer intelligenten und vollautomatischen Scanner-App will das Startup Doo wieder angreifen. (Bild: Doo)

Als Doo vor sechs Monaten den Betrieb einstellen musste, war das eine traurige Geschichte. Man hatte es nicht geschafft, ein tragfähiges Business-Modell zu etablieren. Umso schöner die Nachricht, dass es mit einem neuen Produkt weitergehen sollte. Scanbot war geboren und seit dem Start erfreut sich die App großer Beliebtheit. Ganz kostenlos verrichtet diese App seit dem ersten Tag ihren Dienst.

Vor wenigen Wochen dann der Dolchstoß ins Herz: Für die Pro-Funktionen der App verlangt man 4,49 Euro. Fast fünf (!) Euro! Ich prangere das an! Das entspricht fünf Tassen Kaffee aus meiner Designer-Kapsel-Kaffeemaschine. Geht's noch?

Scanbot ist aber nicht das einzige Beispiel der Unverschämtheit. Eine ganze Mafia aus gierigen App-Entwicklern scheint es auf unser Geld abgesehen zu haben. Immer mehr Unternehmen kommen auf die Idee, Geld für etwas zu verlangen, was bis eben noch kostenlos war. Immer häufiger wird der arme Anwender zur Kasse gebeten, als ob dieser nicht schon genug Geld für Display-Schutzfolien oder Smartphone-Taschen ausgeben würde. Mal ganz davon abgesehen, muss das nächste Smartphone auch irgendwie finanziert werden. Da ist kein Platz für einen 89-Cent-In-App-Kauf.

Dabei bezahlen wir Anwender doch schon! Mit unseren Daten. Wir alle kennen doch die Währung, wir Anwender bekommen etwas kostenlos und dafür gibt man seine Daten heraus. Diese sind ja nicht mal mit Gold aufzuwiegen, wie man an den Werbeeinnahmen von Facebook, Google und Co. sieht. Und jetzt sollen die Nutzer auch noch für Apps bezahlen. Diese kleinen Dinger, die man doch eh nach ein paar Wochen wieder löscht. Kann so viel Arbeit ja nicht sein, so eine App zu entwickeln, wenn man sieht, wie viele Apps im Store sind. Zum Glück gibt es die Möglichkeit der Bewertung und dieses Werkzeug sollten Anwender auch nutzen. Eine Ein-Stern-Bewertung ist schnell vergeben, sollen die Entwickler spüren, dass man die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat. So geht man mit den Nutzern nicht um! Bei Twitter & Co. sollte man seinem Unmut auch gleich Luft machen!

(Bild: Ray Bartkus)
Facebook trackt seine Benutzer – sie bezahlen mit den Daten. (Bild: Ray Bartkus)

An das Ammenmärchen der armen Startups glaubt doch kein Mensch. Die sitzen doch alle mit ihren Millionen an Euros im Sankt Oberholz in Berlin und trinken Club-Mate und schreiben nebenher ein paar Zeilen Code. Werden doch auf kurz oder lang von Facebook gekauft. Dafür soll man dann auch noch zusätzlich zahlen? Auf Mails bekommt man meistens keine Antwort, dabei hab ich schon so oft gefragt, wie man eine App besser machen kann. Telefonischen Support gibt es bei den Wenigsten. Und auf Tweets bekommt man oft erst Stunden später eine Antwort. Geht's noch?

App-Nutzer aller Welt: Vereinigt Euch! Macht diesen Wahnsinn nicht weiter mit und hört auf, Geld für Dinge zu bezahlen, die ihr kostenlos verdient habt!

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29 Antworten
  1. von Schmittner am 28.09.2014 (11:40 Uhr)

    Der Artikel ist zwar im allgemeinen eine Satire, aber ein Problem zeigt er doch auf.
    Wenn eine kostenlose App, für die ich mit meinen Daten bezahlt habe plötzlich Geld kosten soll, muss der Entwickler mir meine Daten zurückgeben...
    Sonst bezahle ich ja zweifach für die App.

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  2. von Christoph am 28.09.2014 (11:56 Uhr)

    Apps werden von Unternehmen entwickelt, Unternehmen wollen Gewinn machen. Ohne Werbung oder Geld für die App gibt es keinen Gewinn. Ohne Unternehmen, die auf Gewinn aus sind, gibt es keine guten Apps. Nur ein Bruchteil der Start-ups werden von anderen Firmen übernommen. Daten bringen auch nur was, wenn man damit zugeschnittene Werbung anzeigen kann.

    >> Klar, es ist eine Glosse, aber Glossen sollen ja auf einen mehr oder weniger wichtigen Sachverhalt hinweisen, bei dem etwas passieren soll. <<

    Wenn sich alle so verhalten würden wie du, würden Entwickler nichts mehr verdienen und es gäbe keine Apps mehr, da niemand etwas macht, wofür es Geld gibt.

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  3. von Christoph am 28.09.2014 (11:58 Uhr)

    * kein Geld *

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  4. von Mario Kober am 28.09.2014 (12:11 Uhr)

    Ach köstlich :-)

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  5. von Fabian am 28.09.2014 (12:44 Uhr)

    Also entweder ist das ganz schlechte Satire, oder der schlechteste Artikel, den ich auf t3n bisher gelesen habe. Beides ist nicht gut...

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    • von Mischa am 28.09.2014 (19:20 Uhr)

      sehe ich genau so!

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    • von Michael am 29.09.2014 (08:44 Uhr)

      Der Artikel ist wirklich nicht so doll. Dabei ist das Thema doch wirklich sehr interessant. Müssen Apps immer finanziert werden oder geht es auch kostenlos?
      App Entwicklung macht doch wirklich Spaß. Das währe ja so, als würde man für einen Kinobesuch Geld vom Kino verlangen. OK, man kann ja auch ein T-Shirt mit Werbung im Kino anziehen, aber anklicken kann man es nicht.
      Ne, mal im Ernst. Klar wollen Unternehmen mit Apps Geld verdienen, aber es gibt auch reichlich "Open Source" Entwickler, die einfach nur zum Spaß tolle Apps entwickeln und kostenos/werbefrei anbieten.
      Z.B. hier: https://f-droid.org/

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      • von Miss am 30.09.2014 (15:20 Uhr)

        Wenn es nur noch Hobby Entwickler Apps gibt, die abends mal eine Stunde oder zwei programmieren, werden sich aber einige umsehen. Wenn es so weitergeht, wird es daraufhin hinauslaufen.

        Wenn man aber sein Einkommen damit bestreiten soll und es auch noch professionell sein soll, dann muss die App auch das Gehalt des Entwicklers, des Marketing, Testings, der Testgeräte etc. einspielen.

        Oder arbeiten Sie für lau? Dann können Sie sich aber auch kein neues Smartphone oder Tablet mehr leisten, oder?

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  6. von Geheimratsecki am 28.09.2014 (13:08 Uhr)

    Weiß auch nicht wirklich, wie ich dass einordnen soll!
    Früher war ich auch noch einer, der alle App so lange getrackt hat, bis sie mal kostenlos im AppStore angeboten wurden.
    Mittlerweile kauf ich mir die App gleich.
    Natürlich wird viel Wert auf Bewertungen gelegt. In der Regel, ist der Support gut bis sehr gut.

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  7. von marc am 28.09.2014 (13:23 Uhr)

    Selten so einen Bullshit gelesen! Dann schaltet mal schnell die Werbebanner und Co. auf Eurer Site KOMPLETT ab, denn mit googleadsense und -words etc.pp verdeint ihr ja auch schon genug mit unserem guten Account...
    Wie, nein? Achso, naja, dann lassen wir auch mal die Apps weiterhin kosten, wa?
    Niveaulose Artikel, ehrlich!

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  8. von arno am 28.09.2014 (13:42 Uhr)

    ganz genau! wird aber auch zeit, dass jemand was dagegen unternimmt!

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  9. von ghnnbhh am 28.09.2014 (15:24 Uhr)

    Ich bezahle für ein digitales medium oder APP kein Geld, egal ob ich es mir leisten kann oder nicht.

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  10. von Sebastian S. am 28.09.2014 (15:41 Uhr)

    Lieber Artikelverfasser, Du gehst auch umsonst arbeiten oder? @t3n Habt ihr keine Qualitätskontrolle für dämliche Artikel? Lasst die Kinder bitte woanders schreiben...

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  11. von helmet am 28.09.2014 (21:39 Uhr)

    Ich glaube, hier wissen einige nicht, was eine Glosse ist...

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    • von dtffgjfftzhhhfff am 28.09.2014 (22:37 Uhr)

      Glosse ist schon seit dem Ende des Web 2.0 out. Heute muss es clean und 2d sein.

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    • von Atilla am 29.09.2014 (01:11 Uhr)

      Das scheinen die selben Leute zu sein, die sich auch über Inhalte der Artikel des Postillon aufregen... Und: Ja. Selbstverständlich sind die Macher von t3n der Meinung, dass alle App-Entwickler so reich sind, dass sie nicht wissen, ob sie sich als nächster lieber einen goldenen Schreibtisch oder ein goldenes Notebook kaufen sollen.

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  12. von FFM am 29.09.2014 (06:33 Uhr)

    Oha. Hat der Autor doch tatsächlich vergessen, den Ironiemodus anzustellen! Das ist eindeutig zu viel für die Generation IQ, die Kommentare zeigen es.

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  13. von Christof am 29.09.2014 (08:08 Uhr)

    Um die Bandbreite der Reaktionen hier weiter hoch zu halten: Super-Artikel :) ... Satire stößt das Denken an und wäre daher nicht gut, wenn sie nicht auch anstößig ist - mehr davon bitte!

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  14. von Björn am 29.09.2014 (09:03 Uhr)

    wtf did I just read? Ich will meine 5 Minuten Lebenszeit zurück...

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  15. von Maik Klotz am 29.09.2014 (11:00 Uhr)

    Selten! So! Einen! Mist! Gelesen! Kann den Autor auch nicht leiden, so ein Vollpfosten. Geh mal was richtiges arbeiten, Du App-Schmarotzer.

    - mk

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  16. von markus.maier am 29.09.2014 (11:57 Uhr)

    Eigentlich dacht ich ja, dass es unverschämt war, in der Übershrift klarzustellen, dass es sich um eine Glosse handelt. Die meisten Kommentare zeigen aber, dass es zwar nötig, aber nutzlos war :-/

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  17. von marv am 29.09.2014 (13:37 Uhr)

    Ich schäme mich für viele Kommentare hier...

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  18. von Andreas am 29.09.2014 (16:08 Uhr)

    OMG – mit dem Denken haben es leider nicht viele. Somit sollte auch t3n einen Satire/Ironie/Sarkasmus-Hinweis an solche Artikel schreiben.

    Schade. Ich finde den Artikel gut. Aber öfter solltet Ihr so etwas wohl nicht mehr schreiben ;-)

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  19. von Mario H. am 30.09.2014 (11:36 Uhr)

    Das Thema ist gut und wichtig, und dies in einer Glosse anzusprechen, ebenso. Aber diese ist imho vollkommen überzeichnet. Ein wenig mehr subtiler Humor wäre für mich besser gewesen als dieser Holzhammerkram.

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