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Entwicklung & Design

Apple Pencil und iPad Pro: Revolution im digitalen Design?

    Apple Pencil und iPad Pro: Revolution im digitalen Design?

Der Apple Pencil im Einsatz: Gute Ergänzung, aber kein Game Changer.

Die neue Kombination aus iPad Pro und Apple Pencil richtet sich eindeutig an Kreativschaffende und liegt eher mit den MacBook-Produkten als mit den iOS-Devices auf einer Linie. Können sich Designer also auf das beste Zeichentool der Welt freuen oder ist der Pencil der überflüssige Ballast, zu dem Steve Jobs ihn schon vor Jahren erklärte?

Apple Pencil: Companion zum iPad Pro

Am 9. September 2015 stellte Apple neben den üblichen Verdächtigen, allen voran die S-Klasse der iPhones, auch eine Produktlinie vor, die sich auf den ersten Blick nicht an den Konsumenten oder reinen Office-User richtet, sondern eindeutig die Kreativindustrie im Blick hat. Es handelt sich um das iPad Pro mit knappen 13 Zoll Bildschirmdiagonale im Zusammenspiel mit dem separat erhältlichen Apple Pencil, sowie dem optionalen Smart Keyboard.

Apples Pencil im Praxiseiinsatz. (Quelle: Apple)
Apples Pencil im Praxiseinsatz. (Quelle: Apple)

So wirkt das iPad Pro mit seinen Begleitprodukten auf Anhieb wie eine perfekte Wahl für Zeichner, Künstler oder Illustratoren. Jeder, der schon bislang stiftbasiert gearbeitet hat, darf sich zur natürlichen Zielgruppe zählen - einerseits. Andererseits gibt es mit dem Platzhirschen Wacom schon einen Anbieter, der diesen Markt klar dominiert. Auch Microsoft mit seiner Surface-Reihe erfreut sich in der Zielgruppe einiger Beliebtheit.

Während Wacoms Produkte generell sowohl mit Windows als auch am Mac einsetzbar sind und inzwischen sogar eine Android-basierte Version existiert, ist der Apple Pencil nur als Companion zum iPad Pro zu gebrauchen. All jene, die bislang schon auf iPads gezeichnet haben, verwenden entweder den kapazitiven Wacom Bamboo Stylus oder den aktive Pencil Stylus von FiftyThree, der allerdings nur mit wenigen Apps sein volles Potenzial entfaltet.

Wacoms Cintiq HD (Quelle; Wacom)
Wacoms Cintiq HD (Quelle: Wacom)

Um zu beurteilen, ob der Apple Pencil auf breiter Front die Designindustrie revolutionieren kann, müssen zunächst ein paar Grundlagen geklärt werden.

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6 Reaktionen
Tweaky
Tweaky

Hmm, solange zum iPad Pro mit Pencil noch keine Tests zum Thema "Palm Rejection" vorliegen, halte ich mich mit meiner Begeisterung zurück.

Bisher ist es sehr störend, dass beim Zeichnen der Handballen nicht auf der iPad-Oberfläche liegen darf (ohne extra einen Handschuh anzuziehen). Beim zeichnen mit einem Stylus hat man dann immer Schmierer oder Fehleingaben ...

Die Behauptung einiger Stift- und App-Hersteller, welche behaupten das "Palm Rejection" Problem am iPad gelöst zu haben, erlebte ich bis jetzt als leere Versprechen (und sitze so auf Stylus' die ich nicht wirklich nutze).

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Alexander Kalinowski
Alexander Kalinowski

Danke für den interessanten Beitrag. Stimme dem Autor auch zu - Apple hat nicht das Rad erneut erfunden. Muss es aber auch nicht. Als die Gerüchte um das iPad Pro immer stärker wurden und es nun fast feststand, dass es tatsächlich released werden kann, habe ich mein WACOM Cintiq (Android Variante) verkauft und das Geld fürs iPad pro zur Seite gelegt. Warum? Ganz einfach:

1. Fast alle Apple Produkte zum mit grosser Liebe zum Detail konstruiert, die Kombi macht für mich nicht das iPad mit Pencil, sondern eher die Hardware mit der Software (aus einem Guss) aus.

2. In meiner CreativeCloud sind schon viele mobile software Lösungen enthalten... für iOS. Deshalb bin ich nie so richtig mit dem Wacom-Gerät, das auf Android basiert, warm geworden.

3. Alternativen wurden zwar von mir auch betrachtet (Microsoft's Surface, Wacom Cintiq mit Windows), sind dann aber einerseits wegen Anschaffungskosten, andererseits wegen umstieg des OS (bin eingefleischter Mac-Nutzer), aus dem Rennen ausgeschieden. Und man kann hier nicht ein Desktop-OS mit einem mobilen OS vergleichen. Also entweder Android (gründe fürs Ablehnen weiter oben), oder iOS.

Wie es auch im Artikel beschrieben wurde, finde ich es sehr schade, dass es im Moment noch keine native Möglichkeit gibt, das Ding an den Rechner anzuschließen. Bin zwar auch Grafiker, meine Kernfunktion liegt aber eher in der Konzeption von Projekten, evtl. Anfertigung von Skizzen. Illustrationen, Bildbearbeitung etc. gehört also nicht zu meinem täglichen Workflow. Somit ist es für mich nicht unbedingt kriegsentscheidend. Die Mobilität jedoch schon.

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Dieter Petereit

Der enge Anwendungsrahmen ergibt sich aus dem Thema des Beitrags. Natürlich kann das iPad Pro alles das, was die anderen iPads auch können. Hier aber war die Frage zu behandeln, ob Pencil und iPad Pro das Design revolutionieren können. Nicht mehr und nicht weniger.

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gast22
gast22

ich glaube, dass der Autor das iPad Pro etwas zu eng im Anwendungsrahmen sieht. Pencil und Tastatur sind extra. Warum ist das so gewollt. Weil es eben viel mehr Anwendungsfälle gibt als nur der kreative Bereich. Alle, die eine größere Arbeitsfläche brauchen - zum bearbeiten oder zum anzeigen - werden sich dem IPP zuwenden. Komplexere Dokumente oder Karten bringen deutlich viel mehr Daten rüber - auf einen Blick. Das parallel Arbeiten mit zwei Programmen wäre ein weiterer Punkt. Also in dem Punkt stimme ich dem Autor NICHT zu. Andererseits: Wie lange kann Adobe das iPad ignorieren. Wir werden es bald wissen. Zum Glück zählt nicht nur das Ergebnis sondern auch die benötigte Zeit.

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pidpid
pidpid

Alternativ mit einem herkömmlichen iPad und z.B.: dem Adonis Jot TouchGeht das ja schon ganz gut. Bisher ohne Berücksichtigung in dem Artikel ist die Möglichkeit mit der App: AstroPad jedes herkömmliche Programm, wie z.B. Photoshop mit dem Stift und einem iPad direkt auf dem iPad in der entsprechenden Kombination zu arbeiten. Man benötigt lediglich eine Wlan Verbindung zum Mac. Funktioniert sehr gut und in Kombination mit dem neuen iPad Pro und dem Apple Stift sicher eine echte Alternative zu den anderen Lösungen.

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Dieter Petereit

AstroPad ist mir bekannt. Ich habe es mit Absicht nicht in den Beitrag aufgenommen, weil es ja nicht sein kann, dass man sich produktiv von der Verfügbarkeit einer Drittlösung abhängig macht. Derzeit funktioniert die Lösung ganz ordentlich, wenn sie auch für professionelles Design aufgrund der Performance keinen Gedanken wert ist.

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