ARD und ZDF: Digitale Zukunft mit Open Source?

Der Online-Chef der Tagesschau Jörg Sadrozinski hält einen Open-Source-Ansatz bei der Internetexpansion von ARD und ZDF für möglich. Im aktuellen Medium-Magazin gibt er einen Ausblick auf die digitale Zukunft der öffentlich-rechtlichen Sender.

Wie sueddeutsche.de-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs im Streitgespräch mit Sadrozinski vorschlägt, sollten andere Internetseiten die von ARD und ZDF ins Netz gestellten Radio- und TV-Inhalte übernehmen dürfen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Der Content sei ja bereits über die Gebühren finanziert.

Tagesschau-Redaktionsleiter Sadrozinski verrät in der Diskussion dazu: „Solche oder ähnliche Überlegungen gibt es durchaus bei uns im Haus.“ Vorher müssten die Öffentlich-Rechtlichen jedoch Urheberrechts-Probleme lösen.

Für ihre Online-Offensive wollen ARD und ZDF zukünftig das auf 0,75 Prozent vom Gesamt-Etat begrenzte Budget erhöhen und die Aktivitäten ausbauen. Beide Rundfunkanstalten haben die Absicht, ihr gesamtes Informationsangebot im Internet zur Verfügung zu stellen und zum Teil mit exklusiven Beiträgen zu ergänzen.

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