Apple Rekordzahlen: In einer Liga mit Öl-Konzernen

Apple hat gestern seine aktuellen Quartalsergebnisse bekannt gegeben und Analysten-Erwartungen übertroffen. Apple-Chef Tim Cook freute sich über die ersten Quartalszahlen unter seiner Führung, die beweisen, dass der Computerriese entgegen der Meinung mancher Kritiker seinen Zenit noch nicht überschritten hat. Apple legte im letzten Quartal nochmals zu und zieht mit seinem Umsatz von 46,33 Milliarden US-Dollar und einem Netto-Gewinn von 13,06 Milliarden US-Dollar mit milliardenschweren Ölkonzernen wie Exxon gleich.

Apple - Auch ohne Jobs erfolgreich

Der kalifornische Computerkonzern ist in seinem rasanten Wachstum offenbar derzeit nicht aufzuhalten. Innerhalb eines Jahres legte beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um ca. 20 Milliarden zu - im ersten Quartal 2011 wurden 26,74 Milliarden US-Dollar sowie ein Netto-Gewinn von 6 Milliarden US-Dollar eingespielt. Dies entspricht einem Zuwachs von nahezu 20 Milliarden US-Dollar, der Netto-Gewinn hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Apple verfügt nunmehr über Finanzreserven von etwa 97,6 Milliarden US-Dollar. 38 Milliarden Dollar davon nahm Apple laut Asymco allein im vergangenen Jahr ein.

Um sich halbwegs ausmalen zu können, wie viel Apple wert ist, hat Mashable einige Vergleiche aufgestellt. So könnte man mit Apples Vermögen 4.000 Flüge zum Mond finanzieren oder den gesamten Tee Chinas aufkaufen. Selbst die zehn reichsten Menschen der Erde können mit ihrem Vermögen nicht gegen Apple „anstinken“. Im Tumblr Things Apple Is Worth More Than gibt es noch mehr anschauliche Beispiele. Im Lauf des Conference Call zu den aktuellen Quartalszahlen erwähnte Finanzchef Oppenheimer, dass man bei Apple „aktiv“ darüber diskutiere, was man mit der Masse an Geld anfangen solle. Eine Entscheidung und etwas Spruchreifes sei bislang jedoch noch nicht gefallen.

Apples Verkaufszahlen des letzen Quartals zeigen, dass das iPhone 4S alles andere als eine Niete war, wie von vielen kurz nach der Präsentation vermutet wurde. 37 Millionen iPhones gingen über die Ladentheke, was einem Zuwachs von 128 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Der Konkurrent Samsung konnte im vergangenen Quartal mit seinem kompletten Portfolio an Smartphones „nur“ 35 Millionen Geräte verkaufen. Damit kann man Apple wieder als den größten Smartphone-Hersteller weltweit bezeichnen.

Auch die anderen Hardware-Kategorien verkauften sich sehr gut. So konnte Apple 15,43 Millionen iPads und 5,2 Millionen Macs veräußern. Zudem wurden 15,43 Millionen iPod-Modelle verkauft - 21 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Die iPods sind allerdings der einzige Ausreißer, alle anderen Produkte legten zum Teil über 100 Prozent zu. In Bezug auf die Anzahl der verkauften Computer hat Apple sich vor HP gesetzt, der bislang der größte Computer-Hersteller der Welt war - sofern iPads als Computer gerechnet werden können.

Apple zahlen wikipedia
Die Tabelle von Wikipedia zeigt: Apples Einnahmen sprengen Rekorde.

Apples Tim Cook kündigt für 2012 große Produkte an

Apple wird nach Aussage von CEO Tim Cook „fantastische neue Produkte“ vorstellen, die die Verkaufszahlen des Konzerns weiter in die Höhe treiben werden. Um was es sich genau handelt, wurde selbstverständlich nicht erwähnt. Diesbezüglich bleibt Apple genauso verschlossen wie zu Steve Jobs' Zeiten. Die Gerüchteküche brodelt allerdings schon heiß. So wird noch im ersten Quartal dieses Jahres mit der Präsentation des iPad 3 gerechnet. Außerdem wird gemunkelt, dass der kalifornische Konzern mit HD-TV-Geräten den Sprung ins Wohnzimmer wagen wird. Last but not least können wir recht sicher mit der Vorstellung des iPhone 5, oder wie es heißen wird, sehr sicher rechnen. Dieses wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Kassen Apples zum Klingeln bringen.

Ein Ende des Wachstums bei Apple scheint zurzeit jedenfalls nicht in Sicht.

Weiterführende Links zu Apple:

 

 

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16 Answers

  1. von benson 25.01.2012 (16:42Uhr) 1.

    und das sagt uns was....?

  2. von Daniel Web via facebook 25.01.2012 (16:46Uhr) 2.

    Kein Wunder. Die einen beuten rücksichtslos die Umwelt aus, die anderen vor allem die Menschen, aber nebenbei auch die Umwelt im Produktionsland. Alles in allem *kein* Grund zum Jubeln.

  3. von Axel Kopp 25.01.2012 (18:11Uhr) 3.

    Mit Finanzreserven von knapp 100 Milliarden US-Dollar kann man viel bewegen. Nur eines sollte man auf gar keinen Fall machen: die chinesischen iSklaven besser bezahlen. Selbst schuld, wenn man für Apple/Foxconn arbeitet...

  4. von Andreas Katrakis via facebook 25.01.2012 (18:39Uhr) 4.

    wenn ich diesen obszönen überschuss mit den arbeitsbedingungen bei foxconn in relation setze, wird mir schlecht...

  5. von Johannes 25.01.2012 (20:31Uhr) 5.

    Naja, nicht nur Apple lässt bei Foxxcon bauen. Finde das etwas kurz gedacht, wenn man das nur auf Apple zurückführt. Apple beauftragt Firma XY, auf gleicher Art läuft es bei IBM, HP, Sony mit PS, MS mit der XBOX... Vw, Opel,....

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    Für die miesen Arbeitsbedingungen ist in erster Linie die chinesische Regierung verantwortlich. Die erwirtschaften zudem damit extrem viel Geld. Aber ist natürlich einfacher Apple zu bashen.

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