Dalton Caldwell will ein werbefreies Netzwerk schaffen. Das Wohlbefinden der Nutzer soll im Mittelpunkt stehen, nicht die Interessen der Werbetreibenden. Durch seinen Newsfeed ist App.net ein Gegenentwurf zu Twitter. Mit dem Ziel 500.000 US-Dollar zu sammeln, wandte sich Caldwell an potenzielle Nutzer des Netzwerks. Deren Interesse war offenbar groß genug: Die Finanzierung ist geschafft.
Großes Interesse an Twitter-Konkurrent App.net
Obwohl bislang nur eine erste Alpha-Version existiert, zahlten rund 9.500 Nutzer mehr als 600.000 US-Dollar. Noch 25 Stunden können Interessenten das Projekt unterstützen und sich einen der ersten Accounts sichern. Eine Jahresmitgliedschaft kostet 50 US-Dollar.
Die Zahl der Unterstützer wird in den kommenden Stunden vermutlich weiter steigen. App.net ist damit ein erster Erfolg gelungen. Offenbar besteht Bedarf nach einem werbefreien sozialen Netzwerk, das die Interessen der Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Inwieweit das Team um Dalton Caldwell diesen Ansprüchen gerecht wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Würdet ihr für eine werbefreie Twitter-Alternative Geld bezahlen und wenn ja - wie viel?
Weitere Informationen
- We did it. - Dalton Caldwell









von Steffen Voß via facebook 13.08.2012 (10:01Uhr) 1.
Das war bei Diaspora auch so. Ich hab mich jetzt noch nicht so sehr mit App.net beschäftigt, aber was unterscheidet App.net von Diaspora, Friendica, Libertee und Co.?
von t3n Magazin via facebook 13.08.2012 (10:09Uhr) 2.
Eine gute Frage. Ich würde sagen Diaspora orientiert sich an Facebook. Friendica kombiniert mehrere bestehende Netzwerke und schafft dadurch ein großes Ganzes. (Libertee kenne ich nicht.) App.net ist eher wie Twitter, nur kostenpflichtig und werbefrei. Es gibt also durchaus Unterschiede. Ich gebe dir aber recht, so leicht sind die nicht auszumachen. :) (lbe)
von Steffen Voß via facebook 13.08.2012 (10:10Uhr) 3.
StatusNet ist wie Twitter, aber komplett frei.
von Steffen Voß via facebook 13.08.2012 (10:33Uhr) 4.
…und man kann es selbst auf einem Standard-Webspace hosten, so dass man gar keinen zentralen, kostenpflichten Betreiber braucht. Ich verstehe den Hype gerade nicht.
von Andy Lenz via facebook 13.08.2012 (11:11Uhr) 5.
irgendwie ist der app.net hype ja da und vielen leuten scheint die sache wirklich geld wert zu sein. warum genau diese leute aber nicht auf StatusNet setzten verstehe ich allerdings auch nicht. Kann jemand kurz den Vorteil von App.net gegenüber von StatusNet erklären? App.net ist als Domain natürlich kürzer und schöner ;)
von Tim Koch via facebook 13.08.2012 (11:33Uhr) 6.
Langfristig wird man nur schwer einen kosntenfreien und werbefreien Dienst betreiben können. Auch ich finde daher den Gedanken spannend zu sagen: Komm ich zahl was und dann muss ich mir keine Gedanken mehr machen, was mit meinen Daten passiert oder passieren könnte. Dafür muss man dem Unternehmen dann aber auch wirklich vertrauen (können).
von Andreas Mitschke via facebook 13.08.2012 (11:42Uhr) 7.
@Andy irgendwie fällt mir dazu nur ein, dass StatusNet schon seit ewigkeiten existiert und komplett OSS ist - während App.net öffentlichkeitswirksam auftritt und mit einem eigenständigen Design aufwartet. Einfach nur ein tolles Blenderpaket ;)
von t3n Magazin via facebook 13.08.2012 (14:45Uhr) 8.
@Steffen Voß Ich bin gerade auf diesen Artikel gestoßen, in dem Martin Weigert auf genau deine Frage eingeht. Ich glaube, er liegt da gar nicht so falsch. Wie siehst du das? http://netzwertig.com/2012/08/13/identi-ca-vs-app-net-manchmal-lohnt-es-sich-das-rad-neu-zu-erfinden/ (lbe)
von ralf.heinrich 13.08.2012 (16:47Uhr) 9.
Der Punkt der kritischen Masse war auch gleich mein erster Gedanke. Von dem wird es abhängen. Dann kann man sich auch überlegen, dafür Geld auszugeben. Aber geben genug Geld dafür aus, um die kritische Masse zu erreichen, damit ich auch teilnehme? Was, wenn alle (oder zuviele) so denken? Ein Teufelskreis, der nur schwer durchbrochen werden kann. Dazu braucht es m.M.n. schon noch wenigstens EIN (halbwegs) revolutionäres Feature.
von Dominik 13.08.2012 (17:59Uhr) 10.
Was ich an dem Konzept noch nicht ganz verstehe:
Kann man später nur gegen Geld "einsteigen"? Oder gibt es auch eine vieleicht abgespeckte Version für umsonst.
Denn daran könnte es nachher leider scheitern, wenn ich da so meinen Freundeskreis sehe (der mittlerweile nicht mehr viel von facebook und co. hält) weiß ich nicht ob jeder bereit wäre dafür etwas zu zahlen. Bzw. die meisten würden sich das sicherlich erst einmal gerne nur anschauen bevor sie bezahlen.
von Vincent 13.08.2012 (18:05Uhr) 11.
Find das Konzept nicht wirklich durchdacht, viel Geld zahlen für ein Account im Web auf einer vollkommen unbekannten Plattform, für die jährliche "Gebühr" kriegt man mehrere Domains mit voller Hosting-Ausstattung. Kann denn Preis nicht nachvollziehen.
von Stephan Cordes via facebook 14.08.2012 (06:59Uhr) 12.
Zu teuer! Und das Gefühl, nicht noch einen solchen Dienst zu brauchen.
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