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Apple: Eigene Smart-Home-Plattform zur WWDC?

Apple: Eigene Smart-Home-Plattform zur WWDC?

Die Financial Times berichtet, dass auf der in zwei Wochen eine Plattform für Smart-Home-Produkte vorstellen wird. Damit könnte Apple in einen komplett neuen Markt starten, und die Produkte von Drittherstellern, z.B. intelligente Thermostate, Glühbirnen oder Türschlösser für den Einsatz mit lizenzieren.

Apple: Eigene Smart-Home-Plattform zur WWDC?

Financial Times: Apple stellt Smart-Home-Plattform zur WWDC vor

Jedes Jahr auf's Neue: Kurz vor Apples Entwickler-Konferenz „Worldwide Developer Conference“ (findet vom 2. bis 6. Juni in San Francisco statt) bricht das große Rätselraten aus, was Apple wohl in diesem Jahr vorstellen wird. 2014 ist keine Ausnahme, aber anstatt mal wieder Gerüchte über Uhren und Fernseher aufzuwärmen kommt dieses Mal die (gewöhnlich sehr vertrauenswürdige) Financial Times um die Ecke, und berichtet, dass Apple eine Smart-Home-Plattform vorstellen wird.

Komplettes Ökosystem mit Apple-Zertifizierung

Ihre Quellen benennt die Financial Times leider nicht, führt aber aus, wieso eine solche Maßnahme für Apple sinnvoll wäre: Mit einer potenziellen Smart-Home-Plattform, die in iOS integriert wird, könnte Apple einen komplett neuen Markt erschließen. Durch Apples große Verbreitung bei mobilen Betriebssystemen könnte Apple Produkte von Drittherstellern für die Verwendung mit der eigenen Plattform zertifizieren. Ähnlich macht es Apple bereits im Zubehör-Markt mit dem „Made for iPhone“-Programm. So könnten existierende Smart-Home-Produkte wie intelligente Glühbirnen, Thermostate oder Türschlösser zukünftig einfach und schnell mit Apple-Geräten verbunden werden – vorausgesetzt die Hersteller halten Apples Standards ein, und zahlen dafür Gebühren.

Viele Fragen bleiben offen: Wird Apple auch eine herstellerübergreifende App für Smart-Home-Komponenten anbieten? (Quelle: behance.net)
Viele Fragen bleiben offen: Wird Apple auch eine herstellerübergreifende App für Smart-Home-Komponenten anbieten? (Quelle: behance.net)

Interessante Detailfragen: Einheitliche Software oder auch neue Hardware-Geräte?

Es wird interessant zu beobachten, wie Apple ein solches Vorhaben gestaltet: Wird man nur einen Kommunikationsstandard vorstellen, oder wird es auch Hersteller-übergreifende Software- oder Hardware-Lösungen geben? Denkbar wäre zum Beispiel eine einheitliche App für alle Smart-Home-Geräte im Haus, welche von Apple stammt aber mit Dritthersteller-Modulen erweitert wird. Möglich wäre auch die Verknüpfung mit Apples iBeacon-System, so dass bestimmte Geräte automatisch angesteuert werden, wenn sich jemand mit einem iPhone oder Tablet nähert. Ein solches System, welches etwas ungenauer funktioniert, weil es auf WLAN-Daten basiert, ließ sich Apple bereits patentieren, wie die Financial Times anmerkt. Spätestens am 6. Juni wissen wir mehr.

Mit einem solchen Vorstoß befände sich Apple übrigens in bester Gesellschaft. Viele glaube inzwischen daran, dass „Smart Home“ der nächste große Markt im IT-Bereich wird. Das unterstreicht Google zum Beispiel mit der Akquisition von Nest. Aber auch kleinere Firmen bringen inzwischen faszinierende Smart-Home-Produkte auf den Markt. Einige Beispiele:

via www.ft.com

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Eine Antwort
  1. von Locker bezahlbar oder hochpreisig ? am 27.05.2014 (15:58 Uhr)

    Endlich. Das wünsche ich mir schon seit Jahren.
    Sowas müsste für 5-10 Euro beim Discounter liegen.
    Ob die Apple-Sachen bezahlbar oder leider recht teuer bepreist sein werden, wird man dann sehen.

    Bei 4 Seiten am Haus/Wohnung braucht man Innen und Aussen Thermometer und das macht schon mal 8-12 Stück für eine normale Wohnung. Dann könnte man z.b. die Fenster öffnen/schliessen so das der Wind optimal durchzieht und kühlt bzw. wärmt. Oder automatisch schliessen bei Gewitter. Usw.
    oder zählt mal die Lichtschalter oder Steckdosen bei Euch. Wenn das pro Schalter 50 Euro kostet, wird das uninteressant.
    Für Neubauten hingegen spart man die Hälfte der Kabel weil man nur noch Strom zur Lampe ziehen muss und Funkmodule an der Lampe sie ein/ausschalten. Allerdings sind die Leute zu Recht mistrauisch und man braucht immer mechanische Alternativ-Schalter die sich dann aber auch an der Lampe befinden können. Wer die Kosten kennt, für den sind 50 Euro für solche Funkl-Schalter vielleicht locker bezahlbar und sparen sogar noch Geld und Fehlerquellen.

    Wenn das Erdgas knapper und das CO2 mehr wird, wäre es schon gut, wenn jeder eine optimale Heim-Klimatisierung hätte.

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