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AR.Drone: Ministerin Aigner warnt vor fliegenden Augen

    AR.Drone: Ministerin Aigner warnt vor fliegenden Augen

Die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat nach Facebook und Google Street View eine neue Gefahr für die Bürger ausgemacht - die AR.Drone. Aigner befürchtet den missbräuchlichen Einsatz der kleinen hubschrauberähnlichen Flugkörper, die mit ihren Kameras Bilder aus der Luft aufnehmen können. Der private Einsatz dieser ursprünglich für militärische Aufklärungsflüge entwickelten Drohnen sei datenschutzrechtlich sehr bedenklich und bei der Aufnahme von Personen unter Umständen sogar strafbar.

AR.Drone nicht für private Einsätze gedacht

Der Zeitpunkt ihrer Warnung vor den Kamera-Drohnen könnte ungünstiger eigentlich gar nicht gewählt sein, denn die AR.Drone und andere hubschrauberähnliche Flugkörper dürften durchaus ihren Platz unter dem einen oder anderen Weihnachtsbaum gefunden haben. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte die Ministerin dennoch erst jetzt ihre Bedenken, wo diese Fluggeräte in vielen Elekronikmärkten bereits in den Regalen stehen. Die private Nutzung sei rechtlich bedenklich. Ein Kamera-Ausflug in Nachbars Garten wäre „zumindest problematisch“, mahnte sie. Zudem sei die Aufnahme von Personen ohne deren Einwilligung sogar strafbar.

Die AR.Drone in Aktion: Mit den beiden eingebauten Kameras lassen sich Objekte aus der Luft betrachten (Bild: Parrot).
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Die AR.Drone braucht keine Starterlaubnis

Alle Drohnen, die weniger als fünf Kilogramm wiegen und eine maximale Flughöhe von 30 Metern nicht überschreiten, benötigen für ihren Betrieb keine Starterlaubnis. Das macht sie nicht nur zu einem interessanten Spielzeug, sondern auch zu einem potentiellen Bespitzelungsinstrument. Und der Staat macht es sogar vor. Für die Überwachung der Castor-Transporte aus der Luft setzt die niedersächsische Polizei bereits seit 2008 eine spezielle Drohne ein.

Gesteuert wird die AR.Drone übrigens über eine iOS-App und einem iPhone, iPod Touch oder einem iPad. In den kommenden Monaten soll das System auch über andere Plattformen zur Verfügung stehen.

Trotz aller Bedenken ist der Einsatz einer AR.Drone in Deutschland vollkommen legal, so lange sich der Besitzer an das allgemein geltende Recht hält und die Privatsphäre seiner Mitmenschen respektiert. Ausflüge in Nachbars Garten sollte man also besser unterlassen oder den Nachbarn gleich zu einem gemeinschaftlichen Testflug einladen.

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4 Reaktionen
Alex

Wuuh, schrecklich, Jemand kann seine Kamera jetzt nicht mehr nur aus der Hand bedienen, sondern auch aus der Luft, wie überraschend. Auch nicht sonderlich was neues, oder?

WIRKLICH beunruhgt sein sollten wir wegen ECHTEN Drohnen.. Solchen, die einen einfach, ohne Vorwarnung und Prozess, abknallen können.

http://a-stockinger.blogspot.com/2012/01/gute-drohnen-bose-drohnen.html

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Christian

Jedes neue Technikspielzeug hat seine Vor- und Nachteile. Ich glaube aber nicht das man jetzt mehr Angst haben muss bei der Arbeit bespitzelt zu werden. Das kriegt man auch ohne Drohne hin (siehe Lidl). Nehme mal an das sich das Interesse an solchen Drohnen nicht lange halten wird.

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SteveHawe
SteveHawe

Wo sie recht hat, hat sie recht! Wer sich an bestehendes Gesetz hält, hat kein Problem. Wer aber kennt das Gesetz und wer hält sich dran? Und der Einwand mit den Digitalcams ist gar nicht so dumm: Wenn für den privaten Zweck geknipst wird ist alles ok, aber wenn dann per Twitter, Blog und Co Bilder von Menschen veröffentlicht werden, ... naja, auch hier sollte man die geltenden Gesetze kennen... aber wer kennt die Gesetze schon...

Und der Trend der heutigen Zeit ist eindeutig: Gesetze, die man nicht kennt, sind unsinnig und gehören abgeschafft. Solange bis man sie als Betroffener selbst braucht und dann will man sie wieder haben.

Ich mag eine solche Drohne nicht über meinem Garten sehen. oder vor meinem Fenster... oder bei der nächsten Betriebsratsversammlung vor dem Fenster des Konferenzraumes schweben sehen. Oder über dem Lagerplatz die Mitarbeiter kontrollierend, ihre Runden fliegen sehen.

Ein Hinweis darauf, dass man vor lauter Technikspielerei auch auf Grundrechte und Gesetze achten soll, ist hier nicht falsch... bestimmt nicht...

Von einem Verbot spricht überigens keiner, auch die Ministerin nicht... aber davon, dass viele sich wundern werden wie schnell sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten können. Denn Unwissenheit und Geek schützen vor Strafe nicht...

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Sascha

Wann gibt es eigentlich endlich ein Ministerium, dass die Bürger vor solchen Minstern schützt?

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