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Karriere

Wir können nicht abschalten: 72 Prozent bleiben im Urlaub für den Chef erreichbar

    Wir können nicht abschalten: 72 Prozent bleiben im Urlaub für den Chef erreichbar

(Foto: © benjaminnolte – Fotolia.com)

Sommer, Sonne, Strand und Meer – ein Großteil der deutschen Berufstätigen kann das im Urlaub nicht voll genießen. 72 Prozent sind auch in den Ferien für Chef, Kollegen oder Geschäftspartner erreichbar.

Urlaub, gerade der im Sommer, sollte eigentlich die Zeit im Jahr sein, in der Berufstätige mal nicht arbeiten müssen, sondern die freien Tage genießen und ihre Batterien wieder aufladen können. Das war vielleicht sowieso nie zu 100 Prozent so, aber die aktuelle Umfrage des Branchenverbands Bitkom sollte Angestellte, Arbeitgeber und auch Selbstständige aufschrecken: Demnach antworten 72 Prozent der deutschen Beschäftigten während ihres Urlaubs auf dienstliche Anrufe, E-Mails oder Kurznachrichten wie SMS.

Urlaub: Erholung versus Firmenanforderungen

Das zeigt auf der einen Seite natürlich die Verbundenheit mit dem Unternehmen oder der Aufgabe, wie es der Bitkom herausstreicht. Andererseits: „Im Urlaub muss man aber auch einmal vollständig abschalten können“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Unternehmen sollten gemeinsam mit den Mitarbeitern Regeln entwickeln, wie Erholung der Mitarbeiter und die Anforderungen des Unternehmens in Einklang gebracht werden können. Tatsache ist laut Umfrage: Nur 28 Prozent schalten im Urlaub komplett ab. Jeder fünfte Beschäftigte hat in diesem Sommer übrigens gar keinen Urlaub.

Urlaub ohne Arbeit – geht für den Großteil der Deutschen nicht mehr. (Grafik: Bitkom)
Urlaub ohne Arbeit – geht für den Großteil der Deutschen nicht mehr. (Grafik: Bitkom)

Während Tesla-Chef Elon Musk kürzlich mit der Aussage „Urlaub bringt dich um“ für Aufsehen gesorgt hat, experimentieren andere Unternehmen mit den Urlaubsregelungen und wollen die Mitarbeiter einbeziehen. So gilt bei einigen Startups eine „Urlaub-ohne-Ende“-Regelung – allerdings ist die auch nicht ganz unumstritten. Vielzitiert ist der Vorstoß von VW, nach Feierabend keine Firmen-E-Mails mehr an die Angestellten zu verschicken. Auch die Konkurrenten BMW und Daimler gehen ähnlich vor.

Auszeit nehmen und Urlaub vorbereiten

Ob das alles hilft, ist eine andere Frage. Wichtig ist nämlich nicht zuletzt, dass sich die Berufstätigen selbst eine Auszeit gönnen. Dazu gehört natürlich eine entsprechende Vorbereitung, gerade bei anspruchsvollen Positionen. Wenn dann die Vertretung ausreichend instruiert und die Kollegen informiert sind, steht einem erholsamen Urlaub nicht mehr allzu viel im Wege.

via www.bitkom.org

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4 Reaktionen
Tetea
Tetea

Urlaub ist Urlaub! Da ist es in meinen Augen wenig sinnvoll, wenn man am Strand zur Arbeit noch befragt wird. Wenn, dann würde ich allerhöchstens E-Mails beantworten. Wir planen für dieses Jahr einen Urlaub mit einem Ferienhaus in Kroatien (vgl. http://www.holiday-home.de/kroatien/) und ich bezweifle, dass ich am sonnigen Strand Anrufe aus dem Büro entgegennähme.

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Falk D.
Falk D.

Bei externen und freelancenden Mitarbeitern haben BMW und VW keine Probleme um 22 Uhr Mails zu schicken und um 8 nach dem Stand der Bearbeitung zu fragen.

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Oliver

Ich finde es auch ziemlich schwer im Urlaub mal abzuschalten. Aber es kommt auch immer drauf an, ob jemanden die Arbeit Spaß macht oder ob man echt mal eine richtige Erholung braucht vom ganzen Alltagsstress.

Selbstständige können wohl gar keinen Urlaub machen, wo Sie nicht "dauerhaft" erreichbar sind.

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E.
E.

Das ist wahr. Fehlt die Freude, muss man auch schauen ob es überhaupt der richtige Job für einen ist oder was man anders machen kann. Oft ist das ein guter Indikator, wenn man unbedingt Auszeit braucht grundlegende Veränderungen zu treffen, die einen die Freude zurückholen. Zum Beispiel stärkere Grenzen ziehen, die Kosten anheben oder in einen anderen Bereich wechseln, der einen wieder Freude macht.

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