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Apple plant virtuelle SIM-Karte für schlankere iPhones – Provider zittern

hat sich am 3. November ein Patent gesichert, durch welches sich der kalifornische Konzern vom SIM-Kartenslot in und verabschieden kann. Denn anstelle einer physischen SIM-Karte wird im Patent eine virtuelle SIM-Karte beschrieben - derzeit genutzte Karten könnten somit bald der Vergangenheit angehören - zum Ärgernis der Netzbetreiber und zur Freude der Kunden.

Apple plant virtuelle SIM-Karte für schlankere iPhones – Provider zittern

Virtuelle SIM-Karte macht Netzbetreiber zu Randgestalten

In Apples neuem Patent, das bereits im vergangenen Jahr Furore machte, wird die SIM-Karte, welche üblicherweise vom Netzbetreiber verteilt wird, nicht mehr benötigt. Alle Provider-Daten, die auf der SIM-Karte gespeichert sind, können mittels eines embedded Chips direkt im Apple Store oder per Download aus dem App Store installiert werden. Somit fallen die Netzbetreiber als Zwischenhändler weg, die bisher am Verkauf der iPhones nicht schlecht mitverdienen. Für User würde diese Art der Provider-Wahl und Tarife ein Mehr an Freiheit und Flexibilität bedeuten. Jedoch müssten die Provider bei diesem Spiel auch mitmachen.

Damit eine solche virtuelle SIM-Technologie zum Einsatz kommen kann, wird als technische Voraussetzung ein einheitlicher Funkstandard bzw. ein globales Funkmodul benötigt. Dafür hat Apple allerdings schon im iPhone 4s gesorgt. Der Konzern setzt bereits auf einen globalen Chip von Qualcomm, mit dem sowohl im CDMA-, als auch im GSM-Netz gefunkt werden kann. Der erste Schritt für die Integration einer solchen SIM-Karte ist im Grunde schon in der praktischen Erprobungsphase.

Patent-Skizze der virtuellen SIM-Karte - inklusive NFC-Modul (Bildquelle: Patently Apple)

Apples virtuelle SIM-Karte ermöglicht noch schlankere iPhones und bringt NFC

Durch eine virtuelle SIM-Karte könnte Apple einige mechanische Bauteile außen vor lassen, die Platz benötigen und die Konstruktion des iPhones entsprechend groß ausfallen lassen. Durch eine virtuelle SIM haben Apples Designer die Möglichkeit, noch schlankere iPhone zu bauen, da weder eine austauschbare SIM-Karte noch der dazugehörige Karteneinschub vonnöten sind. Ein Design wie das des vor Wochen geleakten vermeintlichen iPhone 5 wäre somit durchaus sehr denkbar.

Als weitere Vorteile werden noch zwei Aspekte genannt. Zum einen wird ein weiterer Bestandteil der virtuellen SIM-Karte ein Near Field Communication-Modul sein (NFC), mit dem es zukünftig mitunter möglich sein wird, sein Smartphone mitunter als elektronische Geldbörse zu verwenden. Zum anderen heißt es, dass das iPhone durch diese neue Technologie noch besser gegen Manipulationen von Dritten abgesichert werden kann.

Bei Apples Sicherung von Patenten ist es immer so eine Sache. Der Konzern beantragt Vieles und hält eine Menge an Ideen auf Halde. Ob eine virtuelle SIM-Karte im iPhone 5 oder erst in seinem Nachfolger, oder überhaupt Einsatz finden wird, ist zurzeit recht ungewiss.

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4 Antworten
  1. von Phicsa am 04.11.2011 (18:12 Uhr)

    Finde ich Super, alleine schon weil die Halsabschneider seit neuestem jährlich, pauschal 20€ kassieren, dafür aber die 30€ wegfallen wenn man seine Simkarte verliert (nur gut das mir dieses Jahr zum ersten mal die Simkarte abhanden gekommen ist...7x in zwei Monaten ^^ )

    Wie viel Strom "verbraucht" ne Simkarte eigentlich?

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  2. von i phones am 04.11.2011 (19:26 Uhr)

    Man müsste Tarife aus einer Liste buchen können und schickt die SMS dann mit einer VSim-"Karte"n-ID oder Voice mit einer anderen oder synergiert mehrere Nummern unter einer VSimKarte. Sonst braucht man für Geliebte, Ehefrau und Firma je ein Handy.
    Wichtig an der Grenze oder Zielflughafen wäre eine simple Buchungsmöglichkeit mit klarer Tarif-Erkennung. Der eine braucht lokales Festnetz, der andere will nur Abos und News downloaden und von zu Hause angerufen werden können, der dritte will mit seiner Urlaubsgruppe SMS lokal austauschen können.
    Nur in USA ist jedes zweite WiFi frei.

    Befreiung von der Providerbindung. Richtig so. Die Liberalen finden 24 Monatige Laufzeitverträge ja ach so liberal. Speziell bei LTE ist das blöd und schreckt vom Vertrags-Abschluss ab wenn man keine bestpreisgarantie kriegt.

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  3. von P. Atent am 04.11.2011 (22:48 Uhr)

    Apple (u.a) sollte mal ein paar Links und Rechts hinter die Ohren bekommen.
    Mit dem Geld das die haben könnten die sich ja theoretisch alle tollen Ideen patentieren lassen, ach machen sie ja schon ...

    Virtuelle Simkarte wow ...

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  4. von Marco am 05.11.2011 (08:32 Uhr)

    Die Idee an sich finde ich echt super!

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