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Warum Apple einen neuen Visionär braucht

Ein turbulentes Jahr liegt hinter – mit merkwürdig anmutenden Entscheidungen wie die Apple-Maps-Integration in oder die nicht konsistente iPad-Produktstrategie. Quo Vadis Apple? Rund ein Jahr nach dem Tod seines großen Visionärs Steve Jobs sucht der Konzern offenbar noch immer nach einem Kurs. Doch wer kann bei Apple die Lücke schließen, die Jobs nach seinem Tod hinterlassen hat?

Warum Apple einen neuen Visionär braucht

Noch im Sommer beklagte ich in einem Artikel, dass Apple das Visionäre vermissen lässt. Die Google I/O war gerade zu Ende gegangen, Microsoft hatte erste Details zu Windows Phone 8 vorgestellt und Apple iOS 6 auf der WWDC präsentiert. Während Microsoft und Google durchaus innovativ wirkten, blieb Apples Vorstellung auf der diesjährigen WWDC eher blass. Heute – rund ein halbes Jahr später – ist viel passiert, das unter Steve Jobs vermutlich nicht passiert oder doch anders gelaufen wäre. Ein neuer Visionär und Lenker scheint mir für das Unternehmen wichtiger denn je.

Ein Jahr ohne Steve Jobs – Quo Vadis Apple?
Ein Jahr ohne Steve Jobs – Quo Vadis Apple?

Apple Maps – der Mega-GAU

Da wäre . Was hat Apple geritten, diese unfertige Kartenapplikation in iOS 6 als Standard-Karten-Applikation zu integrieren? Strategisch ist das schon klug, langfristig einen komplett eigenen Kartendienst anzubieten. Nicht nur deshalb, weil Navigation und Maps Schlüsselfunktionen moderner Smartphones sind. Auch die gesamten Daten, die von Maps-Nutzern an Apple vorbei an Google gesendet wurden, solange Google Maps noch die Standard-Map-Apps in iOS war, dürfte dem Konzern nicht geschmeckt haben. Aber darf das der Grund sein, eine App mit Zugriff auf unzureichendes Kartenmaterial als neuen Standard in iOS zuzulassen? Vor allem: Darf sich eine Firma wie Apple, die Einfachheit in Benutzung und großartige Nutzerfahrung groß schreibt, so einen GAU leisten? Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Nutzer eines iPhones so viel Funktionalität in ihrem Gerät haben und am Ende die Geolokalisierung, ein Standard-Feature des allerersten iPhones, aufgrund schlechten Kartenmaterials nicht richtig funktioniert – und sich iPhone-Nutzer mit der neuesten Version des OS plötzlich verfahren, verlaufen und Orte nicht finden. Warum Apple die eigene Map-Apps nicht erstmal als Download angeboten hat und Google Maps zunächst weiter als Standardlösung beibehielt, dürfte ein Rätsel bleiben. Zumal der Vertrag mit Google bezüglich der Nutzung von Google Maps in iOS noch ein Jahr bestand gehabt hätte.

Das iPad-Roulette

Eine zweite zumindest fragwürdige Entscheidung betrifft die Hardware, vor allem das . Wir haben in diesem Jahr drei neue iPads gesehen. Das iPad der dritten Generation, das im Frühjahr vorgestellt wurde – endlich mit dem herbeigesehnten Retina-Display, aber ohne Lightning-Conncetor; dann das iPad mini (ohne Retina-Display) und schließlich auch noch das iPad der vierten Generation – mit Retina und Lightning. Diese Produktstrategie wirft einige Fragen auf. Warum zwei große iPads in einem Jahr? Das iPad 3 hat im Grunde nur ein Retina-Display erhalten, keinen neuen Lighting-Connector, keinen Geschwindigkeitszuwachs gegenüber dem iPad 2 – es war sogar etwas schwerer als das Zweier. Kunden schlugen dennoch zu und das Display ist wirklich hervorragend. Aber was müssen diese Kunden davon halten, die sich das iPad 3 gekauft haben und jetzt merken, dass das eigentliche neue iPad das Vierer ist – mit Lightning-Connector und leistungsfähigerem Prozessor? Doof gelaufen. Kundenorientiert wirkt das nicht unbedingt.

Apple iPad mini ohne Retina-Display: Hätte es das unter Steve Jobs gegeben?
Apple iPad mini ohne Retina-Display: Hätte es das unter Steve Jobs gegeben?

Und dann das iPad mini: Es ist leicht, fast alle loben den Formfaktor, aber jetzt noch ein Gerät ohne Retina-Display herausbringen, Apple? Wo ist da die Konsequenz, wo der Stevesche Imperativ? Vermutlich hätte der Einbau eines Retina-Display das Gerät schwerer und teuerer gemacht, schon klar. Aber genau darum ging es Jobs doch immer: Keine Kompromisse – und wenn das gewünschte Gerät zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht genau so gebaut werden kann, dann wird es eben nicht gebaut, Basta. Genau diese stringente Linie vermisse ich sowohl beim großen iPad als auch beim iPad mini in diesem Jahr. Und das Argument, dass Apple schnellstmöglich auf die günstigen Tablet-Sieben-Zöller der Konkurrenz reagieren musste, passt ohnehin nicht wirklich zu Apple. Hätte der Konzern nur geschaut, was die Konkurrenz macht, hätte es ein iPhone und ein iPad nie gegeben.

iOS und iCloud im Winterschlaf

Die dritte große Baustelle bei Apple: iOS inklusive der iCloud-Integration. iCloud hat Steve Jobs zwar noch persönlich auf der WWDC im Jahr 2011 vorgestellt. Aber seitdem ist in Sachen OS und iCloud wenig passiert – und mittlerweile wirkt iOS ernsthaft angestaubt. Da wäre der Home-Bildschirm, auch Springboard genannt, der bis auf Hintergrundbilder und Ordner keine Neuerungen im Vergleich zu iOS 1 – damals noch iPhone OS – erfahren hat. Wie frisch wirkt dagegen ein Windows Phone 8 mit den Tiles, die Nutzer individuell einrichten und verschieben können. Auch die Interaktion und der Datenaustausch zwischen Applikationen steckt unter iOS noch immer in den Kinderschuhen – hier wäre so viel mehr möglich und wünschenswert. Ganz zu schweigen von Schnellzugriffen für Basis-Funktionalitäten wie GPS, Bluetooth oder WLAN. Dann wäre da noch iCloud. Die Cloud-Lösung von Apple ist noch immer weit davon entfernt, perfekt zu sein. In der alltäglichen Praxis erweist sich iCloud einfach als zu fehleranfällig. Das reicht von Dokumenten und Nachrichten, die nicht richtig synchronisieren oder gar verschwinden bis hin zu undurchsichtigen Backups mehrerer iOS-Geräte unter einer Apple ID.

Johnny Ive: Kann der Brite die Rolle von Steve Jobs einnehmen?
Johnny Ive: Kann der Brite die Rolle von Steve Jobs einnehmen?

Johnny Ive – Der andere Steve Jobs

Das iOS sich endlich weiter entwickeln muss, dürfte auch Apple-CEO Tim Cook mittlerweile begriffen haben. Jedenfalls musste der ambitionierte iOS-Chef Scott Forstall den Stuhl räumen – ob das nun an der fehlenden Entwicklungsdynamik von iOS gelegen hat, dem Apple-Maps-GAU oder einfach daran, das gewisse hochrangige Apple-Mitarbeiter mit dem lieben Scott nicht in einem Raum sitzen konnten, sei mal dahin gestellt. Cook hat im Zuge der Forstall-Entlassung jedenfalls auch bedeutende Unternehmensbereiche umstrukturiert. So verantwortet Design-Chef Johnny Ive jetzt den Bereich „Human Interfaces“, der sowohl Hardware als auch Software umfasst. Das Ive ein unglaubliches Gespür für Hardware-Design hat, zeigt in meinen Augen nicht zuletzt das iPhone 5: dünn, unglaublich leicht und momentan eines der schnellsten Smartphones auf dem Markt – und ästhetisch äußerst ansprechend. Überhaupt braucht man sich in Sachen Hardware-Design bei Apple nicht ernsthaft Sorgen machen. Aber ob einer der besten Industriedesigner der Welt auch die Zeit und das Gespür hat, auch in Sachen Software den richtigen Ton zu treffen, bleibt abzuwarten.

Die strategische Umstrukturierung passt jedenfalls zu dem Konzern, der im Sinne von Steve Jobs in Sachen Unternehmensstruktur eher zentralistisch funktioniert. Apple war arbeitsorganisatorisch nie wie Google und tickt einfach anders – auch wenn es bei Apple diesbezüglich Bestrebungen gibt, dies in Teilen zu ändern. Der Konzern war so stark mit einer Person verbunden wie wohl kein anderes, ähnlich großes Unternehmen. Fällt in solch einem Fall die große Persönlichkeit weg, ist es kaum möglich, von einem Tag auf den anderen die interne Unternehmensorganisation plötzlich zu ändern, die Verantwortung auf mehreren Schultern zu verteilen und zu hoffen, dass es gut geht. Mit Ive und den vorgenommenen Umstrukturierungen bekommt Apple vielleicht seinen einen neuen Visionär und Lenker – der zwar vom Typ her nicht mit Steve Jobs zu vergleichen ist und dem Konzern vielleicht auch ein anderes Gesicht gibt – der aber die nötige Visionskraft mitbringt, die ein Steve Jobs eben auszeichnete und ohne die sich Apple vermutlich zu einem ganz gewöhnlichen Unternehmen entwickeln würde.

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21 Antworten
  1. von Male am 14.11.2012 (12:28 Uhr)

    Guter Artikel, genau das bemängle ich an Apple gerade. Nur ein höher auflösendes Display und mehr Rechenkraft machen noch kein innovatives iPhone/iPad aus. Bei Apple fehlen gerade sowohl Hardware- als auch Softwareinnovationen. Auch genannt, der Homescreen, wo sich fast gar nichts geändert hat - es müssen nicht unbedingt Widgets sein, aber zumidnest eine sinnvolle Neuerung, die es bei Android oder Windows Phone nicht gibt - das fehlt Apple im Moment. Das sehen wohl auch die Aktienhalter so, denn der Kurs ist seit September wieder runter gegangen. Google drängt den Markt mit günstigen Top-Smartphones und Microsoft bietet mit WP8 ein neues, innovatives OS. Ich weiß nicht, ob Apple da noch die Kurve kriegt und wieder wieder hoch kommt.

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  2. von thomas am 14.11.2012 (12:37 Uhr)

    Kauf dir halt n Android-Handy. MUAHAHA ;-)

    Nee, im Ernst. Also ich denke dass die meisten der angesprochenen Punkte noch Steve Jobs auf den Weg gebracht hat und im Endeffekt ist iOS doch immer noch das Nonplusultra.

    Android ist toll für etwas anspruchslosere User, die mit Kompromissen leben können und Windows-Phone hat noch mit dem Image-Schaden von früheren Windows-Handys zu kämpfen. Ich hoffe, das löst sich bald auf. Nokia ist wieder auf einem guten Kurs, wie ich finde.

    Im Grunde meckern wir hier eh auf sehr hohem Niveau. Alles was im Moment an Hardware raus kommt ist fantastisch und welcher Prozessor in meinem iPad 3 steckt, ist mir persönlich völlig latte. In zwei bis drei Jahren wird's mir zu lahm sein und dann gibt's halt n neues, was mich nicht groß juckt, weil ich für das alte noch so viel Geld bekomme, dass ich maximal 200 Euro drauf legen muss für das neue.

    Aber natürlich hast du Recht mit deinem Artikel, denn Apple verspricht viel und es riecht im Moment danach, als würden sie in der Zukunft nicht mehr alle Versprechen halten können. Das wär natürlich mega schade.

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  3. von Pooly am 14.11.2012 (13:22 Uhr)

    Nicht zu vergessen die grauenhaft fehlerhafte Podcast App. von Apple.
    Aber auch unter Jobs ist nicht alles perfekt verlaufen. So weit ich das mich in Erinnerung habe war .me auch nicht so das Wahre.

    Ansonsten muss ich was iOS angeht dem Artikel hier beipflichten.

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  4. von JK27 am 14.11.2012 (14:02 Uhr)

    Fakt ist, dass Apple seit dem iPad keine echte Innovation mehr geliefert hat. Zugegebenermaßen haben sie selbst die Latte mit iPod, iTunes, iPhone etc. unglaublich hoch gelegt. Nichtsdestotrotz ist vor allem bei iPhone und iPad eine simple leichter, dünner, schneller, besseres Display Entwicklung zu beobachten, für die man wahrlich kaum Phantasie benötigt. Wenn in den nächsten 2 Jahren kein klarer Entwicklungsschritt kommt, ist Apple seinen Vorsprung endgültig los und kann nur hoffen das der Scenefaktor der Produkte weiterhin eine so exklusive Preispolitik rechtfertigt. Ansonsten kann es ganz schnell zuende gehen... gabs ja schonmal ;)

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  5. von Werner am 14.11.2012 (14:29 Uhr)

    Zitat: frisch wirkt dagegen ein Windows Phone 8 mit den Tiles.

    Finde ich fürchterlich: geschmacklos kitschig, bunt und völlig ohne Focus. Weiss gar nicht wohin ich zuerst schauen soll...Im Business Bereich wird sich sowas kaum durchsetzten. IOS ist da viel aufgeräumter.
    M$/Nokia sind eh zu spät dran, schaffen bestenfalls noch 5% Marktanteil. IOS und Android den Rest.

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  6. von s6049 am 14.11.2012 (14:55 Uhr)

    @thomas
    Du verwechselst da was. iOS ist eher für den anspruchslosen User ausgelegt, der sich mit Technik nicht auskennt und dem es egal ist, dass Apple das Nutzungsverhalten diktiert.

    Android ist eher was für freiheitsliebendere User. Und aufgrund der Vielfalt sowohl etwas für Geeks und technikaffine Menschen, sowie den 08/15-Nutzer. :)

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  7. von kaaarl am 14.11.2012 (16:10 Uhr)

    @ Werner: Achso, für WP siehst du nur 5% Marketshare? Dann solltest du mit deinem Insiderwissen vielleicht an die Börse gehen, denn du scheinst dich ja besser auszukennen als Gartner und IDC. :-D SCNR.
    Ob man das Design mag oder nicht, sei dahingestellt. Wer s nicht bunt mag kann alle Tiles statisch schalten, dann werden sie nicht aktualisiert und animiert und dann ist das ein aufgeräumtes System mit zwei Farben. Und sorry, für den Business Bereich ist es eindeutig das bessere System. Zum einen ist es leichter zu managen, zum anderen kann ich als Unternehmen einen eigenen Store für meine Anwendungen einrichten, die meine Mitarbeiter bei Bedarf runterladen können. Und NUR die. Was MS und Google in den letzten 18 Monaten vorgestellt haben, lässt iOS einfach nur alt aussehen. Das betrifft nicht nur das OS sondern auch die Hardware, siehe NFC und Wireless Charging. Insofern trifft der Autor genau den Punkt. Ich würde sagen, Apple hat schon angefangen hinterherzulaufen. Entweder kommt jetzt der große Wurf oder the next big thing kommt von jemand anderem...

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  8. von boykottke am 14.11.2012 (16:30 Uhr)

    "Finde ich fürchterlich: geschmacklos kitschig, bunt und völlig ohne Focus. Weiss gar nicht wohin ich zuerst schauen soll...Im Business Bereich wird sich sowas kaum durchsetzten. IOS ist da viel aufgeräumter. "

    Also, Werner, ich weiß, das ist alles eine Geschmackssache, ob einem ein OS gefällt oder nicht. Aber die Aussage, WP wäre zu kitschig bunt - im Gegensatz zu iOS - ist wirklich die Krönung des Unsinns, den ich in den letzten Wochen und Monaten zum Thema WP gelesen habe. WP kennt im Standard DREI Farben: Schwarz (als Hintergrund), eine userdefinierte für die Kacheln aus 12 vorgegebenen Farben und die dritte ist weiß für die Schrift. Hin und wieder kann es sein,d ass Schwarz und Weiß sich abwechseln (Im Posteingang, z.B.) aber ansonsten war's das. Die Kacheln sind Kacheln: Rechtecke ohne Kitsch, gerade Linie. Der Rest lebt stark von der Typo. Nur, wenn der User wirklich individualisiert, kann durch Apps, durch Bilder, etc. mehr hinzutreten.

    Dagegen arbeitet iOS von Annbeginn mit Schatten, 3D-Effekten, abgerundeten und quietschbunten Icons. Mag sein, dass es dir gefällt - vielen scheint es zu gefallen - aber diesem OS das Attribut zu geben, nicht so "kitschig, bunt und völlig ohne Focus" zu sein wie WP bedarf schon einer ziemlichen gedanklichen Leistungsfähigkeit zur Realitätsverkennung.

    Und nochmal: Jeder soll mit seinem OS glücklich werden, es ist eine Geschmacksfrage, aber wenn man kritisiert, doch bitte, bitte auf dem Boden der Tatsachen.

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  9. von huettenzauber am 14.11.2012 (17:26 Uhr)

    gehen, wenn es am schönsten ist, das hat steve jobs getan

    partytime ist vorbei

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  10. von Werner am 14.11.2012 (18:59 Uhr)

    @boykottke = Nomen est Omen?

    Ich finde es halt kitschig und schrill. Das als Unsinn zu bezeichnen sagt was über deine Arroganz aus - mehr nicht. Ich werde mir son Teil jedenfalls nie kaufen. Ich will was klares, aufgeräumtes.

    @kaaarl
    5-max 10% ..Wir werden sehen. Das M$ Marketing und die Präsentation vor der Presse ist ja schon eine Katastrophe. .. nicht lieferbar etc.

    Zitat: next big thing kommt von jemand anderem => mag sein. Kann mich jedenfalls nicht erinnern das da von M$ je was war..die letzte Jahre was es immer Apple. Und alle kupfern ab. Samsung am unverschämtesten.

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  11. von Ben am 14.11.2012 (19:07 Uhr)

    Einfach weil Apple kaum noch innovativ ist bin ich auf Windows Phone umgestiegen

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  12. von Lucas am 14.11.2012 (19:22 Uhr)

    Apple hat fertig.

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  13. von MopassMarco DomingosMaria am 14.11.2012 (20:50 Uhr)

    Die Situation ist relativ einfach. Apple will das Content-Geschäft sichern und das geht nur, indem es möglichst viele Geräte unter die Leute bringt. -Karte in, iCloud her, die Leute kaufen wie bescheuert, Anpassungsbedarf gibt es nicht.

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  14. von Christian am 14.11.2012 (21:44 Uhr)

    Microsoft wird immernoch unterschätz. Sie haben eine sehr zukunftsorientierte Richtung eingeschlagen und Apple und Co sollten sich warm anzeihen. Selbst unsere Designer im Team (alle Apple Freaks) geben es zu, das neue W8 Design wäre sehr cool :)

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  15. von Thomas S. am 14.11.2012 (22:05 Uhr)

    Sooo, hab mir gerade mein neues Notebook (Thinkpad mit Touchscreen und Windows 8 Pro) bestellt. Bäm! Mein altes MacBook werde ich dann für ein paar Euronen bei Ebay verkaufen :-)

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  16. von kaaarl am 15.11.2012 (02:46 Uhr)

    @ Werner: sag mal, was soll eigentlich dieses peinliche "M$"? Sagst du auch "windoof" und "schlepptop"? Du weißt schon, dass Apple weitaus mehr Gewinn macht, als MS? Und zwar auf Kosten der Mitarbeiter, Zulieferer und Kunden?
    Und welche Präsentation meinst du? Und welche Verfügbarkeit? Sprichst du jetzt vom Surface und schleuderst deine ganze Antipathie in die Waagschale? und was soll dieser ewige Mythos, dass alle von Apple klauen. Mit boykottkes Worten: Das ist völliger Unsinn. Die GUI hat Xerox entwickelt, HTC hat vor Apple Smartphones mit Touchscreen gebaut und das erste Tablet stammt von MS, ob dir das nun passt oder nicht. Apple hat die Dinge weiterentwickelt und exzellent vermarktet und tolle Produkte daraus gemacht. Aber erfunden haben sie das alles nicht. Und übrigens finde ich die kinect durchaus innovativ. Lies mal die Biografie von Jobs. Dann klappt's auch mit dem Trollen..

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  17. von unger am 15.11.2012 (07:25 Uhr)

    Und während sich web-fixierte selbsternannte Marketing- und Technologie-Experten hier die Hölle heiß machen, kaufen überall auf der Welt die Menschen alles, auf dem ein Apple-Logo zu sehen ist.
    Das einzige wirkliche Problem von Apple war und ist, genügend Produkte für Fachhandel und Endkunden vorzuhalten.

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  18. von boykottke am 15.11.2012 (10:32 Uhr)

    @unger: mag sein, weil Apple gerade so im Trend liegt. Aber Trend ändert sich und dann bedarf es Innovation, um bestehen zu können. Und in dem Bereich hakt es nun mal bei Apple derzeit. Ich erinnere mich an das Fluchen der Apple-Jünger in meinem Umfeld nach dem Roll-Out des letzten MacOS X. Solche Äußerungen kenne ich sonst nur von früher... das waren damals die Windowsuser...

    @werner: niemand hat dir vorgeschrieben, dass du jetzt gefälligst was anderes nutzen sollst. Niemand hat dir vorgeschrieben, dass du jetzt etwas anderes schicker finden sollst. Fakt ist aber, dass deine Pauschalkritik an WP schlicht mit der Realität kollidiert. Und insofern liest es sich doch auch gleich ganz anders, wenn du deine eigene Aussage mit dem voranstellen eines "Ich finde,..." relativierst. Zum Thema abkupfern hat ja kaaarl glücklicherweise schon alles entscheidende gesagt...

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  19. von Daniel am 15.11.2012 (10:54 Uhr)

    Ich denke, der Markt zerfällt gerade in zwei Bereiche: Auf der einen Seite die Windows 8-Produktfamilie, zu der auch das Surface und Windows Phone gehört, um so eine integrierte Lösung für Geschäftskunden auf allen möglichen Endgeräten anzubieten. Das wird sowohl Microsoft als auch Nokia wieder sehr viel Boden gewinnen lassen. Auf der anderen Seite iOS und Android als Spielzeuge für Privatanwender und Apple-Fanboys, wobei Android auf Grund der wesentlich günstigeren Nexus-Geräte Apple ebenso zusetzen kann wie Samsung mit seiner Produktvielfalt bis hin zu Stifteingabe bei den Galaxy Note-Modellen. Mal ehrlich, wer will unterwegs schon de ganze Zeit mit seinem Telefon oder Tablet reden? Eben, höchstens selbstverliebte Vollhonks, die nach Aufmerksamkeit suchen.

    Apple hat viel zu lange mit sinnlosen und peinlichen Gerichtsverfahren wegen runder Ecken gegen Samsung und Adroid gekämpft und verliert daher nun immer mehr an Boden und Reputation. Gleichzeitig hat man Micosoft als mögliche Konkurrenz zu lange ignoriert Zumal die Surface-Geräte normale USB- und Display-Anschlüsse mitbringen, während Apple seine Benutzer immer noch im iTunes-Zirkus einsperrt und diverse Verrenkungen für die Nutzung in Windows-Umgebungen notwendig macht, Stichwort MDM etc.

    Warten wir mal auf das Windows 8-Surface, danach werden sich wohl Apple und so manche Android-Anbieter, die inzwischen ähnliche Preise wie Apple anstreben, z.B. Samsung, dumm umgucken. Nicht zuletzt bleibt auch abzuwarten, welche Auswirkungen der Kindle Fire (HD) im europäischen und insbesondere im deutschen Markt haben wird.

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  20. von Christian am 15.11.2012 (15:15 Uhr)

    Schöner Artikel! Du sprichst mir sozusagen aus der Seele. Ich hoffe, dass Apple mit Ive an der Spitze innovativer wird.

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  21. von Robert am 17.11.2012 (17:08 Uhr)

    Leute leute, was ist denn los mit euch?
    Im Moment geistert diese Forderung nach Innovation ja durch das ganze Internet. Merkt ihr denn nicht, was für Luxusprobleme das sind?

    Das mit dem Homescreen des iOS ist nur im Hinblick auf die Schnelleinstellungen auf WiFi, Bluetooth, usw. eine konkrete Kritik/Wunsch, der eine sinnvolle Idee aus Android ist.

    Aber alle anderen pauschalen Forderungen nach "was Neuem"... naja... unnötig?

    Für Mac OS X fordert doch auch niemand, "einfach mal was neues". Ich rede viel mit eingefleischten Mac-Usern - seit Jahren ist es unser Hobby, uns Mac OS XI auszumalen. Probiert es mal aus - es ist schier unmöglich! Verbesserungen hier & da, vielleicht den roten Knopf durch ein X austauschen (kotz, bitte nicht! egal wie verspielt der sein mag!) aber alles in allem ist einfach Alles in sich völlig stimmig. Es ist alles perfekt ausgereift. Genauso bei den MacBooks, die sich seit Jahren "nicht verändern". Im Detail schon, eine ständige Evolution hin zur Perfektion. Einfach weil es *genau so* am meisten Sinn macht. Solange dem Menschen nicht mehr Arme wachsen ist da auch wenig nötig. Und: die Konkurrenz ist immer noch nicht auf die Idee gekommen, ihre Geräte wertig + stabil aus höchstwertigen Materialien zu bauen.

    Übrigens: im Gegensatz zu Microsoft ist es doch genau das, was Apple ausmacht. Selten krasse Umbrüche, dafür aber nicht schleichend alles machen, sondern so krass, dass der Nutzer es merkt und benennen kann (Floppy, USB, optisches Laufwerk, Ethernet, Thunderbolt, Lightning). Die größte Zeit über herrscht starke Kontinuität. Damit macht man es den meisten Nutzern einfach & recht. Gab es nicht vor kurzem noch einen Aufschrei, dass Apple nach 10 Jahren(!) den Dock-Connector mal endlich in Rente geschickt hat? Nun schreien andere, das iOS sei seinen Wurzeln zu treu. Aber Leute - der Großteil der Nutzer schreit gar nicht, sondern spiegelt sich nur wieder, indem sie Apple auf Platz 1 der Kundenzufriedenheit katapultieren.
    Kleiner Vergleich wieder zu OS X: mein Vater (Mitte 50) hat bis ca. Version 10.4 noch gelernt, was es Neues gibt; die einzige neue Funktion die er im Vergleich zu Version 10.2 benutzt ist Spotlight. Natürlich habe ich ihm auch zuletzt die iCloud erklärt, an seiner täglichen Nutzung ändert das... überhaupt nichts. Ich kann seinen iMac besser fernadministrieren, und er ihn trotzdem weiter nutzen, ohne sich abends nach einem langen Arbeitstag noch eine Schulung von mir anzutun. Das ist alles genau so gewollt von Apple.

    Zum Abschluss nur ein Hinweis darauf, warum ich wirklich erstmal laut gelacht habe und dachte "was für Luxusprobleme!", als ich die ersten Aufschreie dieser Art gelesen habe:

    Die großen Innovationen:
    - 1983: Apple Lisa mit graphischer Nutzungsoberfläche
    - 1984: der erste Macintosh
    - 1989/91: der erste tragbare Mac / das erste "wirklich" tragbare sog. PowerBook
    - 1998: der erste bunte Computer, der iMac, wirkliche Umbrüche: ausschließlich USB, kein Floppy sondern aussschließlich CD, im iBook erstmals WLAN
    - 2002: der iPod
    - 2007: das iPhone
    - 2010: das iPad

    die meisten weniger Technikbegeisterten Menschen werden dabei schon vieles wegstreichen:
    - 1984: der erste PC wie wir ihn kennen (mit GUI)
    - 1998: der erste iMac
    - 2002: der iPod
    - 2007: das iPhone
    - 2010: das iPad

    Na? Fällt euch was auf? Aus heutiger Sicht hat Apple da doch einen echten Sprint hingelegt. Also mir kommt es wie eine Ewigkeit vor, dass Handys kleine Displays hatten. Und kein GPS. Und fast kein Internet. Das ist gerade einmal 5 Jahre her! Vor 10 Jahren war der iPod dicker als jedes iPhone und hatte ein monochromes Display! Die völlig neu eingeführte Produktlinie des iPads ist gerade einmal 2 Jahre her! Und schon gibt es einen Aufschrei, dass seitdem nur weiter aktualisiert wurde, anstatt noch weitere gänzlich neue Produkte vorzustellen?
    Das ist lächerlich! Punkt.

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