Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Apples nächstes Betriebssystem: Diese Features könnt ihr von „Mac OS 11“ erwarten

Noch in diesem Jahr ist seinen Nutzern ein neues Betriebssystem-Update schuldig. Es könnte unter dem Namen „Mac OS 11“ in die Läden kommen und mit dem bisherigen Versions- und Namensschema brechen. Sowohl mobile Nutzer als auch Power-User möchte Apple mit der neuen Version glücklich machen.

Apples nächstes Betriebssystem: Diese Features könnt ihr von „Mac OS 11“ erwarten

Das Problem mit den Namen

Bereits seit 2000 verwendet Apple den Namen „Mac OS X“. Dabei steht übrigens bereits das „X“ im Namen für die römische Ziffer 10, weswegen die kommenden Versionen eigentlich eine Doppelung im Namen beinhalten, zum Beispiel „Mac OS X 10.8“. Zusätzlich bekam jede Major-Version von OS einen Trivial-Namen verpasst. Dabei wählte Apple bislang immer die Namen von Raubkatzen. Um das nochmal aus der Erinnerung hervorzuholen, haben wir hier nochmal alle Namen aufgelistet:

  • Mac OS X 10.0 (Cheetah) erschien 2001
  • Mac OS X 10.1 (Puma) erschien 2001
  • Mac OS X 10.2 (Jaguar) erschien 2002
  • Mac OS X 10.3 (Panther) erschien 2003
  • Mac OS X 10.4 (Tiger) erschien 2005
  • Mac OS X 10.5 (Leopard) erschien 2007
  • Mac OS X 10.6 (Snow Leopard) erschien 2009
  • Mac OS X 10.7 (Lion) erschien 2011
  • OS X 10.8 (Mountain Lion) erschien 2012

Bei der aktuellen Version „Mountain Lion“ verzichtete Apple bereits explizit auf das „Mac“ im Produktnamen, was bedeuten könnte, dass man eine drastischere Namensänderung ganz langsam einfädeln möchte. Seit Version 10.5 setzt Apple nämlich auf einen zweiteiligen Release-Zyklus. Nach einem „großen“ Release (zum Beispiel „Leopard“) erfolgt ein kleinerer Release, der hauptsächlich Detail-Verbesserungen und Bugfixes enthält (zum Beispiel „Snow Leopard“). Das merkt man auch an den Namen, die auf dem Namen der vorigen Version aufbauen. Der interne Name für die Entwicklung der nächsten OS-Version lautet übrigens „Cabernet“.

Das offizielle Logo für den WWDC 2013. Hier wird Mac OS 11 vermutlich vorgestellt.
Das offizielle Logo für den WWDC 2013. Hier wird Mac OS 11 vermutlich vorgestellt.

Mac OS 11 nur ein kleineres Update?

Behält man dieses Schema in Cupertino bei, so würde 10.9 wieder ein sehr großes Update darstellen. Die nachfolgende, kleinere Auffrischung würde dann allerdings mit dem Namen OS X 11 auffällig viel Bedeutung zugemessen bekommen. Deswegen würde es sich anbieten, mit dem kommenden, großen Update direkt auf Version 11 zu aktualisieren – oder ein komplett anderes Namensschema zu verwenden, denn auch die Raubkatzennamen sind irgendwann erschöpft. Auch die Einladung zur WWDC-Konferenz, auf der das neue OS vermutlich vorgestellt wird, beinhaltet in Sachen Optik oder Text keinerlei „animalische“ Hinweise. Die Rechte an den Namen „Lynx“ und „Cougar“, die sich Apple in der Vergangenheit sicherte, wurden inzwischen wieder abgestoßen – ein weiteres Indiz für das Wegfallen der Tiernamen. Eine Bezeichnung als „OS 11“ erscheint also momentan realistisch.

Gehen Appel langsam die Katzen-Namen aus? Einiges spricht für „Mac OS 11“ als Namen.
Gehen Apple langsam die Katzen-Namen aus? Einiges spricht für „Mac OS 11“ als Namen.

Features: iOS und Mac OS X verschmelzen weiter

  • Tab-Funktion im Finder: Apples Datei-Explorer soll angeblich eine Tab-Funktion spendiert bekommen. Der Browser-Markt hat es vorgemacht, und viele Explorer-Alternativen von Drittherstellern bieten das praktische Feature schon lange an.
  • Multi-Monitor-Features: Der Vollbild-Modus, den es seit „Lion“ gibt, ist für Nutzer mit mehreren Monitoren kaum zu gebrauchen, da die Fullscreen-App automatisch auch weitere Monitore blockiert, obwohl dort nichts angezeigt wird. Hier wird Apple angeblich nachbessern und es auch ermöglichen, einzelne „Spaces“, also virtuelle Desktops auf verschiedene Monitore zu legen.
  • Siri: Sehr wahrscheinlich wird Apple auch seine Sprachsteuerung Siri von iOS nach Mac OS portieren. Das erscheint nur logisch, immerhin ist Sprachsteuerung im Desktop-Markt in einigen Bereichen bereits etabliert und wird dort im Produktiveinsatz häufiger angewendet als auf dem Handy.
  • Apple Maps: Auch Apples Karten-Applikation könnte auf den Desktop kommen, um eine größere Nutzerschaft zu erreichen.
  • Multitasking à la iOS: Es wird berichtet, dass man in Cupertino versucht, iOS und Mac OS noch weiter zu verschmelzen, indem das Multitasking beider Plattformen angeglichen werden soll. Das könnte heißen, dass Anwendungen beim Minimieren auf dem Mac zukünftig pausiert werden, um die System-Performance auf eine einzige Anwendung zu fokussieren und nur Grundfunktionen im Hintergrund zu ermöglichen.
  • Neue Safari-Version: Eine neue Safari-Version ist sehr wahrscheinlich. Selbst, wenn hier nur an kleinen Schrauben gedreht werden wird, muss Apple dem Nutzer zeigen, dass man in der Entwicklung voranzuschreiten, weswegen die Einführung von Versionsnummer 7 logisch erscheint.
  • Neues Design: Apples Chef-Designer Jonny Ive hat Hand angelegt bei der Gestaltung des neuen Betriebssystems. Angeblich soll es weniger Skeuomorphismus-Elemente (Design, das an physikalischen Vorbildern angelehnt ist) geben. Stattdessen soll das beliebte Flat-Design Einzug in Mac OS erhalten.
Weg vom Skeuomorphismus? Mac OS 11 könnte mit reduziertem Flat-Design aufwarten. (Bildquelle: TheVerge.com)
Weg vom Skeuomorphismus? Mac OS 11 könnte mit reduziertem Flat-Design aufwarten. (Bildquelle: TheVerge.com)

Mac OS 11: Release im Herbst?

Apple hat 2012 angekündigt, jedes Jahr eine neue Mac-OS-Version veröffentlichen zu wollen. Das heißt, dass eine Veröffentlichung noch 2013 bevorsteht. Als Zeitpunkt für die Ankündigung und Veröffentlichung erster Beta-Versionen eignet sich die hauseigene WWDC im Juni perfekt. Mit einer Veröffentlichung könnte man dann im Spätsommer oder Herbst rechnen, jedenfalls noch vor dem Winter, um das Weihnachtsgeschäft noch mitnehmen zu können. Gemäß Apples bisheriger Praktik dürfte auch das neue Update wieder für einen relativ günstigen Preis im App-Store zu haben sein (Lion: 23,99 Euro; Mountain Lion: 15,99 Euro).

Weiterführende Links

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
5 Antworten
  1. von George Walker am 01.05.2013 (13:11 Uhr)

    Warum sollte Apple noch dieses Jahre oder gar auf der WWDC, das von Ihnen genannte "Mac OS 11" vorstellen, wenn sie bis jetzt nicht einmal OS 10.9 offiziell angekündigt haben??

    Die eigentliche Frage, die hier aber nicht Thematisiert wird, ist ja eigentlich wie die Namensgebung weiter gehen wird. OS X 11.0 oder OS XI oder warum sollten sie nicht einfach so weiter machen wie bevor mit OS X 10.10, 10.11, 10.12...?

    Und was ist mit der Frage, was es für OS X bedeuten würde das "X" wegfallen zu lassen. "The 'X' is also used to emphasize the relatedness between OS X and UNIX." Unter diesem umstand wäre es doch fatal das "X" weg zulassen und wirft noch viel größere Fragen auf. OS XI mit komplett neuem Untergerüst, ohne Unix und Darwin Kernel? Yeah.....not!

    Sorry, Herr Stückler aber Ihr Artikel ist leider ziemlich kurzsichtig und Gedankenbefreit und ohne das Sie auf irgendeinen nennenswerten Punkt kommen. Das hätte Sie sich und mir die Zeit Sparen können, ich verstehe nämlich leider nicht was Sie eigentlich vermittle wollten.

    Antworten Teilen
  2. von marlan am 01.05.2013 (16:40 Uhr)

    Wie sie die nächste Version benennen ist mir eigentlich egal, schön wären mal ein besserer Finder und simple Dinge wie STRG + X.

    Antworten Teilen
  3. von Fred am 02.05.2013 (00:46 Uhr)

    Herr Walker, haben sie den Artikel über haupt gelesen? Alle IHRE 'Anregungen' sind Blödsinn. 10.10 kommt mathematisch gesehen vor 10.2, das dürfte selbst Apple wissen. Und das Problem von 10.9 für ein großes Update wurde im Artikel erklärt.
    Nun zum Artikel: was soll denn an diesen Änderungen ein Upgrade rechtfertigen? Das klingt nach Spielerein, die man mal zwischendurch einfügt... Und da Apple viele der mac OS Mitarbeiter zu IOS abgezogen hat, würde ich nicht zu viel erwarten.

    Antworten Teilen
  4. von Max am 02.05.2013 (23:41 Uhr)

    Und zum wiederholten Male werde ich das Gefühl nicht los, das hier mit vielversprechenden Headlines Klicks und Visits generiert werden sollen - denn die Aussagekraft des Artikels ist doch mehr als dürftig. Da zitiere ich gerne einen Vorkommentar "ich verstehe nämlich leider nicht was Sie eigentlich vermitteln wollten."

    Bitte, t3n-Redaktion, weniger zusammengeschusterte "was wäre wenn"-Artikel ohne wirkliches konkretes zu vermelden. Und wenn es denn sein muss - und ich bin durchaus Fan von Spekulationen und lese diese Artikel auch - dann doch bitte auch in der Headline so deklarieren.

    "Diese Features könnt ihr erwarten"

    hat doch eine andere Aussagekraft wie, besser formuliert,

    "Dieses Features könnten euch erwarten".

    Antworten Teilen
  5. von Bjoern am 03.05.2013 (12:39 Uhr)

    Einfach mal das Keyword "Mac OS 11" in die Headlines geklatscht, schnell ein paar alte Klamotten und Gerüchte aus dem US-Netz zusammen gesucht und fertig ist der billige SEO-Artikel ohne Gehalt.

    Kann man machen, denn das bringt Visits und spült Geld in die Kasse. Aber ob Ihr so die etwas anspruchsvollere Leserschaft auf Dauer bei Laune halten könnt....da habe ich meine Zweifel. Die Klicks in den t3n-Emailnewsletter werden auf jeden Fall zunehmend zur Zeitverschwendung.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Mac
Microsoft am Mac: Outlook für Mac erhältlich
Microsoft am Mac: Outlook für Mac erhältlich

Office 365 Kunden können sich Outlook auf dem Mac ab sofort kostenfrei herunterladen. Office für Mac kommt Ende 2015. » weiterlesen

Apple iMac mit Retina-Display vorgestellt: 5K-Auflösung für den Desktop
Apple iMac mit Retina-Display vorgestellt: 5K-Auflösung für den Desktop

Apple hat soeben den ersten iMac mit Retina-Display vorgestellt. Wir verraten euch, was der Desktop-Rechner mit dem Monster-Display alles kann. » weiterlesen

Die Apple-Keynote im Überblick: Von OS X Yosemite zu iOS 8.1
Die Apple-Keynote im Überblick: Von OS X Yosemite zu iOS 8.1

Neue iPads, neue Macs und kostenlose Upgrades für iOS und OS X: Wir verraten euch, was ihr bei der gestrigen Apple-Keynote verpasst habt. » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 38 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen