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Apple blockt Apps mit Flattr-Integration

Apple blockt Apps mit Flattr-Integration

hat etwas gegen die Integration von Flattr in iOS-Apps: Der kalifornische Computerkonzern hatte bereits Anfang Mai ein Update der iPad-Podcast-App Instacast HD zurückgewiesen – jetzt ist auch bekannt geworden, warum: Laut Apple geht die Integration des Mico-Payment-Dienstleisters Flattr in nicht konform mit den Geschäftsbedingungen des App Stores.

Apple blockt Apps mit Flattr-Integration
Apple lehnt Flattr-Integration in Apps ab
Apple lehnt Flattr-Integration in Apps ab

Apple: Flattr-Integration in Apps nicht erwünscht

Ein Blogpost auf der Flattr-Website klärt jetzt über Details der Ablehnung eines Instacast-Updates seitens Apple auf. Der Computerkonzern beharrt offenbar auf den Punkt 21.2 in den App-Store-Geschäftsbedingungen. Dort heißt es: „Die Sammlung von Spenden muss über eine Website in Safari oder per SMS geregelt sein.“ In einem Schreiben an Flattr formuliert es der Computerkonzern folgendermaßen: „Wir verstehen, dass die Auslagerung der Spenden außerhalb der App nicht die Nutzerfreundlichkeit darstellt, die Sie Ihren Nutzern bieten wollen. Allerdings ist genau dies der allgemeine Umgang mit Spenden in einer Vielzahl von iOS-Apps.“

Das Team von Vemedio musste jetzt den Flattr-Button in Instacast rausnehmen, um ein Update der App mit Bugfixes durch den Approval-Prozess von Apple zu bekommen. Allerdings möchten die Instacast-Macher und Flattr nicht so schnell aufgeben. Beide wollen zeitnah neue Möglichkeiten der Flattr-Integration testen und das Gespräch mit Apple suchen.

Rückschlag für Flattr

Nutzer haben die Integration von Flattr in Instacast sehr geschätzt. Endlich war es möglich, bevorzugten Podcasts direkt Geld zukommen zu lassen – ohne den mühsamen Umweg über die Website gehen zu müssen. Vor allem die Möglichkeit, Podcasts automatisch zu „flattrn“, stellte eine sehr bequeme Zahlungsform dar. Für Podcasts mausern sich die Flattr-Zahlungen zu einer ernstzunehmenden Finanzierungsmöglichkeit, die nicht zu unterschätzen ist. Insbesondere bekanntere Podcaster wie Tim Pritlove bestreiten inzwischen einen bedeutsamen Teil ihres Lebensunterhalts mit Flattr-Einnahmen.

In diesem Zusammenhang ist das Vorgehen von Apple besonders ärgerlich. Der Konzern schützt seine eigenen Interessen, möchte vielleicht Konkurrenz zu den In-App-Käufen vermeiden. Leider blockiert das Unternehmen damit die weitere Entwicklung der hoffnungsvollen Payment-Lösung. Insbesondere die Integration in Apps ist für Flattr ein wichtiger Schritt, denn der Erfolg von Payment-Lösungen hängen oftmals von einer einfachen Umsetzung ab – wie sie eben „In-App-Spenden“ darstellen.

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5 Antworten
  1. von Erik am 29.05.2012 (11:21 Uhr)

    Apfelkuchen ja lecker, Apple-iPhone etc. = nee lass mal, ist uncool.

    Leider ist Apple eine Sekte in der Missverhältnisse von den Anhängern toleriert werden.

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  2. von Apps Block am 29.05.2012 (14:38 Uhr)

    Es sind ja im Prinzip auch keine Spenden in frei wählbarer Größe sondern eher ein "Zählen" oder wie bei 4Square ein "Einchecken" oder bei Aki-Aka wer die meisten Stickers gesammelt hat oder bei Formel-1 die Konstrukteurs-Punkte nach denen dann wie bei Flattr die Gelder aufgeteilt werden.

    Das ist als wenn man 10 Schalke-Heimspiel-Tickets hat und entscheiden muss, bei welchen Spielen man die einsetzen will. Dasselbe ist bei Flattr. Da hat man ja schon den Monatsbeitrag bezahlt und der wird wohl auf die angeklickten Sites verteilt. Klassische Spenden sehen anders aus und funktionieren anders. Dürfte es dann auch keine Börsentrader-Apps geben ? Oder Markt-Apps wo man z.B. Zertifikate auf den Preis von gefrorenem Ananas-Schnaps, Schweinebäuchen oder Punktestand der New York Yankees oder Bayern München hat und entsprechend votet und damit seine Anteile oder Geldflüsse kontrolliert ?

    Die geringe Überwindungshürde machte es - wie auch schon im Artikel steht - nett und einfacher, würdigem Content Geld zukommen zu lassen und ist vielleicht ein relevanter Zubringer zu Flattr. Apple, Post, Adobe, Kindle und alle anderen schaffen es ja bis heute trotz mehrfacher Ankündigungen nicht, Zeitschriften, Periodika und Zeitungen elektronisch adäquat bepreist ( lies 'preisgünstig' )zu verbreiten. Die ct für Blinde gibts m.W. schon seit über 10 Jahren... per Email.

    Ich überlege grade, ob solche Curations-Apps wie google Currents oder Flipboard nicht die Erlaubnis hätten, microformatierte Buttons von Sites zu sammeln und systematisch an den Anfang oder Ende einzubauen. Navigations-Hinweise in versteckten HTML-Attributen gibts ja auch. Oder andere Sprachversionen bei Wikipedia-Artikeln. Wenn man also skype:..., flattr:..., twitter:..., MrWong u.ä. Buttons auslesen und anbieten würde stellt sich die Frage ob das zulässig wäre. Im Reader-Mode von Safari die Werbung auszublenden ist ja erwünscht. Aber den Flattr-Button oder den disqus-Button oder twitter-Button oder ReadItLater-Button oder Facebook-Like oder Google+-+-Button auszublenden dürfte vielen Lesern nicht schmecken und sollte daher individuell einstellbar sein. Nicht Apple entscheidet wie ich Seiten benutze und dargestellt haben will sondern ICH.

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  3. von Riesling am 29.05.2012 (14:50 Uhr)

    Ganz ehrlich: Apple ist inzwischen viel schlimmer als Microsoft es je war.
    Apple hat mit dem Appstore etwas geschaffen hat, was selbst Microsoft in seiner Blütezeit nicht vollbringen konnte. Apple bestimmt den Softwaremarkt für seine mobilen Geräte. Hierbei werden die eigenen Interessen ohne Rücksicht auf Verluste knallhart durchgesetzt. Microsoft konnte nie wirklich darüber bestimmen welche Programme ich auf meinem PC installieren. Oder anders ausgedrückt: Microsoft konnte nichts dagegen tun, dass ich den Internet Explorer von meiner Platte verbannt und den Firefox als Standard-Browser eingerichtet habe.

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  4. von another_one am 29.05.2012 (14:54 Uhr)

    flattr? Besser bekannt als der "Tim Pritlove Fund"...

    Das Ding ist so gut wie tot, das Geld zirkuliert im Grunde genommen nur zwischen Tim Pritlove und einigen anderen großen Playern, echte Einnahmen hat "der kleine Mann" dadurch nicht...

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  5. von Trudi am 02.06.2012 (13:28 Uhr)

    Man muss nicht in jeden Apfel beißen. Schnewittchen ist deshalb umgefallen.
    Apple ist nicht alles.

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