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Apple Watch: Warum eine kurze Akkulaufzeit ein Todesstoß wäre [Kolumne]

Apple Watch: Warum eine kurze Akkulaufzeit ein Todesstoß wäre [Kolumne]

Ende März soll es so weit sein, dann bringt die auf den Markt und präsentiert seine ganz eigene Vorstellung einer . Doch jetzt sickern erste Gerüchte durch, dass die Akkulaufzeit extrem gering sein soll. Der Todestoß für die Uhr? Die von Luca Caracciolo.

Apple Watch: Warum eine kurze Akkulaufzeit ein Todesstoß wäre [Kolumne]

Gerüchten zufolge verfügt die Apple Watch über eine äußerst geringe Akkulau…

Apple Watch: Akkulaufzeit angeblich sehr gering

2,5 Stunden – so lange dauert ein Film, ein Museumsbesuch, ein ausgedehnter Spaziergang. 2,5 Stunden – so lange könnte nach Aussagen von 9to5mac der Akku der Apple Watch halten, wenn die Uhr in Dauerbenutzung ist, maximal 3,5 Stunden bei Standard-App-Nutzung und immerhin 19 Stunden in einer kombinierten On/Off-Nutzung. Am Ende beträgt der Realwert vermutlich eine Mischung aus diesen Zahlen. Zu bedenken gilt: Das sind keine offiziellen Zahlen von Apple, aber Werte, die gar nicht so abwegig sind. Denn: Die Apple Watch soll über ein hochaufgelöstes Display verfügen, mit einer abgespeckten iOS-Version laufen und den sogenannten S1-Chip an Bord haben, der offenbar der Performance des A5-Prozessors entspricht. Der A5 kommt in der aktuellen iPod-touch-Generation zum Einsatz.

Hinzu kommt eine eine dauerhafte Verbindung zum iPhone. Und natürlich der Betrieb einer Vielzahl an Apps und Sensoren – von Maps über iMessage bis hin zu jeder Menge Fitness- und Health-Apps  Kurz: Das Ding braucht Saft und zwar ordentlich. Das Problem dabei dürfte sein, einen möglichst leistungsstarken Akku in dem kleinen Gehäuse zu verbauen.

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Die Apple Watch soll Ende März erscheinen. Kann sie den durchschlagenden Erfolg des iPhones wiederholen? (Foto: Apple)

Wenn die Apple Watch aber nicht mal einen Tag durchhalten sollte, dann verliert sie ihre wichtigste Funktion, nämlich: dauerhaft am Arm getragen zu werden. Denn ein Wearable ist per Definition ein Gerät, dass man den gesamten Tag über bei sich trägt. Genauso wie meine Kleidung. Stellt euch vor, ihr müsst Mittags eure Hose wechseln, weil die plötzlich transparent wird oder sich auflöst? Was tun? Ich jedenfalls würde sie nicht anziehen und mir eine Klamotte suchen, die ich erst ausziehen muss, wenn ich zu Bett gehe.

Apple Watch: Kleines Smartphone am Handgelenk?

Neben dem mir noch immer unklaren Use-Case einer Smartwatch ist die Frage nach der Leistungsfähigkeit des Akkus die entscheidende, wenn es um den Massenerfolg der Smartwatches geht. Andere smarte Uhren wie etwa die Moto 360 liefern immerhin eine Akkulaufzeit von rund 20 Stunden. Ist ja schon nervig genug, jeden Abend sein Smartphone UND seine Smartwatch aufladen zu müssen. Aber wenigstens reicht es bei aktuellen Android-Wear-Uhren, sie abends aufzuladen. Noch besser macht es die Pebble-Watch: Der Akku reicht fünf bis sieben Tage, E-Ink-Display sei Dank.

Hat Apple seine smarte Uhr überladen? Geht sie zu sehr in Richtung „kleines Smartphone am Armgelenk“? Die zweite Generation an Smartwatches, wie etwa die Withings Activité, setzt eher auf Minimalismus, sieht wie eine „normale“ Armbanduhr aus, die ein paare smarte Funktionen an Bord hat. Das coole Design legt einen gewissen Stil an den Tag. Etwas, das auch besser zu Apple passen würde. Oder?

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12 Antworten
  1. von GunnarSocial am 23.01.2015 (16:37 Uhr)

    Schwer vorstellbar, dass der Akku nur 2,5 Stunden hält. Andererseits hat man im Hause Apple betont, kein Mensch würde die SmartWatch durchgehend nutzen. Entweder der Teufel wird an die Wand gemalt, oder Apple hat sich verschätzt. Ende März werden wir es ja sehen.

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    • von robs am 24.01.2015 (13:31 Uhr)

      Das klingt erstmal wenig, aber wenn man sich mal überlegt, wie lange die Akkus von Laptops vor 5-10 Jahren hielten... auch heute bewegen sich die meisten Laptops (in meinem Umfeld) weiterhin im Bereich um die 3 Stunden. Und die Leuten kaufens nicht nur, sie sehen darin keine Einschränkung - ist ja fast der halbe Arbeitstag.

      Nach dem ersten Schock über die kurze Zeitangabe realisiert man:
      Bei einer Uhr, deren anspruchsvollste Aufgaben das iMessengen per Diktat und vielleicht mal kleinere Recherchen à la Bahnverbindung sind, denke ich wird man die 3h nicht als Hindernis wahrnehmen.
      Apple ist ein Meister des Energiemanagements und hat 2005 mit ihren Argumenten für den Wechsel zu Intel und 2007 mit dem iPhone -das damals von allen großen Herstellern für technisch unmöglich gehalten wurde, bzw auch nach der Vorstellung noch nicht geglaubt wurde, dass es auch nur einen einzigen ganzen Tag durchhält- bewiesen, dass ihnen die Akkulaufzeit sehr wichtig ist.

      Und wenn ich mein iPhone 6 mit meinem früheren 4er vergleiche: trotz dauerhaftem Trackings der Bewegung, trotz Bluetooth, ist die Akkulaufzeit doppelt so gut. Beim 4er hab ich noch gegeizt indem ich auch das WLAN bei Nichtbenutzung deaktiviert habe. Die Techniken sind sparsamer geworden und ich vermute das wird Apple's Grund gewesen sein, dass sie die Watch nicht bereits vor einem Jahr auf den Markt gebracht haben.

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  2. von FrankD am 23.01.2015 (16:46 Uhr)

    Who the fuck ist Luca Analytics?! Und was soll wieder dieses reisserische? Immer wird der Teufel an die Wand gemalt um später das ganze hysterische Geschreie, nach dem das Produkt auf dem Markt ist. Scheint ein typisches Medienproblem zu sein… Hauptsache reisserischer Artikel, damit es ordentlich Impressions gibt…

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  3. von Jan am 23.01.2015 (17:05 Uhr)

    Der Artikel ist eine Frechheit! Ganz "zufällig" wurde die Laufzeit bei gewöhnlicher Nutzung von 19h vergessen. Also 1h weniger als die Moto 360.

    Die 2,5h beziehen sich übrigends auf den Stresstest der Uhr! So bekommt man auch jeden Laptop innerhalb von 1,5h leer!

    Also tief durchatmen und bis März warten.

    Obwohl das meiner meinung nach auch noch in den Sternen steht... "Anfang 2015" ist bisher nur auf der US Seite zu sehen. Überall anders heist es "2015 erhältlich"!

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  4. von Peter am 23.01.2015 (17:11 Uhr)

    Habt ihr den Artikel überhaupt gelesen? Es sind 3,5 Stunden App-Benutzung und 3 Tage Standby. Bei normaler Nutzung wird irgendwas in der Größenordnung von 1 Tag rauskommen ...

    Ich kann mir aber ernsthaft nicht vorstellen, 3,5 Stunden am Tag an einer Uhr zu verbringen, wenn man ein Handy in der Tasche hat. So eine Uhr ist doch (höchstens) sinnvoll um schnell was zu gucken.

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    • von Luca Caracciolo am 23.01.2015 (17:42 Uhr)

      Danke für den Kommentar, die 19 Stunden On/Off-Nutzung habe ich jetzt ergänzt. Am Ende werden es vermutlich Zahlen sein, die irgendwo dazwischen liegen. Alles in Sachen Akkulaufzeit, was deutlich unter einem Tag ist, wäre aber ziemlich katastrophal. Und das ist meine Aussage – und zwar unabhängig, ob der Akku drei, sechs oder elf Stunden hält.

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      • von Jan Veihl am 23.01.2015 (19:19 Uhr)

        So klingt das ganze schon fairer ;-)
        Deiner Aussage kann ich ja nur zustimmen. Mein Wunsch wäre ja eine Akkulaufzeit von einer Woche...Darauf müssen wir aber wohl noch lange warten...

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  5. von macpat am 23.01.2015 (18:02 Uhr)

    Also die Experten wissen nicht, dass die Apple Watch, wenn der Akku leer ist, in Wirklichkeit noch etwas Akku hat um Uhrzeit und Datum darzustellen - und das für ziemlich lange. Und wem ein 20 Stunden Smartwatchgenuß nicht ausreicht, der sollte sich besser ein Modell von Tissot o.ä. holen

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  6. von Akkupower am 24.01.2015 (13:53 Uhr)

    Im ct-Editorial stand ja mal das die iWatch noch deutliches Potenzial für Updates und bessere Modelle hat.

    Ich vermute vielleicht damit man neue Versionen kauft und die alten Versionen an die Verwandten abgibt und somit die Verbreitung erhöht.

    Wichtig wären halt alle Funktionen für die man das Handy nicht herausholen will: Sehen das jemand anruft, Email-Betreffs sehen, Nächste Termine anzeigen, instant-Messages lesen,... .

    Smart-Armbänder sind aufgrund des Formats für Texte etwas besser geeignet. Ich glaube Mont-Blanc bietet sowas inzwischen als Nachrüst-Smart-Armbänder für mechanische Uhren wie Rolex usw. an.

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  7. von Bernhard Prawer am 24.01.2015 (20:26 Uhr)

    Wenn es beim Verkaufsstart der Apple Watch bei nur 2.5 Stunden Akkulaufzeit bei sehr intensiver Nutzung bleibt, dann wäre das eine Katastrophe. Das würde das Image von Apple noch mehr beschädigen. Trotzdem werde ich mir die Apple Watch kaufen, und werde sie halt nicht so intensiv nutzen. Das ist aber trotzdem kein Zustand. Apple sollte noch jetzt bis zum Verkaufsstart hart daran arbeiten noch soviel Akkulaufzeit wie möglich zu erreichen, sonst fällt Glanz von Apple ab.

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    • von Christian am 26.01.2015 (08:17 Uhr)

      "...dann wäre das eine Katastrophe."

      "Trotzdem werde ich mir die Apple Watch kaufen, und werde sie halt nicht so intensiv nutzen."

      Macht ja Sinn... Hauptsache man kann im Starbucks den Larry raushängen lassen.

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