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AppEngine: Google beendet den Testbetrieb und gibt Preise bekannt

hat das Ende der Testphase seiner Cloud-Computing-Plattform Engine angekündigt. Noch 90 Tage soll der Betrieb wie bisher weitergehen, dann wird die AppEngine für einige kostenpflichtig. Wer viele Ressourcen verbraucht, wird entsprechend zur Kasse gebeten. Wer wenig verbraucht, zahlt auch weiterhin kein Geld.

Die Google AppEngine wird zukünftig für ressourcenhungrige Applikationen kostenpflichtig werden. Wie einer in Ankündigung im Google Developer Blog zu lesen ist, soll das Cloud-Computing-Angebot innerhalb von 90 Tage vom Testbetrieb auf einen Regelbetrieb umgestellt werden und verbrauchsabhängige Entgelte verlangen. Im  Gegenzug werden allerdings auch die bisherigen Beschränkungen der Ressourcen aufgehoben.

Das neue Preismodell von AppEngine:

  • 0,10 US-Dollar pro CPU-Kern und Stunde
  • 0,10 US-Dollar pro GByte eingehenden Traffic
  • 0,12 US-Dollar pro GByte ausgehenden Traffic
  • 0,15 US-Dollar pro GByte Speicherplatz
  • 0,0001 US-Dollar für jeden E-Mail-Empfänger

Das Freikontingent liegt dann bei 6,5 CPU-Stunden und einem Datenvolumen von einem GByte pro Tag. Der Ressourcenverbrauch lässt sich benutzerdefiniert limitieren, so dass Entwickler ihre maximalen Ausgaben sicher planen können. Dabei können Nutzer tägliche Grenzen für CPU, Bandbreite, Speicherplatz und E-Mails festlegen.

Screencast zur Limitierung der täglichen Ressourcen

Aber auch die Nutzer, deren Web-Apps das Freikontigent überschreiten und die dafür entsprechend bezahlen, müssen mit Beschränkungen leben. Wer mehr als 40.000 Anfragen pro Tag benötigt, musst dies extra beantragen, ansonsten ist bei etwa 50 Anfragen pro Sekunde Schluss.

Hintergrund

Die Google AppEngine wurde im April 2008 offiziell vorgestellt. Über den zunächst kostenlosen Hosting-Service konnten Entwickler die Infrastruktur von Google zum Betrieb ihrer Web-Applikationen nutzen. Die Google AppEngine war damit eine kostenlose Konkurrenz zu Amazons Web Services (AWS) S3 und EC2. Allerdings ist die AppEngine bislang auf die Programmiersprache Python begrenzt, während AWS zusätzlich PHP, Java, Python, Ruby, und Perl anbietet. In diesem Bereich wird sich Google bewegen müssen, will man Amazon wirklich Konkurrenz machen.

In der Roadmap für das erste Halbjahr 2009 ist allerdings mit dem Punkt "Support for a new runtime language" bereits ein erster Schritt erkennbar.

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