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Apple-Chef Tim Cook entschuldigt sich für schlechten Service in China

Im Streit um angeblich schlechten Service in China hat Apple-Chef nun kleinbei gegeben: In einem offenen Brief auf der Website entschuldigt er sich und kündigt Verbesserungen an. Damit reagiert er auf zunehmend kritische Berichte der staatlichen Medien in China.

Apple-Chef Tim Cook entschuldigt sich für schlechten Service in China

Seit zwei Wochen überziehen staatliche Medien in China mit Kritik. Arroganz und Gier waren die Vorwürfe des TV-Senders CCTV und der „Tageszeitung des Volkes“ Renmin Ribao. Konkret ging es dabei um Garantiebedingungen und Gerätereparaturen. Chinesische Kunden würden hier schlechter gestellt als anderswo auf der Welt. Apple hatte dies zunächst abgestritten und darauf verwiesen, dass man in China nicht anders handele als beispielsweise in den USA. Aber das hatte die Berichte nur noch mehr angefeuert.

In einem offenen Brief zieht Apple-Chef Tim Cook nun höchstpersönlich die Notbremse. Das Schreiben wurde auf Apples chinesischer Website veröffentlicht. Eine Übersetzung ins Englische findet man zum Beispiel bei 9to5mac. Er möchte sich „aufrichtig entschuldigen“ für alle „Bedenken und Missverständnisse“, lässt der CEO darin wissen.

Tim Cooks Entschuldigung auf der chinesischen Website von Apple.

Neben diesen salbungsvollen und letztlich nichtssagenden Worten soll es auch konkrete Änderungen geben. Eine betrifft Reparaturen an iPhone 4 und iPhone 4S. Hier hatte Apple offenbar bislang bevorzugt defekte Teile ausgetauscht, anstatt den Kunden wie andernorts ein Neugerät als Austausch zu schicken. Zudem soll sich die einjährige Garantie in einem solchen Fall nun automatisch erneuern. Zudem wolle man die Bedingungen der Garantie- und Reparatur-Bestimmungen auf der Website deutlicher machen und die Händler besser schulen.

Ob das reicht, die chinesischen Medien zu besänftigen, bleibt zunächst abzuwarten. Einen Schaden für Apples China-Geschäft erwarten Marktbeobachter zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Chinesen hätten sich über die Vorwürfe der staatlichen Medien eher lustig gemacht, schreibt beispielsweise das Handelsblatt. Zudem sei das iPhone als „modisches Statussymbol“ weiterhin zu beliebt, heißt es beim Wallstreet Journal Deutschland.

Ein Risiko wollte Tim Cook aber sicherlich nicht eingehen. Schon jetzt macht Apple 15 Prozent seiner Umsätze in China und laut Apple-CEO soll es in nicht allzu ferner Zukunft die USA als wichtigsten Absatzmarkt des Unternehmens ablösen.

Apple-CEO Tim Cook (Foto: deerkoski / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

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