Foxconn hebt die Gehälter und senkt die Überstunden
Mit der geplanten Lohnerhöhung steigt das monatliche Einkommen eines Arbeitnehmers in den chinesischen Werken nach Angaben der New York Times um 16 bis 25 Prozent. Demnach bekommt ein Arbeitnehmer im Werk von Shenzhen, einem Hauptproduktionsort von Apple-Produkten wie dem iPad und dem iPod, einen Lohn von anfänglich 2200 Yuan (265 Euro). Nach der Ausbildung kann ein Angestellter mit einem Lohn von bis zu 2500 Yuan (300 Euro) monatlich rechnen. Bislang mussten Arbeitnehmer mit 1800 Yuan zufrieden sein.
Ein Sprecher von Foxconn stellte im Zuge der Lohnerhöhung fest, dass sich die Gehälter schon vor der jetzigen Erhöhung über dem Mindestlohn der Shenzhen-Region befunden haben, der bei 1500 Yuan liegt. Außerdem kündigte das Unternehmen an, die zahlreichen Überstunden, die von den Arbeitern gefordert seien, deutlich zu kürzen und auf die vertraglich geregelte Arbeitszeit Rücksicht zu nehmen.
Foxconn Lohnerhöhung zum Zeitpunkt der Inspektion
Kritiker erachten die geplante Lohnerhöhung als gezielten Schachzug gegen die anhaltenden Vorwürfe an den Arbeitsbedingungen in den Foxconn-Werken, die in der Drohung von Mitarbeitern gipfelte, sich umzubringen. Am vorvergangenen Montag kündigte Apple eine Inspektion und Befragungen bei Apples Partnern in den verschiedenen Werken durch die Fair Labor Assosciation (FLA) an. Die FLA ist eine Non-Profit Organisation, die sich mit den Arbeitsbedingungen und dem Schutz der Arbeitnehmer auseinandersetzt.
Weiterführende Links:
- Foxconn Plans to Lift Pay Sharply at Factories in China - nytimes.com
- Foxconn to Increase Workers' Wages in China - pcworld.com
- IT-Arbeiter bekommen mehr Geld - taz.de
- Foxconn im Schatten der CES: Mitarbeiter drohen mit Massen-Selbstmord - t3n News









von Daniel Web via facebook 22.02.2012 (17:05Uhr) 1.
Ist doch ganz klar: Da die Foxconn-Bosse wohl kaum große Menschenfreunde (geworden) sind, ist es pure Taktik. Einerseits, um die eigenen Kunden zu behalten, anderersents zur Reduzierung der eigenen schlechten Presse.
von Christoph Holzer via facebook 22.02.2012 (17:07Uhr) 2.
Mich würden die Ergebnisse der Untersuchung interessieren und an welchen Maßstäben die gemessen haben...Mag ja sein dass die mehr Geld bekommen...wenn die aber immer noch ohne Schutzkleidung mit gefährlichen Chemikalien arbeiten müssen dann hilft denen dass auch nicht viel weiter. Jedenfalls langfrisitg
von Mirko Brunner via facebook 22.02.2012 (17:09Uhr) 3.
beides....
von Alexandra Steiner via facebook 22.02.2012 (17:14Uhr) 4.
Ich glaube auch nicht, dass hier aus Menschenliebe gehandelt wurde. Es ist schon mal aus PR-Gründen (insbesondere für Apple) taktisch ideal. Das wird bei so manchen PR-Agenturen ein breites Grinsen verursachen. Ob durch die Maßnahmen, die Foxconn vor hat, die Arbeitsbedingungen besser werden, wage ich arg zu bezweifeln. Zudem ich auch nicht glaube, dass das dauerhaft so bleibt. Sonst müssten ja die Apple-Produkte entsprechend teurer werden.
von Robert Agthe via facebook 22.02.2012 (17:21Uhr) 5.
Euch is aber schon klar, dass wenn alle Menschen auf der Welt zu gleichen guten Bedingungen arbeiten würden, Marktwirtschaft nich funktionieren würde? Nich, das ich das befürworten würde.
von Daniel Web via facebook 22.02.2012 (17:22Uhr) 6.
Die bisherige Strategie von Foxconn sah ja immer so aus, dass man rasch eines neues Werk woanders baute, dort die Arbeiter weiter knechtete und verheizte, und die alte Fabrik als "Muster" präsentierte, dass ja alles in Ordnung sei. Nur dass dort dann kaum noch produziert wird oder eben teurer. Und teurer wird der Apple-Konzern sicher nicht akzeptieren, wo sollen denn sonst die Milliarden herkommen?
von Deepsoul Sharkeyd via facebook 22.02.2012 (17:31Uhr) 7.
Ich denke nicht, dass es für apple teurer wird. Eher Peanuts für den Foxconn Boss. Ich finds nur immer wieder erstuanlich, dass bei Foxconn News immer Apple genannt wird, obwohl Foxconn für so viele Firmen fertigt. Auch Samsung xD
von Steve Brauer via facebook 22.02.2012 (17:43Uhr) 8.
Aus der erheblichen Differenz von eigentlichen Herstellungs-, Marketingkosten und dem Verkaufserlös, der so bei 20% Marge rumschwirrt?
von Oli Sportsman Bong via facebook 22.02.2012 (20:04Uhr) 9.
nee....kein schachzug....china wird gerade allgemein teurer. nicht nur im it-bereich. textil etc. auch. die richtigen billig-billig zeiten sind da vorbei....
von Apple gewährt erstmals einem Journalist… 23.02.2012 (14:15Uhr) 10.
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