Das könnte dich auch interessieren

Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Hardware

Apple will das E-Book-Publishing revolutionieren [Bericht]

    Apple will das E-Book-Publishing revolutionieren [Bericht]

Apple hat Pressevertreter zu einem Event am kommenden Donnerstag in New York eingeladen. Aus dem Invite geht hervor, dass es sich bei der Veranstaltung um das Themenspektrum Bildung dreht. Arstechnica-Autor Chris Foresman hat aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass Apple im Zuge dieser Veranstaltung eine Art „GarageBand für E-Books“ vorstellen wird – eine Software, mit der das Erstellen von interaktiven Inhalten für iPhones und iPads ein Kinderspiel wird.

Apple will den Lehrbuchmarkt umkrempeln

Wie aus Walter Isaacsons Biografie über Steve Jobs hervorgeht, beabsichtigte der Ex-Apple-Chef das Verlagsbusiness für Lehrbücher zu revolutionieren. Jobs glaubte, dass der Wirtschaftszweig reif sei revolutioniert - er schrieb sogar „zerstört“ - zu werden („ripe for digital destruction“). Laut Informationen, die Foreman zugespielt wurden, hatte Jobs mehrere Jahre an diesem Projekt gearbeitet, das bereits im Oktober letzten Jahres parallel zur Präsentation des iPhone 4S gestartet weren sollte. Aufgrund des plötzlichen Todesfalls des Ex-CEOs hatte Apple sich entschlossen, den Launch zu verlegen.

Laut eines Berichts im Wall Street Journal wird vermutet, dass Apple auch die großen Schulbuch-Verlage in das Projekt mit einbeziehen wird. So soll beispielsweise der akademische Verlag McGraw-Hill nach diesem Bericht an der Entwicklung mitgearbeitet haben. Angesichts dessen, dass das Event in New York, dem Mekka der großen Verlage, und nicht wie üblich in Kalifornien stattfindet, könnten weitere Kooperationspartner vorgestellt werden und mit Apples Senior Vice President Eddy Cue auf der Bühne stehen.

Schwere Schulbücher dürften bald der Vergangenheit angehören - zumindest wenn es nach Apple geht (Foto: Phing. / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Apple wird nicht selbst ins Verlagsgebwerbe einsteigen

Apple beabsichtigt mit diesen Publikations-Tools den Schulbuchmarkt zu revolutionieren, aber nicht selbst als Verleger zu agieren. Stattdessen wird der Konzern die Infrastruktur sowie Soft- und Hardware bereitstellen, wie Apple es bei den sehr erfolgreichen iTunes-Sparten Musik und Film auch vollzieht.

Um die Produktion von interaktiven E-Books zu vereinfachen, wird Apple sehr wahrscheinlich seinen iBook-Store um ein neues Format ergänzen. Im Augenblick unterstützt der Store noch den EPUB-2-Standard sowie HTML5-Erweiterungen, damit sich interaktive Inhalten integrieren lassen. Mit der Einführung von EPUB 3 wird sich dies ändern, denn die bisher benötigten Erweiterungen und die damit aufwändige Erstellung von interaktiven E-Books dürften dann der Vergangenheit angehören.

Am kommenden Donnerstag erhalten wir Gewissheit über Apples Pläne. Ich bin gespannt, ob sich die Tools tatsächlich als so revolutionär herausstellen werden. Bislang hat Apple ein erfolgreiches Händchen bewiesen. Die Hardware in Form von iPads, iPhones und iPod touches ist auch bereits umfangreich im Umlauf.

Weiterführende Links:

Finde einen Job, den du liebst zum Thema iOS

Alle Jobs zum Thema iOS
2 Reaktionen
Jens
Jens

Wir berichten in unserem liveticker am Donnerstag ab 16 Uhr.

Antworten
Re zess ion
Re zess ion

Ohne Abmahnungen und Klagen bis zum EU-Gerichtshof hätte ich schon längst "WikiLearn" gestartet wo Lehrer und jeder der will, Lernsysteme, Tests, Prüfungen usw. zusammentragen kann.
- Das frontalistische Schulsystem an sich und nicht nur der Teilbereich der Schulbücher (englisch "text-books") steht zur Disruption
- Jeder hasst Moodle soweit mir bekannt
- Es gibt nicht einen Weg, es gibt viele Wege um Leuten was zu verklickern ("erklären"). Deleten wie bei Wikipedia.DElete ist verpönt.
- Möglichst automatische Übersetzung in möglichst alle Sprachen.
- Templates. D.h. automatische Übernahme von Umsatz-Steuer-Sätzen, Währungen usw. Es ist blöd, wenn in afrikanischen Schulbüchern überwiegend "Weiße" auftauchen. Je nach Template berechnest Du also die USA-Verkaufs-Steuer wenn Pimp-my-Ride Dir einen Flux-Kompensator verkauft oder Paris Hilton sich von Dir die Frisur machen lässt weil Kiddies aus Langeweile die entsprechenden Templates passend ausgefüllt haben oder damit die Schwester/Bruder die Eingangs-Prüfung schafft um bei den Marines oder im Sommercamp mitmachen zu dürfen.
- Alle Geräte vom J2ME/Symbian-Handy über Digitale Bilderrahmen mit Fernsteuerung und Graustufen-Kindles und Desktop und Tablets und Smartphones werden bedient.
- Verschiedene Stufen der Komplexität. Nutzer sollten Fehler ohne Informatik-Studium melden oder sogar beheben und hochladen können. Wirksames OnPlace-Instant-Editing hat z.b. Openstreetmap leider bis heute nicht :-((( Mein System müsste sowas haben und würde von selber wachsen wie eine Staubmaus.
- Niemand wird gezwungen. Die Konversion auf das neue System ist freiwillig. Nachhilfe, Tutoria für Studenten, Lernhilfen für Azubis und Gesellenprüfungen, ... sind ein unregulierterer Markt als die Schulbücher die zentral vom Ministerium festgelegt werden. Der Lehrer verzichtet dann auf die Bücher weil die WikiLearn-Module jedem Schüler zur Verfügung stehen. Der Lehrer testet den Lernerfolg und wer die regelmäßigen (auch WikiLearn-Basierten) Tests besteht darf auch schwänzen und wird nicht der Polizei zur Abholung gemeldet so wie die Leistungs-Versager die zur Fahndung per Fahndungs-App in ihrer Schule ausgeschrieben sind.
- Jeder wählt was klappt. An den Top10 und Feedback nach den Prüfungen sieht man ja, wie man am schnellsten und besten Kontenrahmen 0815 lernt oder wie man am besten auf TOEFL fürs USA-Praktikum oder den Sparkassen-Bewerbungs-Test vorbereitet. Die "Crowd of Learners" wie der Hive der Borg. Und wo der Erfolg fehlt, sieht man es sofort anhand der Statistiken und schaut wie man es besser verklickert kriegt.
- Benötigtes Budget, Subventionen, Steuergelder, Inkubatoren-Millionen: 0. Nur Schutz vor Abmahnugen und Verklagung wäre nötig.
- Der Staat soll für die Fabriken und Militär Bürger erziehen, welche die Befehle befolgen. Selberdenken und Aufmucken ist unerwünscht. Also ist WikiLearn unerwünscht. Die Qualität der Leute die Eure Heizungs-Steuerung programmieren oder Eure Bremsscheiben festschrauben oder Eure Server-Notstromversorgung verkabeln und ausrechnen oder Euren Aufzug festschrauben und Eure Rente sichern und Eure neuen Kollegen, Untergebenen und Mitarbeiter entspricht also dem aktuellen Bildungssystem. Wenn ihr das wollt und stolz auf alle Arbeiter und Handwerker und Bitkom-Projekte seid, die ihr so kennt.... . Ich glaube Chinesen sind viel fleissiger. Wo dann wohl nach der nächsten Rezession die Werbeeinnahmen für die Verlage und TV-Sender herkommen sollen... .

Tja. Schade. Kann Apple also demnächst Patente auf simple Ideen anmelden und den Lernmarkt kontrollieren... .
Es gibt dann also zwei Sorten Schüler: Oben (Apple) und Unten (Wintel).
Das würde Apples Marktanteil auf "1%" senken. Denn wer für Mindestlohn oder Marines arbeitet oder wie Earl im Trailer-Park lebt, braucht sicher keine teure Apple-Bildung.
Das ist also als wenn BMW die Routenplanung und Stau-Infos organisieren will. BMWs Problem ist aber, das es für alle BMW-Fahrer besser wäre, wenn auch die Golf- und Fiat-Fahrer die Stau-Stellen umfahren würden um den Verkehrsfluß global zu optimieren statt nur für die Hand voll BMW-Fahrer die in der Auto-Crowd mit drin hängen. Und Apple hat nichts von "Elite-Only"-Bildung. Das Problem mit Staats-Projekten ist aber, das sie träge sind (Rektor Skinner von den Simpsons kennen wir ja oder den Rektor von Southpark) und oft wohl eher keine Kohle fürs Unternehmen einbringen. Wer mehr bezahlt kriegt einen besseren Job oder darf an die Uni oder bei den olympischen Spielen mitlaufen und die anderen kriegen einen Mindestlohn bei Walmart, egal wie Leistungsfähig sie sind ? Das funktioniert so nicht. Bildung ist nicht mit Apples üblichem Geschäftsmodell ("Rolex" "BMW", "Elite Only") vergleichbar. BMW könnte alle Routenplaner trivialpatentieren damit alle ausser BMW 15 Jahre lang keine Routen planen dürfen und deshalb suchen müssen und die Straßen zusätzlich verstopfen wovon BMW-Fahrer aber nichts haben weil sie dadurch ja auch behindert werden. Jeder ausser Apple-Airbook-Schülern darf nicht auf die Uni ? Na gut. Bildung war glaube ich eher Steve Jobs Frau Ihr Projekt. Es passt nicht zum üblichen Apple-Geschäftsmodell und aus den Favela-Ghettos muss man die schlauesten und besten neuen Beckenbauers, Einsteins und Poldis herausholen, egal ob ihre Eltern Apple oder OLPC kaufen oder nur Android nutzen. Apples Modell wäre vielleicht, den Wintels nur Schwarzweiss-Schulbücher oder ganz retroid "Papier-Schulbücher" zu verkaufen und die Bonzen dürfen digitale Apple-Schulbücher in Farbe und mit Apple-Logo kaufen. Die Bonzen dürfen auch Notizen und Anmerkungen dranmachen und mit anderen sharen. Die Proleten-Wintel- und Papier-Schulbücher hingegen darf man natürlich nicht markieren.

So lange iBook nicht auf dem PC läuft, stellt sich die Frage nach dem Nutzen. TV-Serien und Musik läuft über Wintel-Itunes auch auf Windows. Die Bücher und Zeitschriften(Apps!!!) soweit ich weiss aber nur unter iPhone und iPad und vielleicht nicht einmal am MacOS-Rechner. Nur Kindle läuft auf allen Geräten soweit ich weiss und synchronisiert auch Notizen und wo man aufgehört hat zu lesen.
Indirekt könnte das also bedeuten, das iBook (und hoffentlich auch Newsstand aber das sind leider Apps :-((( glaube ich) auf den Wintel-PC kommt. Getarnt wird das als harmlose Schulbuch-Offensive. Bei iBook reicht eine kostenlose ISBN-Nummer und man muss das Buch als EPub hochladen. In der ct stand vermutlich oft genug wie das geht. Die Disruption wäre als das Verlagswesen an sich, und die vielen tausenden Selbst-Autoren ohne Verlag. Dank rot-grüner Ebook-Preisbindung hat Deutschland nichts davon. Auch bei den Schulbüchern nicht.

Ideen um Apple die Butter vom Brot zu nehmen: Google+-Lerngruppen könnten Lernvideos zusammenstellen und Apple-Schulbücher wären dann überflüssig. Oder Universitäten würden Direktbezahl-abkommen mit Verlagen oder Nobelpreis-Autoren abschliessen und die Schüler/Studenten würden 1 Jahr lang die EBücher nutzen dürfen.

Es gibt genug Nischenmärkte wie Behinderte oder Förderschulen wo Lehrer die Lern-Materialien selber machen müssen. Die würden durchaus kollaborativ E-Books oder Ausdruck-Vorlagen erstellen. Und wenn die schlauen Kinder selber lernen und die Klasse nur halb voll (mit den dummen Schülern) ist, kann man die gezielter fördern. Davon haben alle etwas. Sogar Lehrer. Der Lehrerminister hat natürlich weniger Lehrer und weniger zu verwalten wodurch sein Ministerium und die bei Pensionierung neu zu besetzenden Partei-Pöstchen weniger werden.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen