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Apple Maps: 3D-Modus lässt Google Earth alt aussehen

Apple und Google haben im Juni 3D-Ansichten ihrer Kartendienste angekündigt – Apple sogar einen eigene Map-Service. Wie sich die beiden jeweils noch im Beta-Status befindlichen 3D-Maps gegeneinander schlagen, zeigen ein Video sowie diverse Screenshots. Um eines vorwegzunehmen: Apple scheint vorerst die Nase vorn zu haben, geht man von den vorliegenden Daten aus.

Apple Maps: 3D-Modus lässt Google Earth alt aussehen

Apple 3D-Maps „Flyover“ detaillierter als Google Earth 3D

Jeff Benjamin vom iDownloadBlog hat sich die Mühe gemacht, einen Direktvergleich des derzeit bestehenden 3D-Kartenmaterials von und vorzunehmen. Er konnte feststellen, dass Apple ungefähr die doppelte Anzahl an Städten in 3D-Ansicht anbietet als Google – nichtsdestotrotz hat Apple weltweit lediglich 26 Städte im Programm, Google also nur 13. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, hat er sich aus der Liste der Städte vier herausgesucht, die sowohl von Apple als auch von Google eine 3D-Ansicht bieten. Im Zuge seines Vergleichs der beiden Dienste stellte er fest, dass Apples Flyover-Feature vor allem in Bezug auf Detailreichtum und Texturen um Längen besser ist als 3D.

Links: Google Earth, rechts Apple 3D-Maps-Funktion „Flyover“ (Bilder: iDownloadBlog)

Im Vergleich der Performance der Dienste hat Google mit seiner Anwendung die Nase vorn, so Benjamin. Google Earth läuft flüssiger und auch das Ein- und Auszoomen ist runder. Dies lässt sich vermutlich auf die Größe der Texturen, Caching und weitere Faktoren zurückführen. Apple wird diesbezüglich bis zur finalen Version, die irgendwann im Herbst veröffentlicht wird, noch nachlegen. Aber auch Google wird  weiter an seinem Dienst und der Bildqualität arbeiten – so ist das Rennen noch lang nicht entschieden.

Apples größeres Angebot an Städten in 3D ist der Vorarbeit des schwedischen 3D-Mapping-Unternehmens C3-Technologies zu verdanken. Die Firma wurde vor Monaten vom kalifornischen Computerunternehmen übernommen. Auch der Kauf von Poly9, einem Unternehmen, das sich auf 3D-Rendering spezialisiert hat, zahlt sich jetzt offensichtlich aus, wie man anhand der schärferen Texturen auf dem 3D-Kartenmaterial erkennt.

P.S.: Nokia bietet interessanterweise auch einen 3D-Kartendienst an, der auf das hochauflösende Kartenmaterial von C3-Technologies setzt. Das Angebot umfasst die gleiche Anzahl an Städten wie Apples Flyover.

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9 Antworten
  1. von Björn Aicher via facebook am 10.08.2012 (13:59Uhr)

    Map Wars? Muss wohl immer Krieg sein wenn die Presse und Co. über Apple berichten.

  2. von Norman am 10.08.2012 (14:20Uhr)

    Ein reisserischer Titel (mal wieder). Mit "lässt Google Earth alt aussehen" hatte ich etwas wirklich revolutionäres zu sehen erwartet. Dann gleich im ersten Absatz aber schon "Apple scheint vorerst die Nase vorn zu haben". Das klingt dann schon gar nicht mehr so besonders.

    Aber war ja klar... mit Speck (reisserische Titel) fängt man Mäuse.

  3. von JK27 am 10.08.2012 (16:55Uhr)

    Wofür brauche ich google earth bzw. 3d maps?!? Ich will wissen wie ich von A nach B komme. Wenn ich ein bestimmtes Gebäude suche hilft mir zudem street view ungemein... wieso sollte ich Hochäuser aus der Vogelperspektive sehen wollen... ist doch reine Spielere!

  4. von Fred am 10.08.2012 (20:21Uhr)

    So ein Blödsinn: Google Earth hat nur 13 3D-Städte?!
    Google Earth ist ein Communityprojekt, in dem jeder mit einem Premiumaccount seine Modelle einstellen kann. Vielleicht nicht komplett, aber fast jede größere Stadt ist mit Modellen ausgestattet, selbst meine 200.000 Einwohner-Gemeinde.
    Was teilweise verglichen wurde, ist auch Blödsinn: Der Hafen wurde bei Google automatisch generiert und stellt kein Modell dar. Apple hat dafür viel Geld ausgegeben.
    Mag sein, dass ich mich irre, aber einiges, was hier dargestellt wurde, ist nicht ganz richtig.

  5. von Fred am 10.08.2012 (20:22Uhr)

    Der letzte Absatz ist übrigens bemerkenswert: Auch Nokia hat eine vergleichbare App. Da interessiert es keinen. Aber bei Apple jubeln alle auf! Man sieht: den Kaliforniern fällt nichts mehr ein. Aber die Jünger werden sich halt auch ein neues Gerät kaufen, um diese tolle App zu bekommen.

  6. von Andre am 11.08.2012 (15:26Uhr)

    Ich habe mir gerade mal auf meinem Android Tablet mal Boston angeguckt und das Ganze war dann doch recht ernüchternd. Das Laden des Kartenmaterials dauert sehr lange, ich habe jetzt nicht geguckt, ob man sich das auch wie bei Maps komplett runterladen kann, ansonsten kaum sinnvoll nutzbar.
    Die Darstellung von kleinen Objekten (Bäume, "normale" Häuser) macht ebenfalls noch Probleme, anscheind reicht da die Auflösung für kleine Details nicht. Auch bei größeren Gebäuden funktioniert sind gerade Häuserwände ziemlich schief und zackig.
    Ich weiss nicht, ob das jetzt an meinem Tablet liegt, aber ich bin da schon ein wenig enttäuscht nach dem ich das Video gesehen habe und die ?Tesselation? funktioniert bei mir auch nicht so wie im Video :(

  7. von Google Maps für Android jetzt mit Daten… am 16.08.2012 (11:07Uhr)

    [...] Bis Apple nachzieht hat Google im direkten Vergleich der Kartendienste die Nase vorn. Daran ändert auch eine detailliertere 3D-Ansicht der Apple Maps nichts. Für deutsche Nutzer ist das jedoch kaum von Belang: Ohne die Integration der Abfahrtszeiten nützt [...]

  8. von Google Maps für Android jetzt mit Daten… am 17.08.2012 (07:32Uhr)

    [...] Bis Apple nachzieht hat Google im direkten Vergleich der Kartendienste die Nase vorn. Daran ändert auch eine detailliertere 3D-Ansicht der Apple Maps nichts. Für deutsche Nutzer ist das jedoch kaum von Belang: Ohne die Integration der Abfahrtszeiten nützt [...]

  9. von iPhone 5: Apples sechstes Smartphone ist… am 12.09.2012 (20:10Uhr)

    [...] Selbstverständlich kommt beim iPhone 5 iOS 6 zum Einsatz, über das wir uns bereits umfangreich ausgelassen haben. mit an Bord sind Features wie Passbook, Apples eigene Karten-Lösung inklusive 3D-Flyover. [...]

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