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Startups

App.net kündigt Mitarbeitern: Plattform soll trotzdem weiter betrieben werden

    App.net kündigt Mitarbeitern: Plattform soll trotzdem weiter betrieben werden

App.net-Mitbegründer Dalton Caldwell. (Foto: LeWeb13 / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Das kostenpflichtige soziale Netzwerk App.net hat Probleme auf der Einnahmeseite. Um Kosten zu sparen, werden jetzt alle Mitarbeiter inklusive der Gründer entlassen. Den Betrieb der Plattform wollen sie trotzdem aufrechterhalten.

App.net gehen die Abonnenten aus

App.net sollte nicht weniger als eine Revolution im Bereich der sozialen Medien werden. Statt die Nutzerdaten an die Werbeindustrie zu verhökern, setzten die Macher auf ein werbefreies und dafür kostenpflichtiges Finanzierungsmodell. Seit 2012 kamen neben dem ursprünglichen Microblogging-Service noch weitere Dienste wie Broadcast und Backer hinzu. Letztlich scheint der Hype aber eingebrochen zu sein. Die Anzahl der erneuerten Abonnements soll nicht mehr ausreichen, um die Belegschaft des Dienstes zu bezahlen. Das geht aus einem Blog-Beitrag des App.net-Mitbegründers Dalton Caldwell hervor.

App.net soll auch ohne bezahlte Mitarbeiter am Leben gehalten werden. (Logo: App.net)
App.net soll auch ohne bezahlte Mitarbeiter am Leben gehalten werden. (Logo: App.net)

Nutzer sollen davon allerdings nichts merken, da die Einnahmen nach wie vor zum Betrieb des Dienstes ausreichen würden. Die beiden Gründer Dalton Caldwell und Bryan Berg wollen sich weiterhin um einen reibungslosen Betrieb kümmern, verzichten dabei nach eigenen Angaben aber von jetzt an auf ein Gehalt. Abstriche müssen zukünftig aber auch Entwickler machen, die für die Plattform entwickelt haben. Seit Oktober 2012 gab es ein Programm, bei dem Entwickler deren Produkte die App.net-API verwendeten je nach Erfolg ihrer App einen Geldbetrag von der Plattform bekamen. Laut Caldwell ist dieses Programm in jetziger Form nicht mehr finanzierbar.

App.net veröffentlicht Microblogging-Software unter einer Open-Source-Lizenz

Dalton Caldwell gab außerdem bekannt, dass App.net die eigene Microblogging-Software namens Alpha unter der freien MIT-Lizenz veröffentlicht. Den Quellcode findet ihr auf GitHub. Auf der eigens dafür eingerichteten Open-Source-Seite von App.net sollen zukünftig aber noch weitere Apps veröffentlicht werden. Caldwell hofft, so Unterstützung von der Community bei der Weiterentwicklung der Plattform zu erhalten.

Obwohl App.net über 200.000 Nutzer sowie eine nicht zu verachtende Entwicklergemeinschaft anziehen konnte, dürfte die Zukunft der Plattform düster aussehen. Den Machern ist es offenkundig nicht gelungen, genug zahlende Kunden langfristig an die Plattform zu binden. Wie lange der Dienst trotz gesunkener Betriebskosten überleben kann, wird sich zeigen.

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