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Kolumne

Warum Apple mit den Airpods auf den Spuren von Google Glass wandelt

(Foto: Apple)

Apples neue drahtlose Kopfhörer „Airpods” sind für den Konzern in mancher Hinsicht das, was die AR-Brille Glass für Google war. Ihre Chancen stehen aber besser, meint Martin Weigert.

Ich befinde mich gerade in einem Zustand von gleichzeitiger Erwartungsfreude und Enttäuschung über ein neues Tech-Gadget, und zwar Apples Airpods. Ich halte die ab Ende Oktober verfügbaren drahtlosen Kopfhörer für eine Neuerung mit großem Potenzial, die ich gerne testweise für einige Zeit in meinen digitalen Alltag integrieren würde. Dumm nur, dass die Form der Airpods an die der bisherigen iPhone-Kopfhörer „Earpods” angelehnt ist. Diese sitzen in meinen Ohren traditionell schlechter als jeder Billig-In-Ear-Kopfhörer. Solange Apple keine zweite Version mit alternativer Passform lanciert, werde ich von einer Anschaffung der 179 Euro teuren Kopfhörer absehen müssen.

Konzeptionell stellen Airpods in meinen Augen weit mehr als schlicht eine kabellose Variante der bisherigen Kopfhörer dar. Ein Artikel bei Slate und einer bei TechCrunch erläutern gut, wieso. Im Hinblick auf die strategische Bedeutung für Apple und die Implikationen für Nutzer und die Allgemeinheit sehe ich mehrere Parallelen zu Google Glass, der zumindest im ersten Anlauf gefloppten Augmented-Reality-Brille des Internetgiganten:

Wette auf die Zukunft des Computings

iPhone 7 mit Apples neuen Airpods. (Foto: Apple)
iPhone 7 mit Apples neuen Airpods. (Foto: Apple)

Apple verfolgt mit den Airpods das Ziel, Nutzer in so vielen Lebenslagen wie nur möglich zur Interaktion mit Siri zu animieren. Dass Sprachsteuerung funktionieren kann und bei Verbrauchern gut ankommt, hat Amazon mit seiner Smartbox „Echo” bewiesen. Doch außerhalb der eigenen vier Wände ist die Wiedergabe per Lautsprecher keine Option. Das geht nur über Kopfhörer. Für Apple repräsentieren die Airpods den Einstieg in ein neues Zeitalter der Computer-Mensch-Interaktion. Genau dieses Ziel verfolgte Google mit seiner AR-Brille auch.

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Unvorhersehbare Nutzungsverhalten

Da Google Glass nie im großen Still in die Läden kam, bleibt die Frage, was Otto-Normal-Verbraucher mit solch einer Brille im Alltag anstellen würden, weiterhin unbeantwortet. Gemeinsam haben Glass und Airpods, dass im Falle eines Erfolgs mit unerwarteten Anwendungsmustern zu rechnen wäre. Vielleicht fangen AirPod-Träger an, sich über entsprechende Apps auf Kurz-Distanzen miteinander auszutauschen. Vielleicht nehme sie die Kopfhörer außer beim Duschen nie mehr aus ihren Ohren, auch nicht während persönlicher Gespräche von Angesicht zu Angesicht. Vielleicht führt die erhöhte Kopfhörer-Verwendung dazu, dass Audiocontent nochmals explodiert. Vielleicht aber ändert sich auch fast nichts. Man weiß es nicht. So wie es nach der Vorstellung auch für Google Glass galt.

Ästhetische Herausforderung

Einer der mutmaßlichen Hauptgründe, warum Google Glass als Produkt für Endkonsumenten scheitern musste, ist das von vielen als albern wahrgenommene Erscheinungsbild von Glass-Trägern. Auch wenn Ästhetik immer eine subjektive Sache darstellt, formierte sich zügig ein Konsens, dass man mit Glass in der bisherigen Fassung blöd aussieht. In professionellen Kontexten stellt das kein Problem dar. Beim Flanieren durch die Stadt oder dem Besuch einer Party allerdings schon. Zumindest für ein Gadget, das man eigentlich nicht braucht. Auch das Design der Airpods, die nach abgeschnittenen Kopfhörern aussehen, darf als gewöhnungsbedürftig bezeichnet werden. Auf Witze und Häme musste man nicht lange warten. Allerdings würde der Regenschirm, hätte er im Jahr 2016 sein Marktdebüt, auch nicht sofort als selbstverständliches Alltags-Hilfsmittel akzeptiert werden. Im Endeffekt entscheidet der Grad des Mehrwerts, den Anwender aus einem ästhetisch kontroversen Produkt ziehen, darüber, ob er vom Gegenstand der Belustigung zu einer von allen akzeptierten Selbstverständlichkeit avanciert.

Auswirkungen auf Interaktion mit Mitmenschen

Google Glass erregte die Gemüter, weil es im aktivierten Zustand Personen im Sichtfeld des Trägers filmt, was nachvollziehbarer Weise nicht allen Menschen gefiel. Bei den Airpods müssen sich Träger zwar keine Sorgen über Integritätsverletzungen anderer Personen machen, allerdings werden sie womöglich in Konflikte geraten, wenn sie aus Gewohnheit oder gefühlter „Verschmelzung” mit den Kopfhörern nicht daran denken, diese in Situationen persönlicher Interaktion aus den Ohren zu nehmen. Zudem besteht natürlich die Gefahr, dass Stille liebende Menschen in der unmittelbaren Nähe von laut, vielleicht auch frustriert ausgesprochenen Anweisungen an Siri gestört werden. Zu den ständigen Telefonierern gesellt sich dann die nächste Gruppe, die Lärm macht. Aber natürlich gilt es abzuwarten, wie sich die gesellschaftlichen Normen weiterentwickeln werden.

Fazit

Trotz der zahlreichen Parallelen denke ich, dass es Airpods weitaus leichter haben werden als Google Glass: Sie sind deutlich günstiger, trotz allem weniger herausstechend als Googles Headset, sie bieten einen klaren Mehrwert (Kabel nerven nun einmal und das besonders geschmeidige Bluetooth-Zusammenspiel mit iOS klingt vielversprechend) und werden von Apple mit Zurückhaltung eingeführt, was die Erwartungen gering hält. Außerdem ist damit zu rechnen, dass Apple die Airpods, sofern es sie nicht nach der ersten Generation einstellen sollte, mit jeder neuen Edition schrumpfen wird, bis sie nur noch bei genauem Hinschauen zu erkennen sind.

Sollten sich die Airpods am Ende aber doch als Flop herausstellen, dann ist diese Auflistung um einen Parallele reicher.

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14 Reaktionen
Jack
Jack

Google Glass ist und war KEINE 3D Brille.

Daran erkennt man mal wieder wie gut der Autor informiert ist...

Martin Weigert
Martin Weigert

Du hast völlig recht.
Mein an mich selbst gestellter stilistischer Anspruch sprachlicher Vielfalt hat mich da leider dazu getrieben, einfach einen Begriff zu nutzen, der immer wieder irgendwo auftaucht - ohne ihn an dieser Stelle zu hinterfragen.
Es ist mir durchaus bewusst, dass Google Glass nichts mit 3D zu tun hat.

Danke für den Hinweis, ist im Text korrigiert.

AirPods werden ständiges Accessoir
AirPods werden ständiges Accessoir

Hier wird wenigstens reagiert und hoffentlich auch dazugelernt.
Man sollte insbesondere " Augmented " und " 360 " klar dranschreiben wenn es sich darum handelt. Wegen Headlines/Suche/Tags zur Content-Verbreitung kann und sollte dann auch "(VR)" o.ä. dranstehen. Aber man kann ja trotzdem besser sein als die Konkurrenz, welche leider nicht klar unterscheidet. Pokemon Go ist ja weniger 3D-VR sondern eher "Augmented".

Speziell 360-Übertragungen und 360-Konzerte setzen ich hoffentlich schnell durch und in jeder Fußball-Feld-Ecke eine 360-Kamera oder auch die Tor-Kameras mit großen Winkeln.

Man sollte nur ein wenig soziale Motivation machen und gute Beispiele hervorheben.
Das klappt ja mit negativen Berichten schon ganz gut und müsste man halt positiv gestalten:
http://t3n.de/news/strato-streicht-kleingedrucktes-746001/

Jack
Jack

Tut mir Leid, wenn ich etwas unfreundlich Klang. Mir ärgert das immer wenn irgendwo solche Sachen falsch klassifiziert werden und dadurch dann Äpfel mit Birnen verglichen werden...

Cool das du es geändert hast :)

Martin Weigert
Martin Weigert

Kein Ding :)

AirPods werden ständiges Accessoir
AirPods werden ständiges Accessoir

"unerwarteten Anwendungsmustern zu rechnen wäre. Vielleicht fangen AirPod-Träger an, sich über entsprechende Apps auf Kurz-Distanzen miteinander auszutauschen"
Aki-Aka damals am Bahnhof zeigte 50-100 Leute in der Umgebung an. Teens in Arabien bandeln per Bluetooth an weil alles andere überwacht wird.

Tag-Connect will ich schon ewig. Drei meiner Ideen wurden alleine diese Woche realisiert (siehe anderes Posting): Man kriegt also mit wenn jemand glutenfreies in der Nähe ist oder Bewerber mit den entsprechenden Skills am Firmen-Stand vorbeilaufen. Über gegenseitige Aufdeckung:
Broadcast: "Hobby:Motorrad"
Antwort: "Motorrad:LowRider"
Sender: "Lass stecken. Bin Hobby:Motorrad:Langstrecken/Aufrecht statt LowRider/Sitzend"
kann man nicht zu viel verraten und den Connect aushandeln oder nicht. Aki-Aka wollte ja wohl keine strukturierten Tags einführen und ist trotz der gigantischen Verbreitung gescheitert...

@An Alle: Eine Armbanduhr, Brille, Schmuck oder Google Glas hat man als Accessoire ständig am Körper und aktiv. Das meint er wohl damit. Man hat es aktiv ständig am Körper statt nur bei Bedarf anzuziehen/einzuschalten wie bisherige Headsets weil:
- Sprachsteuerung sich durchsetzt weil die üblichen Interfaces wenig taugen. Siehe Fahrkartenautomaten oder Elster.
- Die Lautzeit stimmt
- Evtl auch die Rechenpower stimmt
- Sie klein genug sind.

Schön war der Vergleich mit Echo: Apple verkleinert und eleganter-macht vorhandene Geräte.
Wie lange ist die Laufzeit von Echo ? Kann es für den Preis wenigstens PowerOverEthernet und als Lade-Gerät für 2.3-Ampere-Apple-Geräte genutzt werden ? usw.
Echo=Oprah, Roseanne. AirPod=Angelina Jolie.
Echo=Monstertruck. AirPod=Lotus Esprit/DeLorean/...
usw.

"die Allgemeinheit sehe ich mehrere Parallelen zu Google Glass, der zumindest im ersten Anlauf gefloppten Augmented-Reality-Brille des Internetgiganten:"
Google setzt 90%-99% der Aufkäufe und Projekte in den Sand.
Klar wollen die Leute Google Glass allein als Routenplaner der Richtungs-Pfeile einblendet, aber wenn man das Nachfolge-Modell ankündigt wartet man (wie bei der iWatch2) auf die neue Version ohne Kinderkrankheiten. Google-Maps-Routenplanung war damals vielleicht auch etwas schlechter als bisher.

Die Amerikaner tragen wohl gerne dicke Plastik-Kopfhörer von Dr.Dre/Beats hiess es bei CNBC. Die Kinder würden ständig quengeln die zu kaufen und die Plastik-Bügel würden gerne kaputtgehen.(Daher fordere ich Ersatzteilrecht für alle Amazon-Produkte.). Die schämen sich nicht mal für dicke Kopfhörer wenn man mal Dokus sieht und wer da so im Hintergrund herumläuft. Fehlen noch Gold-Ketten und Manta-Fuchsschwanz.

Hier in Europa ist das eher optisch unüblich. Die ersten Handies waren auch optisch ungewohnt bis jeder eines hatte oder bald die Robo-Autos oder innerhalb von einem Jahr zehn bis zwanzig Prozent Elektro-Fahhräder vor dem Supermarkt auch wenn da kaum jemand drauf achtet aber bald wohl Elektro-Tank-Stellen für Elektro-Autos während es für E-Bikes auch welche im Stadtgebiet gibt aber das ist halt eine Steckdose und ein Hinweis. Bei teuren Headsets gibts größere Plastikbügel damit man die nicht so schnell verliert oder abgestreift werden und irgendwo am Boden zertreten werden. Wie diese Brillen-Seile und alles andere für Brillen wie Aufbewahrung usw. bildet sich hoffentlich ein Zusatz-Equipment-Markt für AirPods.

Als nächste Version sollten sie diese Gestensteuerung für Pflanzen (Ja. Blumen !) von Disney (Ja. Die Zeichentrick-Firma wo auch Sportsender usw. dazu gehören) reinmachen. Dann würde man mit Gesten oder Induktions-Berührungs-Steuerung an den Kopfhörern oder an den Ohren Sachen regeln. Die Trackpads von Lenovo-IBM-Laptops waren immer sehr beliebt. Da habe ich nie jemanden drüber Schimpfen gehört. Die Kopfhörer haben eine ähnliche Oberflöchen-Größe denke ich mal auch wenn die AirBooks supergroße Touch-Flächen haben aber seltsamerweise die Bildschirme noch nicht auch wenn bei MacOS das "Launchpad" so aussieht wie LotusNotes bzw. die iOS-Bildschirme und quasi dazu einlädt, mit den Fingern draufzutippen und also wohl schon seit Jahren verkappte Touchbedienung geplant ist aber Tim Cook es womöglich vergessen hat...

Die meisten Programmmierer schaffen schon ein Interface (Desktop-PC) nicht brauchbar. Die vielen Handy-Größen, Tablett, Auflösungen, 99"-SmarTVs, Armbanduhr, Sprachsteuerung, Gestensteuerung, ... überfordern vermutlich viele Anwendungs-Entwickler. Die Widgets(User-Interface-Elemente) sollten also über das Betriebs-System schlau sein. Z.B. sollte jede Liste automatisch oben ein Suchfeld haben oder nach Anfangs-Buchstaben abgetrennt sein und natürlich eine Tag-Cloud anbieten ohne das der Programmierer es verhindern kann. Bei guten Browsern könnte man in Tabellen Elemente Markieren, Reihen und Spalten löschen oder umsortieren um aus Vergleichtabellen (auch in PDF-Kauf-Artikeln) das besten Produkt nach vorne zu sortieren und warum die anderen Produkte nicht in Frage kommen. Jeder nicht-korrupte Firmen-Einkäufer will das so.

Die Lösung der IT-Firmen für die Mehrheit schlechter Interfaces ist Sprachsteuerung. Und dafür sind die AirPods ein wichtiger Baustein in typischem Apple-Stil: "Mach fetten teuren Wintel-Crap schlank und elegant".
Welche Headsets sind den Alternativen ?
Mir sind die auch zu teuer. Aber das waren frühe Technologien immer und werden immer schneller für kleine Bürger bezahlbar und das Mooresche Gesetz gilt immer noch.

Alle Monitore durch Apple-Videobrillen zu ersetzen fände ich besser und ginge heute schon...
Aber "Echo at the Head" ist natürlich auch eine gute Idee. Kann man Amazon damit auch bedienen ? Har har har. Eine gute Presse würde dort nachfragen und die Antwort veröffentlichen. Oder gehen keine Plugins für Apps und man kann nur iTunes damit sprach-Steuern und keine anderen Apps zwangs-sprachgesteuert ohne das die (oft lahmen) Programmierer etwas dagegen machen können ?
Z.B. bei Itunes den Namen nennen und "schneller" "langsamer" "Reinzoomen" "spiel es noch mal" "Setze A" "Setze B" "Spiele nur zwischen A und B ab pendle vor und zurück".

AirPods werden ständiges Accessoir
AirPods werden ständiges Accessoir

Falsch: "Z.B. bei Itunes"
Richtig: "Z.B. bei Itunes aber natürlich auch Amazon-Prime-Video und Youtube und Netflix in deren Apps ohne das die es verhindern können auch in älteren Versionen weil das Widget/UserInterface-Element es macht"

Nachtrag: Der komplette Smartphone-Markt ist gesättigt. Manche warten auf VR. Viele sind zufrieden und brauchen nicht noch mehr Megapixels usw. und vieles macht man auch am Tablett oder SmarTV/AmazonFire/Apple4TV usw.. Die Ersetzungs-Quote ist geringer als früher wo die neuen Features auch sehr nützlich waren. Die anderen Hersteller machen ausser Samsung wohl gar keinen oder kaum Gewinn mit Handies ! Wenn jeder ein E-Auto hat, sinken die Stückzahlen auch recht schnell auf die Verschrottungs-Zahlen ab weil pro Benziner oder E-Auto-Verschrottung dann in etwa 1 E-Auto nachgekauft wird oder sogar weniger, weil man die Cars ja per Handy sharen kann oder der AirPod broadcastet wo man hin will und man mitgenommen wird oder sich an der Taxi-Rampe vom Flughafen/Bahnhof/Cebit/Dmexco/Gamescom/... mit anderen die auch dort hin wollen zusammen das Taxi/Uber/ECar teilt oder ein 4fach-Bahn-Ticket teilt und viel Geld spart wenn man den Automaten bedient bekommt. Denn die Bitkom ist der Stolz von Deutschland...

Mark
Mark

Kabel nerven aber weniger, als alle paar Stunden laden zu müssen. Wenn die Batterie 1 jahr halten würde wahre es aber ein hit.

Dominic Heinfling
Dominic Heinfling

Ich kann den Vergleich zu Google Glass überhaupt nicht nachvollziehen.

Die Google Glass stellen eine völlig neue Produktkategorie dar, ein vergleichbares Produkt ist derzeit nicht im Markt erhältlich. Das Produkt ist aus diversesten Gründen gescheitert, seien es z.B. vor allem in Europa datenschutzrechtliche Themen, der andere Grund ist im Produkt selber zu finden und geht in Richtung Usability, schwache Usecases etc.

Bluetooth Kopfhörer hingegen sind seit Jahren ein erhätliches Produkt und werden von hunderten Herstellern gefertigt.

Und was sollen nun die Air Pods darstellen? Richtig, sie können nicht mehr und nicht weniger als jeder handelsübliche Bluetooth Kopfhörer. Demnach sind es auch schlicht nur Bluetooth Kopfhörer und eben nicht eine zitierte neue Ära.

Genau aus dem Grund wirkt der Vergleich zu den Google Glasses auch völlig konsturiert.

Apples Problem seit dem Tod von Steve Jobs ist schlicht der absolute Innovationsverlust, man hat seinen Visionär verloren und jetzt steht da jemand am Ruder der aus dem Bereich Einkauf und Controlling kommt.

Die zurückgehenden iPhone Verkäufe sind ein erstes Indiz, dass es für Apple zumindest für den Moment den Zenit überschritten hat, ausbleibende Aktualisierungen bei den Macs und der totale Apple Watch Flop sind weitere Indizien für eine fehlende Visionskraft.

Martin Weigert
Martin Weigert

Man muss natürlich in der Grundthese nicht zustimmen, und natürlich ist Google Glass mehr High Tech. Aber ich habe ja nun vier Parallelen aufgezeigt. Wie man da konstatieren kann, dass man die Vergleich "überhaupt nicht nachvollziehen kann", kann ich nicht nachvollziehen :)

"Bluetooth Kopfhörer hingegen sind seit Jahren ein erhätliches Produkt und werden von hunderten Herstellern gefertigt."

Klar. Aber die Aussage erinnert mich an die Feststellung, dass es vor dem iPhone auch schon Smartphones gab. Entscheidend ist nicht, dass es ein Produkt oder eine Technologie schon gab. Sondern wer sie so groß rausbringt, dass sie die Grundlage für einen Paradigmenwechsel wird.

Dominic Heinfling
Dominic Heinfling

"Aber die Aussage erinnert mich an die Feststellung, dass es vor dem iPhone auch schon Smartphones gab. Entscheidend ist nicht, dass es ein Produkt oder eine Technologie schon gab. Sondern wer sie so groß rausbringt, dass sie die Grundlage für einen Paradigmenwechsel wird."

Klar gab es z.B. vor dem iPhone schon "Smarthpones" die auf dem Papier das Gleiche oder mehr konnten als jedes iPhone. Das iPhone war letztendlich deswegen erfolgreich weil es das was es vorher bereits gab zum ersten Mal wirklich benutzbar gemacht hat, Steve Jobs als Gallionsfigur hat dann mit seiner Marketingpower sein Übriges zum Erfolg beitgetragen. Aus meiner Sicht war das Marketing ein entscheidnder Erfolgfaktor, aber selbst mit einem Apfel auf dem Gehäuse wäre das iPhone niemals zu einer Erfolgsgeschichte geworden wenn sich das Produkt ähnlich crappy angefühlt hätte wie die damals erhältlichen Geräte. In sofern war das iPhone ein durchaus innovatives Gerät auch wenn es auf dem Papier nichts konnte was andere auch konnten.

Aber bei den Air Pods, where's the News? Evtl. bin ich blind aber dann hätte ich es auch gerne erklärt :P :)

Christoph S.
Christoph S.

Ich bin da schon eher bei Dominic. Bluetooth Headsets sind ein alter Hut. Auch In-Ear gibt es schon zu kaufen. Dass sich durch Apple die Verbreitung erhöhen könnte mag sein, aber dass dadurch ein neues Benutzerverhalten möglich wird, was vorher nicht ging? Siri mit Headset ging vorher auch schon mit Kabel. Hat aber keiner gemacht. Kein Kabel zu haben mag nett sein in der Wohnung und ein kleiner Vorteil unterwegs, aber normalerweise stört das Kabel nur mäßig, weswegen die Leute bisher auch den Aufpreis häufig nicht zahlen wollten. Ich hätte insofern auch gerne erklärt, was jetzt anders sein soll gegenüber der Konkurrenz. In seiner jetzigen Form wirkt der Artikel so, als würdest du tatsächlich denken es hätte vorher keine In-Ear BT Headsets gegeben. Oder es ist einfach klassische Clickbait (Google und Apple in 1 Artikel?!?) auf die ich auch reingefallen bin...

Btw was mir bei Sprachsteuerung wirklich auf den Keks geht ist nicht das fehlende Headset oder die Erkennungsrate, sondern die Cloudanbindung. Man fährt auf der Autobahn... Kein stabiles Netz. Man fährt im ICE... Kein stabiles Netz. Wenn ich alles 3 mal sagen muss mache ich es lieber direkt von Hand.

Peter
Peter

Ich mag eure Artikel echt, aber stellt euch mal nen Lektor ein: drei Schreibweisen eines Produktnamens (AirPods; „AirpAods”; Airpods) in einem Beitrag sind heftig.

Martin Weigert
Martin Weigert

Danke für den Hinweis, hab es angepasst.

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