Was macht eigentlich den Erfolg von Apps aus? Dieser Frage wollte die App-Vermarktungs-Agentur App-Promo auf den Grund gehen und befragte zahlreiche Entwickler. Dabei ging es nicht um die inhaltlichen Aspekte von Apps, sondern um die geschäftlichen. Im Anschluss an die Studie hat App-Promo nun den „First Annual App Developer Survey“ herausgebracht und die Ergebnisse in eine anschauliche Infografik gepackt.
Häufig mehr Kosten als Gewinn
Der Umfrage zufolge scheint App-Entwicklung kein sehr lukratives Geschäft zu sein: So bringen 59 Prozent der Apps nicht einmal die Kosten für die Entwicklung ein. Zwei Drittel der Entwickler haben mit ihrer erfolgreichsten App weniger als 5.000 US-Dollar eingenommen (und knapp 30 Prozent haben immerhin schon mehr als zehn Apps herausgebracht).
Oftmals kein Marketing-Budget eingeplant
Die Gründe für das häufige Verlustgeschäft lassen sich ebenfalls in Zahlen ablesen: Obwohl fast alle App-Entwickler Marketing für wichtig halten, plant die Hälfte der Befragten kein Budget – weder zeitlich noch finanziell – für die Vermarktung ein. Dem gegenüber stehen die 12 Prozent Top-Verdiener, die im Durchschnitt 30.000 US-Dollar für die Vermarktung ausgegeben und 14 Prozent ihrer Zeit dafür investiert haben.
Nun ist die Studie von einem App-Vermarkter erstellt worden und lässt viele Aspekte außen vor (interessant wäre zum Beispiel, ob Entwickler unterschiedliche Erfahrungen mit iOS- und Android-Apps machen). Trotzdem bringt sie einen wichtigen Punkt zur Sprache: Die Vermarktung ist im App-Geschäft das A und O, da selbst die tollste Anwendung zwischen zigtausend Apps untergeht – eine Sache, um die viele wissen und die trotzdem oft vernachlässigt wird. Wer hier kreativ ist, ist klar im Vorteil – so wie Johannes Seidel, der mit seinem kultigen Appvent Calendar jedes Jahr vor Weihnachten auf 24 Apps aufmerksam macht. Die meisten Entwickler tun aber gut daran, sich bei der Vermarktung professionelle Hilfe einzuholen.




![Kostenlose Apps: In diesen Fällen sollte man mit dem Kauf warten [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-445489_angrybirds_medium.jpg)





von Martin 10.05.2012 (12:28Uhr) 1.
Dem Artikel kann ich nur zustimmen. Auch ich habe eine App programmiert - zwar nicht für das iOS, sonder auf Android. Das zusammentragen der Informationen für die App, als auch die Pflege kostet enorme Zeit. Ich habe mir überlegt die App kostenlos zur Verfügung zu stellen und Werbeeinblendungen in einer Maps-Ansicht zeigen zu lassen. Nach drei Monaten hatte ich nicht einmal $10.00 Werbeeinnahmen.
Autokennzeichen EU
von ios-android-dev 10.05.2012 (13:05Uhr) 2.
@Martin 10$ Dollar für deine App sind aber schon ziemlich viel.
Die Zahlen oben sind nichtsaussagen. App ist nicht gleich App und es wurde viel zu sehr von der Marketingperspektive betrachtet. 90% der Apps in den Stores sind qualitativ reinster Müll oder die Idee bereits ausgelutscht, dafür lohnt es sich überhaupt nicht irgendwelche Gelder zu investieren. Das ist den meisten Entwicklern auch bewußt, alle anderen die denken man könnte mit der 30 tausendsten Witz app noch kräftig absahnen sind reine Träumtänzer. Das Schrott sich nicht verkauft ist keine Erfindung des Appstores sondern in der gesamten freien Wirtschaft so.
von Lukas Koch 10.05.2012 (13:29Uhr) 3.
Witzig, dass solch eine Behauptung gerade von einer Agentur kommt, die nichts anderes macht als Apps zu vermarkten. Da hat wohl einer zu wenig Kunden.
von KW19: Code Comparing Tools, C# – A… 11.05.2012 (09:04Uhr) 4.
[...] In den letzten Tagen ließt man überall, dass man als App-Entwickler ja viel zu wenig verdienen würde. Auch auf t3n wird das Thema behandelt. Aber dort wird auf eine Lösung eingegangen: App-Vermarktung. Mehr dazu erfahrt ihr auf t3n. [...]