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Apple Care: EU wirft Apple Kundentäuschung vor

informiert Verbraucher nicht ausreichend über die zweijährige Garantie Gewährleistung, die ihnen laut EU-Gesetz zusteht, befindet die EU-Kommission. Statt dessen weise Apple seine Kunden auf eine einjährige Garantie hin und biete ihnen an, diese mit „Apple Care“ um weitere zwei bis drei Jahre zu verlängern.

Apple Care: EU wirft Apple Kundentäuschung vor

Apple Care - trotz gesetzlicher zweijähriger Hersteller-Gewährleistung?

Schon länger steht Apple wegen der Kommunikation seiner Apple Care Leistung in der Kritik. Laut FAZ.net schrieb EU-Justizkommissarin Viviane Reding nun in einem Brief, der der dpa vorliegt, an die Verbraucherschutzminister der 27 EU-Staaten: "Es scheint, dass Apple-Verkäufer es versäumten, Verbrauchern klare, wahrhaftige und komplette Informationen zu geben über die Garantie, die ihnen nach EU-Recht zusteht."

Wie prominent muss Apple beim Angebot seines Apple Care-Dienstes darauf hinweisen, dass EU-Bürgern eine zweijährige Garantieleistung zusteht?

Das Unternehmen werbe prominent für seine Herstellergarantie, informiere aber nicht klar darüber, „dass Verbraucher laut EU-Recht ein automatisches und kostenloses Anrecht auf einen gesetzlichen zweijährigen Gewährleistungsanspruch haben“, so Reding. In Deutschland ging das Schreiben an Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner.

Ende 2011 musste Apple bereits 900.000 Euro Strafe zahlen, nachdem das Unternehmen von italienischen Behörden aufgrund seiner Marketing-Praxis verklagt worden war. Laut Reding sollen sich bereits Verbraucherschutzorganisationen aus elf Ländern bei der EU-Kommission über die prominent platzierte Werbung der kostenpflichtigen Apple Care-Garantieverlängerung beschwert haben. Apple listet mittlerweile in einer gesonderten Tabelle auf, welche Regelungen in den EU-Ländern gelten.

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6 Antworten
  1. von FvG am 02.10.2012 (10:31 Uhr)

    An sich gibt es nur zwei Jahre lang das Recht aus Gewährleistung, nicht jedoch auf Garantie! Garantie ist etwas freiwilliges und hat nichts mit Gewährleistung zu tun. Von daher macht Apple eigentlich nichts falsch?!

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  2. von Dan am 02.10.2012 (10:52 Uhr)

    Sry, aber schreibt jeder von jeden ab???

    "die zweijährige Garantie, die ihnen laut EU-Gesetz zusteht"... Das ist falsch. Die Gewährleistung und das auch nur gegenüber des Händlers.

    Die Garantie ist freiwillig vom Hersteller... Apple könnte auch 6 Monate geben wenn sie lustig sind.

    Kein Unternehmen informiert über die Gewährleistung, deshalb kennt der Verbraucher auch nicht den Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie... und Apple muss jetzt dafür gerade stehen? Was ein Affenzirkus.

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  3. von Ralf am 02.10.2012 (12:23 Uhr)

    Wie meine Vorredner schon schreiben, muss man in Deutschland zwischen Gewährleistung und Garantie unterschreiben. Gewährleistung bedeutet, das die Ware bei Übergabe der Sache frei von Mängeln sein muss. Tritt innerhalb von 6 Monaten ein Mangel auf, geht der Gesetzgeber davon aus, das der Mangel bereits bei Übergabe bestanden hat. Nach 6 Monaten tritt die Beweislastumkehr in Kraft. Das heisst, der Verbraucher muss beweisen, das der Mangel bereits bei ÜBERGABE bestanden hat.

    Garantie ist eine zusätzliche freiwillige Leistung des Herstellers, die er zu seinen Bedinungen bestimmen kann. Sie kann aber nicht die gesetzliche Gewährleistung einschränken.

    Ein Totalausfall eines Gerätes nach 5 Monaten ist ganz klar ein Gewährleistungsfall. Ein Totalausfall nach 17 Monaten ist in der Regel kein Gewährleistungsfall, es sein denn, der Verbraucher kann beweisen, das der Schaden bereits bei Übergabe bestanden hat. Das ist ind er Praxis aber für Verbraucher nicht möglich. Ohne Apple-Care wäre es aber auch keine Garantiefall, denn Apple gewährt freiwillig ja nur ein Jahr.

    Aber auch da ist Apple nicht alleine in Deutschland. Es gibt viele Hersteller, die nur ein Jahr Garantie anbieten.

    In anderen Ländern wie Italien mag es diese Unterscheidung nicht geben und deshalb konnte evtl. auch eine Strafzahlung festgelegt werden.

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  4. von Johannes Haupt am 02.10.2012 (12:53 Uhr)

    Korrigiert, danke euch.

    Ciao
    Johannes

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  5. von Steffen am 02.10.2012 (13:06 Uhr)

    Soweit haben die Kommentatoren Recht. Da Apple seine Produkte direkt verkauft muss im Zuge des Verkaufsprozesses darauf hingewiesen werden. Erwähnung in den AGB würde reichen.

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  6. von Klaus am 03.10.2012 (00:48 Uhr)

    Dass Apple Kunden täuscht ist nicht möglich. Da der Kunde in der Regel in der Lage ist, Gesetzestexte zu lesen, ist er sich seiner Möglichkeiten bewusst. Wenn nicht, liegt das nicht an Apple- es sei denn ein Gesetz wird verabschiedet, daß zu jedem verkauften Gerät ein Vorleser bereitzustellen wäre.

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