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Arbeiten im Coffeeshop: Der kleine Knigge für Webworker

Arbeiten im Coffeeshop: Der kleine Knigge für Webworker

Das Arbeiten im Coffeeshop gilt als tolle Alternative zum Home-Office oder dem Firmensitz. Unser Autor Andreas Weck erklärt, worauf es dabei ankommt.

Arbeiten im Coffeeshop: Der kleine Knigge für Webworker

Arbeiten im Coffeeshop. (Bild: Flywheel)

Viele Freelancer aber auch Angestellte, die gelegentlich auswärts arbeiten, lieben es sich hin und wieder in einem Coffeeshop niederzulassen. Der frische Duft von Kaffee am Morgen, der Blick aus dem Fenster auf das rege Treiben in den Straßen und der Kontakt mit ständig wechselnden Personen, die für interessante Gespräche sorgen, sind Kriterien, die viele Webworker als besonders wertvoll bezüglich ihrer selbstgewählten Arbeitsumgebung erachten.

Seitdem ich als Korrespondent für das t3n-Magazin in San Francisco und dem Silicon Valley unterwegs bin, hatte ich auch genügend Zeit und viele Möglichkeiten von einem Café – speziell dem Flywheel in der Stanyon Street – aus zu arbeiten. Dabei habe ich einige Verhaltensweisen verinnerlicht und Erfahrungen gesammelt, die ich euch in diesem kleinen Beitrag gerne weitergeben möchte.

Arbeiten im Coffeeshop: Cafés wie das Flywheel in San Francisco bieten eine nette Abwechslung zum Büro. (Bild: Flywheel)
Arbeiten im Coffeeshop: Cafés wie das Flywheel in San Francisco bieten eine nette Abwechslung zum Büro. (Bild: Flywheel)

1. Technik, die du dabei haben solltest

Die wichtigsten Utensilien, die du immer im Gepäck haben solltest sind Kopfhörer und eine Verteilersteckdose. Der Lautstärkepegel in einem Café kann beispielsweise stark variieren: Ist das Wetter schön, sitzen die Leute in der Sonne und nicht im Innenbereich. Ist das Wetter schlecht, strömen die Gäste in Scharren in das Gebäude und es wird unruhig. Kopfhörer helfen dann, sich von der Geräuschkulisse abzugrenzen und weiter fokussiert zu arbeiten. Zudem belästigst du andere Gäste nicht mit Geräuschen, die aus deinem Computer kommen.

Eine Verteilersteckdose ist zum anderen wichtig, da es je nachdem wie voll das Café ist, schwierig werden kann, an Strom zu kommen. Netter Nebeneffekt zudem: Es finden sich viele Freunde, sobald du anderen Besuchern die Möglichkeit gibst, sich ebenfalls an die Verteilersteckdose zu hängen. Ein toller Türöffner, um ins Gespräch zu kommen!

2. Auch wenn du glaubst, dass du alleine bist, du bist es nicht

Nur weil du für dich in einem Coffeeshop arbeitest, heißt das nicht, dass du die einzige Person darin bist. Es gibt einige Dinge, die du dir immer ins Gedächtnis rufen solltest: Zum Beispiel ist es ratsam, geplante Videokonferenzen lieber daheim abzuhalten. Denn du erhöhst zum einen unnötig die Geräuschkulisse und nimmst zum anderen viel Bandbreite für dich ein. In diesem Sinne ist es auch nicht nett große Dateien herunterzuladen und Videos zu streamen.

In Bezug auf die Lautstärke solltest du auch Telefongespräche lieber vor der Tür abhalten. In der Regel ist jeder andere Besucher hilfsbereit und wirft einen Blick auf deine Arbeitsutensilien solange du nicht am Tisch sitzt und ihn freundlich darum bittest. Hilfsbereitschaft ist ohnehin eine der wichtigsten Eigenschaften, die du während der Arbeit in einem Café an den Tag legen solltest. Möchte sich jemand an deinen Tisch setzen oder deine Steckdose nutzen, dann wehre dich nicht dagegen – du vereinnahmst den Platz immerhin schon seit Stunden.

3. Unterstütze das Café, wo du nur kannst

Es ist nicht gottgegeben, dass Coffeeshops dir die Möglichkeit bieten in deren Räumen zu arbeiten. Tatsächlich wehren sich in Deutschland sogar viele Betreiber aus verschiedensten Gründen dagegen. Solltest du also einen Platz finden, dann zeige dich erkenntlich. Es versteht sich von selbst, dass du für Umsatz sorgst. Dein morgendliches Frühstück nimmst du am besten im Café ein. Sei auch großzügig, was das Trinkgeld angeht. Es ist klar, dass du nicht alle halbe Stunde einen Kaffee trinkst oder einen Muffin in dich hineinstopfst. Damit du aber weiterhin gerne bedient wirst, ist ein gutes Trinkgeld das A und O.

Aber du kannst auch auf andere Art und Weise helfen: Empfehle den Coffeeshop wo es nur geht. Gibt es Merchandise? Dann kauf ein Shirt und trage es. Aber auch ein einfacher Tweet oder ein Check-In auf Foursquare kann helfen, um das Café bekannter zu machen.

Arbeiten im Coffeeshop: Der kleine Knigge für Webworker als Infografik

Auch WorkSnug, Plantronics und Nokia haben sich vor einiger Zeit dem Thema angenommen und einen Code of Conduct per Crowdsourcing ermittelt, quasi einem Knigge für das Arbeiten im Coffeeshop. Webworker konnten ihre eigenen Regeln einreichen, die dann wiederum zur Abstimmung vorgelegt wurden. Diese 10 Tipps kamen dabei heraus. Wollt ihr noch etwas ergänzen?

Arbeiten im Coffeeshop: 10 Tipps für Webworker. Zum Vergrößern, einfach anklicken. (Infografik: WorkSnug, Plantronics, Nokia)
Arbeiten im Coffeeshop: 10 Tipps für Webworker. Zum Vergrößern, einfach anklicken. (Infografik: WorkSnug, Plantronics, Nokia)

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6 Antworten
  1. von der-kaffeesäufer am 17.11.2014 (13:55 Uhr)

    Das wird mir zu Hipsterig. Wer arbeitet schon im Caffee?

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  2. von NikolaiShulgin.Bitrix24 am 17.11.2014 (18:11 Uhr)

    Das wichtigste daran ist wohl, enorm viel Selbstdisziplin mitzubringen. Den Arbeitsplatz derart zu "entarten" scheint mir häufiger ein Ausdruck nach Profilierung als tatsächlichem Nutzen zu sein. Jedenfalls ist nicht alles immer sinnvoll, was "cool" ist.

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    • von Maik am 18.11.2014 (08:44 Uhr)

      Die Einstellung hatte ich auch bis vor kurzem, aber wenn man sonntags etwas für die Uni erledigen muss ist das cafe die beste Alternative zu einem wuseligen daheim. Ich kann mich dort auch besser disziplinieren was Prokrastination angeht. Allerdings sehr ich diese Tipps eher als gesunder Menschenverstand an.

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  3. von Karsten am 18.11.2014 (08:37 Uhr)

    Wer arbeitet denn bitte (ernsthaft) im Coffeeshop? Wie assi ist das denn???
    Stell mir das gerade vor, wie so ein "Webworker" "morgens um 11" (nach dem aufstehen ;-) ) im Coffeeshop sein "Camp" aufschlägt und sich durch den Tag ranzt....
    Gibt es doch nicht wirklich, oder?

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  4. von estetica_afficionado am 19.11.2014 (01:11 Uhr)

    Das ist Hipster Lifestyle in San Francisco. Sowie der Hipster Waggon der S-Bahnen in Berlin. Tagestickets sind teilweise leider günstiger, als CoWorking Spaces...

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