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Liam: Dieser 29-armige Roboter zerlegt alte iPhones in nur 11 Sekunden

Liam: Dieser 29-armige Roboter zerlegt alte iPhones in nur 11 Sekunden

Im Laufe des gestrigen Apple-Special-Events drehte sich nicht alles um das SE und das Pro. Das Unternehmen sprach auch über einen Weg, alte iPhones zu zerlegen und die gesammelten Wertstoffe wieder in die Verwertungskette zurückzuführen – laut hilft der „Liam“ maßgeblich dabei.

Liam: Dieser 29-armige Roboter zerlegt alte iPhones in nur 11 Sekunden

Liam – Apples iPhone-Recycling-Roboter (Screenshot: Apple)

Liam: 29-armiger Roboter kann alte iPhones im „Handumdrehen“ zerlegen

Liam: Die 29 Arme des Roboters zerlegen iPhones im Nu. (Screenshot: Apple)
Liam: Die 29 Arme des Roboters zerlegen iPhones im Nu. (Screenshot: Apple)

Liam ist ein Entwicklungsprojekt Apples, an dem in Cupertino seit drei Jahren gebaut wird. Der Roboter besitzt 29 Arme, an denen unterschiedliche Werkzeuge angebracht sind – von Bohrern über Saugnäpfe bis hin zu Schraubenziehern. Mithilfe dieser ist der Roboter so programmiert, dass er alte und defekte iPhones in ihre Einzelteile zerlegen kann. Angefangen beim Display, entfernt der Roboter das SIM-Tray, einzelne Schrauben, den Akku und alle weiteren Komponenten wie Kamera, Mainboard und Co. Auf diese Wege sollen die einzelnen Materialien und Rohstoffe wie Edelmetalle und Erze herausgetrennt und anschließend weiter verwendet werden können. Mit traditionellen Methoden wie Schreddern sei das nicht möglich.

Liam: Apples iPhone-Recycling-Roboter soll 1,2 Millionen Geräte pro Jahr zerlegen können

Wie Mashable berichtet, soll Liam ein iPhone innerhalb von elf Sekunden komplett zerlegen können, sodass der Roboter pro Jahr 1,2 Millionen iPhones zerlegen könnte. Mit diesem Roboter adressiert Apple ein grundlegendes Problem der Unterhaltungselektronik-Industrie, denn ein Großteil der Produkte, die angeboten werden, lassen sich kaum zerlegen, sodass sie oftmals in einem Stück im Müll landen.

Liam: An Apples Recycling-Roboter sollten andere Hersteller sich auch orientieren. (Screenshot: Apple)
Liam: Apples Recycling-Roboter für iPhones. (Screenshot: Apple)

Hier sei als aktuelles, hochpreisiges Produkt beispielsweise das Samsung Galaxy S7 (zum Test) zu nennen, das sich den Reparatur-Experten von iFixIt kaum zerlegen lässt. Beim iPhone 6 und 6s sieht das schon besser aus. Im Vergleich: Das Galaxy S7 hat von iFixIt zwei Punkte erhalten, das iPhone 6s sieben – je höher der Wert, desto leichter ist ein Gerät zu reparieren. Hier scheint Apple tatsächlich vorbildliche Arbeit zu leisten, an der andere Konzerne sich ein Beispiel nehmen sollten. An das modulare Smartphone Fairphone 2 reicht aber auch Apple nicht heran, denn das erreicht bei iFixIt die höchste Punktzahl.

Liam ist nicht Apples einziges Unterfangen, sich zu einem „grüneren“ Konzern zu entwickeln. Beispielsweise werden die Geräteverpackungen aus recyceltem Papier hergestellt. Darüber hinaus hatte Apple schon vor zwei Jahren angekündigt, dass man beabsichtige, den gesamten Energiebedarf des Unternehmens zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu generieren. Wie Tim Cook gestern verkündete, kann der Konzern seinen Energiebedarf mittlerweile schon 93 Prozent aus diesen Quellen decken. In China, den USA und 21 weiteren Ländern soll Apple mithilfe von anderen Anbietern sowie eigenen Anlagen konnte man den Wert bereits auf 100 Prozent steigern. In Deutschland soll Apple seinen eigenen Energiebedarf in allen Büros und Apple-Stores aus regenerativen Energiequellen decken, heißt es.

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2 Antworten
  1. von Recycling ist ne gute Sache am 22.03.2016 (12:42 Uhr)

    Zerlegen zum Recyclen ist was anderes als Zerlegen zum wieder Zusammensetzen und benutzen worum es bei iFixIt geht oder Umbauen oder das Embedden alter Handies in Möbel.

    Interessant aber das Bots so flexibel und wirksam sein können. Das motiviert die Bot-Industrie dann hoffentlich dazu. Ich würde ja gerne den Elektroschrott sinnvoller nutzen: Ersatzteile, Zerlegen zum besseren Verwerten usw. Plastik und Elektronik lassen sich ja gut trennen. Leider machen Abmahnungen und Rechtskosten es uninteressant und manche Eurer älteren Verwandten müssen nur deshalb einen neuen TV kaufen weil es hier finanziell uninteressant ist, alte Fernbedienungen zu organisieren was bei Autos hingegen ganz normal ist. Eine Waschmaschine oder Spülmaschine kann physikalisch praktisch nicht kaputt gehen. Nur einzelne Teile die problemlos austauschbar wären. Abmahnungen und Rechtskosten machen es uninteressant. :-( Eure Verwandten bezahlen es...

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  2. von TomasSchmit am 23.03.2016 (10:38 Uhr)

    wow , es ist erstaunlich

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